Frigate Commander

Frigate Commander
von Tom Wareham
Sprache: Englisch
Gebunden - 283 Seiten - Leo Cooper Ltd
Erscheinungsdatum:2004

Das Buch basiert auf dem Tagebuch von Leutnant, später Kapitän Graham Moore,
der von 1793 bis 1804 in den napoleonischen Seekriegen Fregatten führte,
u.a. die SYREN und die MELAMPUS.
Die Aufzeichnungen Moores geben einen bisher einmalig detaillierten Blick auf das Leben
eines realen Jack Aubrey oder Horatio Hornblower.

Das letzte Gefecht der GLORIOSO
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
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Vizeadmiral Alexander Forrester Inglis Cochrane

 Alexander Forrester Inglis Cochrane

* 23. April 1758 in ?            † 26. Januar 1832 in Paris, Frankreich

Alexander Forrester Inglis Cochrane wurde am 23. April 1758 als Sohn von Thomas Cochrane (1691-1778), des 8. Earls von Dundonald, geboren.
Alexander stammte aus einer kinderreichen Familie und weil er nicht unter den erstgeborenen Söhnen war und damit für die Fortführung des Adelstitels nicht in Frage kam, schickte sein Vater ihn zur See. Wann der kleine Alexander zum ersten Mal Deckplanken betrat, wird in keiner mir bekannten Quelle erwähnt. Auch für seine Lehrjahre und seine Dienstzeit als Fähnrich liegen mir keine Daten vor.
1778 wurde Cochrane zum Leutnant befördert.
In der Seeschlacht vor Martinique gegen die französische Flotte unter De Guichen am 17. April 1780 zeichnete er sich als Signaloffizier von Admiral George Rodney aus und wurde auch verwundet.
Als Konsequenz beförderte ihn Rodney zum Commander und gab ihm als Kommando die Sloop ST. LUCIA. Danach wechselte er in das Kommando der PACHAHUNTER, tauschte aber bald das Kommando mit Isaac Coffin (der damals offenbar mehrfach die Schiffe tauschte) von der AVENGER (14).
Von April bis Juni 1781 findet man ihn auch als (Werft-) Kommandanten des Mörser-Schiffes VESUVIUS.
Am 17. Dezember 1782 machte man Cochrane zum Kapitän - sein post ship (Beförderungs-Schiff) war die KANGAROO.
Bald darauf folgte das Kommando über das Armed ship CAROLINE (24), eigentlich eher ein Schiff mit einer sloop-rating, dafür aber außergewöhnlicherweise mit zwei statt einem Leutnant an Bord.
Nach dem Ende des Krieges gab Cochrane freiwillig sein Kommando über die CAROLINE zurück, vielleicht, weil nicht absehbar war, wann das Schiff in heimatliche Gewässer verlegt wurde, vielleicht aber auch, weil er gerade in New York Maria, die Witwe des RN Kapitäns Jacob Wheate und Tochter von David Shaw kennengelernt hatte.
Dafür ergatterte der in Amerika 5 Monate (!) auf Halbsold wartende Kapitän am 24. September 1783 das Kommando über die kleine Fregatte SOPHIE (22), die er via Lissabon zurück nach England brachte.

 The Nelson Encyclopedia: People, Places, Battles, Ships, Myths, Mistresses, Memorials & Memorabilia

The Nelson Encyclopedia: People, Places, Battles, Ships, Myths, Mistresses, Memorials & Memorabilia
von Colin White
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - Stackpole Books - 288 Seiten
Erscheinungsdatum: Januar 2003
Was immer man über den englischen Seeheld wissen will, in diesem Buch werden Sie es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit erwähnt finden ! Für mich das beste Buch über Nelson und seine Welt.

1788 heiratete der Kapitän dann die Witwe Maria Wheate, geborene Shaw. Aus der Verbindung sollten drei Söhne und zwei Töchter entspringen, deren Familien die Marine-Tradition fortsetzten: Thomas John Cochrane z.B. wurde später ein Admiral und Ann Cochrane heiratete den späteren Konteradmiral Edward Troubridge. Insgesamt sollten aus der Familie Cochrane acht Admiräle hervorgehen, wobei freilich auch seine Neffen mitgezählt wurden, die unter seiner Protektion Karriere machten. Am berühmtesten ist wohl Thomas Cochrane, späterer 10. Earl von Dundonald, besser noch bekannt als Lord Cochrane.
Die Nootka-Krise mit Spanien 1790 führte zur vorübergehenden Wiederaufrüstung der Flotte und aktivierte auch Alexander Cochrane. Er übernahm den Befehl über die kleine Fregatte HIND (28) und behielt das Kommando auch nach der Krise.
Cochrane war auch noch Kommandant der HIND, als 1793 der Krieg mit der Republik Frankreich ausbrach. Schon in den ersten Wochen auf See machte seine Fregatte ihn durch Prisengelder reich.
Cochrane jagte aber nicht nur erfolgreich französische Handelsschiffe, er räumte auch mächtig unter französischen Kaperfahrern auf: Allein im April 1793 stellte die HIND (28 - Alexander Cochrane) nacheinander die Privatiers TARQUIN (16), LIBERTE (12) und EGALITE (8) und im Mai konnte Cochrane die französische GEORGETTE (20) als Prise nach Falmouth schicken.
Bald darauf wechselte er in das Kommando der Fregatte THETIS (38). Am 17. Mai 1795 bewährte sich die THETIS (36 - Alexander Inglis Cochrane) zusammen mit der HUSSAR (28 - John Poer Beresford) in einem Gefecht gegen fünf freilich nicht voll bewaffnete französische Schiffe vor der Chesapeake-Bucht (Ostküste USA). Die Briten konnten die 40-Kanonen-Fregatte PREVOYANTE (24 en flute) und die Korvette RAISON (18 en flute) erbeuten.
Es folgten in den nächsten Jahren vor der Küste Nordamerikas kleinere Erfolge im Kampf gegen französische Freibeuter und bei der Jagd auf Handelsschiffe feindlicher Nationen.
Im Februar 1799 wurde Cochrane Linienschiffkommandant und führte den Befehl über die AJAX (74), die in der Kanalflotte segelte. Cochrane war an den Truppenlandungen in der Bucht von Quiberon, auf der Belleisle (beides Frankreich) und nahe Ferrol (Nordwestküste Spaniens) beteiligt, bevor er 1801 mit seinem Schiff ins Mittelmeer verlegt wurde.

Dort nahm er im März 1801 an den Truppenlandungen bei Abukir (Ägypten) unter Lord Keith und General Abercrombie teil. Am 18. August 1801 führte Cochrane die Boots-Flottille, die eine Landung auf der befestigten Insel Marabout vor Alexandria erzwang und damit die Franzosen zur Kapitulation zwang. Die beiden Oberbefehlshaber hoben in ihrem Bericht die Leistungen Cochranes besondern hervor.
Der Waffenstillstand 1801 und der Frieden von Amiens 1802 finden Cochrane wieder an Land, diesmal politisch engagiert. Der erfolgreiche Kapitän bewarb sich, wie es damals viele bekannte Marineoffiziere machten, um einen Sitz im Parlament und stellte sich zum Abgeordneten für den vereinten Bezirk von Stirling, Dumfermline etc zur Wahl. Die knappe Wahl wurde jedoch angefochten und erst nach langen Untersuchungen wurde Cochrane 1804 als Sieger bestätigt, nur um 1806 bei der erneuten Wahl gegen seinen alten Rivalen zu unterliegen.
Auf See lief es für Cochrane besser: Nachdem er 1803 mit Wiederaufflammen des Krieges Kommandant der NORTHUMBERLAND (74) wurde, promovierte er am 23. April 1804 zum Konteradmiral.
Das von ihm kommandierte Geschwader aus sechs Linienschiffen hatte in Antizipation des spanischen Kriegseintritts die Aufgabe, den Hafen von Ferrol zu beobachten, später zu blockieren.
Dann aber entkamen aus Rochefort die fünf französischen Linienschiffe des Konteradmiral Missiessy mit vermutetem Ziel Karibik und Cochranes Geschwader wurde auf der Suche nach den Franzosen zu den Leewards (St. Kitts, St. Nevis etc.) verlegt. Er bekam jedoch die Franzosen nicht einmal in Sicht und als die feindliche Flotte Vizeadmiral Villeneuves, verfolgt von Admiral Nelson, nach Westindien kam, konnte Cochranes Geschwader ebenfalls nicht rechtzeitig eingreifen.
Anfang 1806 jedoch erreichte ein französisches Geschwader unter Konteradmiral Leissegues Santo Domingo, verfolgt und gesucht von einem britischen Geschwader unter Vizeadmiral John Thomas Duckworth. Zusammen mit Cochranes Schiffen fand Duckworth am 6. Februar 1806 die Linienschiffe von Leissegues ebenda und schlug die Franzosen vernichtend:

  Die Seeschlacht vor Santo Domingo 1806 – Duckworth´ Action

In der Seeschlacht vor Santo Domingo gingen zwei französische Schiffe verloren, drei wurden von den Briten erobert. Cochranes Flaggschiff NORTHUMBERLAND (74 - Kapitän John Morrison) nahm es gleich zu Beginn mit dem französischen Kampfkoloss IMPERIAL (120- Konteradmiral Leissegues) auf. Später kam als Gegner noch die DIOMEDE (74 - Jean Baptiste Henri ) hinzu, doch die SUPERB (74 - Vizeadmiral Duckworth, Kapitän Richard Goodwin Keats) und später die CANOPUS (80 - Francis William Austen) unterstützen die inzwischen schwer unter Druck geratene NORTHUMBERLAND. Trotzdem hatte Cochranes Flaggschiff am Ende mit 21 Toten und 79 Verwundeten die höchsten Verluste unter den Briten.
Cochranes Verdienste in der Schlacht wurden u.a. mit der Ritterwürde des Bath-Ordens (KB) belohnt.
Die Briten unter Cochrane gingen nach diesem Sieg in Westindien in die Offensive. 1807 landete Cochranes Geschwader Truppen unter General Bowyer auf den dänischen Karibikinseln St. Thomas, St. John und St. Croix.
Im Januar / Februar 1809 eroberten Cochrane und General Beckwith mit Martinique die wertvollste französische Insel der Karibik.
Doch es gab auch Misserfolge: Im März 1809 hatte Cochranes Geschwader ein französisches Linienschiff-Trio unter Kommodore Troude bei den Saintes (vor dem französischen Guadeloupe) eingekesselt, doch die Franzosen entkamen, lediglich ein Schiff wurde Tage später gestellt und genommen (Siehe dazu hier).
Dafür eroberte Cochrane, inzwischen zum Vizeadmiral befördert (25. Oktober 1809), Anfang 1810 zusammen mit Beckwith auch noch Guadeloupe. Dort wurde Alexander Cochrane bis 1813 Gouverneur.
Der Krieg von 1812 mit den USA brachte ihn im März 1814 in das Kommando der britischen Flotte vor der Ostküste der USA. Cochrane stand für eine kompromisslose Kriegsführung gegen die USA und für einen aggressiven Strategiewechsel verglichen mit seinem Vorgänger John Borlase Warren.

Darkest Day: The Washington-Baltimore Campaign During the War of 1812

Darkest Day: The Washington-Baltimore Campaign During the War of 1812
von Charles Geoffrey Muller
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 240 Seiten - Univ of Pennsylvania PR
Erscheinungsdatum: 2003

Einige Ausschnitte aus Rezensionen:
"first full account of the skeleton in Uncle Sam's closet"
oder "action packed, well balanced, and well written"
oder "should be on the shelves of all large libraries".
Der schwärzeste Tag bezieht sich natürlich auf die Plünderung Washingtons.

 A Treatise on the General Principles, Powers and Facility of Application of the Congreve Rocket System, as Compared with Artillery

A Treatise on the General Principles, Powers and Facility of Application
of the Congreve Rocket System, as Compared with Artillery

von Sir William Congreve
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 104 Seiten - Adamant Media Corporation
Erscheinungsdatum:November 2005

Ein Faksimile-Reprint des Buches von Congreve,
das 1827 in London erschien.


Im April 1814 weitete der Vizeadmiral die Seeblockade für die Ostküste auch auf die Neu-England-Staaten der USA aus, zu Lasten der britischen Kolonie Nova Scotia, die bis dahin mit den nun Blockierten handeln durfte. Außerdem veröffentlichte er ein Pamphlet, das den nordamerikanischen Sklaven Freiheit bei Ansiedlung in britischen Kolonien und / oder Eintritt in die britischen Truppen anbot.
Cochrane ließ in Maine und in der Chesapeake-Bucht Truppen landen, amerikanische Häfen an der Ostküste überfallen und plündern und plante auch die Landung im Mississippi-Delta. Dem erfolgreichen Vorstoß Konteradmiral Cockburnes nach Washington im August 1814 hatte er freilich vorher nicht zugestimmt, unterstützte dann aber diese Strategie, wurde aber schließlich bei Baltimore und Fort McHenry zurückgeschlagen.
Cochrane plante jedoch bereits den entscheidenden Vorstoß von Süden her. Am 25. November 1814 verließ die englische Invasionsflotte Jamaika mit dem Ziel New Orleans. Am 14. Dezember 1814 machte eine britische Kanonenbootflotte unter Kapitän Lockyer den Weg frei und vernichtete auf dem Lake Borgne (Mississippi) die amerikanische Kanonenbootflotille unter Thomas Catesby Jones. Am 23. Dezember 1814 landeten englische Truppen nahe New Orleans. Die verlorene Schlacht der Briten unter Pakenham gegen amerikanische Truppen unter Jackson vor New Orleans am 8. Januar 1815 führte allerdings zum Rückzug und der Wiedereinbootung der Briten. Ohnehin war zu diesem Zeitpunkt der Frieden zwischen den USA und Großbritannien schon beschlossen.
Noch 1815 kehrte Cochrane nach England zurück. Am 12. August 1819 wurde er zum Admiral befördert, von Februar 1821 bis 1824 war er Oberkommandierender der Flotte in Plymouth.
Danach zog er sich ganz aus dem Dienst zurück und verbrachte seine Zeit mit Reisen. 1832 hielt sich Admiral Sir Alexander F. I. Cochrane in Paris auf und besuchte dort am 26. Januar seine Tochter Ann Troubridge, als ihn der Schlag traf.


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Napoleons gefallenen Göttinnen
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Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Quellen:

Thomas Siebe : Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, BoD 2010.

Robert Chambers,Thomas Thomson : A biographical dictionary of eminent Scotsmen, Band 8, S.146 ff., Glasgow, Edinburgh, London 1855.

The United Service Journal Teil 1, 372 ff., London 1832.

George Byrom Whittaker : A new biographical dictionary, of 3000 cotemporary public characters, Band 1, S. 375 f., London 1825.


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