Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Brian Lavery - The Ship of the Line. Vol. I: The development of the battlefleet 1650 - 1850.


Who Was Who in the Napoleonic Wars Who Was Who in the Napoleonic Wars
von Philip J. Haythornthwaite
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 320 Seiten - Weidenfeld Military -
Erscheinungsdatum: August 1998

Rund 900 Kurzbiographien mit 300 Bildern porträtieren vor allem die Militärs und politischen Protagonisten der napoleonischen Kriege.
Inklusive des amerikanisch-englischen Kriegs von 1812.

Konteradmiral Sir Jahleel Brenton

Kein Bild von Konteradmiral Sir Jahleel Brenton verfügbar

* 22. August 1770 in Newport, Nordamerika (Rhode Island)           † 3. April 1844 in Elford , England

Jahleel Brenton wurde am 22. August 1770 als ältester Sohn des gleichnamigen Marineoffiziers und späteren Konteradmirals Jahleel Brenton (1729-1802) in Newport (heute im US-Staat Rhode Island) geboren.
Als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann, war Brentons Vater Leutnant der Royal Navy. 1780 emigrierte die Familie Brenton deswegen nach England.
Wie seine beiden jüngeren Brüder Edward Pelham Brenton (1774-1839), später Kapitän, und James Wallace Brenton, der 1799 als Leutnant auf der PETREL im Kampf fiel, trat Jahleel schon als Junge als Captains Servant in die Royal Navy ein (1781).
Der junge Brenton diente zunächst unter seinem Vater auf der QUEEN (98) und sammelte dann weitere Erfahrungen auf die TERMAGANT. Nach dem Ende des Krieges 1783 besuchte Jahleel dann eine Marineschule in Chelsea.
1787 ging er wieder zur See und fuhr diesmal als Fähnrich zur See, zunächst auf der PERSEVERANCE , wechselte aber bald darauf auf die DIDO (28), die die Küstenlinie von Nova Scotia vermaß.
1789 ging er als Leutnant auf Probe an Bord der BELLONA (74) und bestand im März 1790 das Leutnants-Examen. Sofort danach wechselte er als Berater in die schwedische Marine. Schweden lag zu diesem Zeitpunkt im Krieg mit Rußland und Brenton wurde auf der KONIG ADOLF FREDERIK, dem Flaggschiff von Admiral Mody, Zeuge der Schlacht im Svensksund am 9. Juli 1790.
Ebenfalls 1790 schien mit der Nootka-Krise ein militärischer Konflikt Großbritanniens mit Spanien unumgänglich, so das Brenton in seine Heimat zurückkehrte und Leutnant auf dem Truppentransporter ASSURANCE wurde. Kurz danach wechselte er auf die SPEEDY (14), auf der er zum 1. Offizier avancierte. Nach dem Ende der Krise wurde die SPEEDY abgemustert und Brenton kommandierte den Küstenschutz-Kutter TREPASSY (12) vor Neufundland.

 Die Seeschlacht von Algeciras 1801 Seeschlacht vor Kap St. Vincent 1797

Anfang 1794 - Frankreich und England führten seit Februar 1793 Krieg - kehrte Brenton nach Europa zurück und wurde Leutnant auf der leichten Fregatte SYBIL (28), die vor der holländischen Küste stationiert war. 1795 mußte Brenton, dessen Gesundheit durch die rauen Wetterbedingungen der Nordsee angegriffen war, das Schiff verlassen.
1796 wurde der genesene Offizier Leutnant auf der ALLIANCE, einem Versorgungsschiff, das England mit Ziel Mittelmeer verließ. Dort angekommen wechselte Brenton auf die GIBRALTAR. Diese lief aber kurz darauf auf und mußte zur Reparatur nach England zurück. Brenton bekam eine Stelle als 1. Offizier auf der noch im Osten des Mittelmeers operierenden Fregatte AIGLE (38 - Charles Tyler) zugesprochen, gelangte jedoch nie an Bord, weil die AIGLE später an der spanischen Küste verloren ging.
Während Brenton auf die Rückkehr der AIGLE wartete, diente er vorübergehend als überzähliger Leutnant auf der BARFLEUR und kämpfte deswegen am 14. Februar 1797 in der siegreichen Schlacht gegen die Spanier vor Kap St. Vincent.
Danach war er bis 1798 auf der VILLE DE PARIS stationiert, die auf dem Tagus bei Lissabon kreuzte.
1798 wurde Brenton zum Commander befördert und bekam Anfang 1799 das Kommando über die Brigg SPEEDY (14), auf der er ja schon einmal als 1. Offizier gefahren war. Noch im gleichen Jahr bewährte er sich in Gefechten mit spanischen Seestreitkräften:
Am 9. August 1799 verfolgte die SPEEDY drei mit rund 20 Sechs- und Neunpfündern bewaffnete spanische Schiffe bis unter die Kanonen einer Küstenbefestigung bei Cape de Gatt, eröffnete das Feuer aus ihren Vierpfündern und konnte am Ende alle drei Schiffe als Prisen erobern.
Am 3. Oktober 1799 vernichtete Brenton bei Tarifa , ebenfalls nach längerer Jagd, in einem Artillerieduell mit den Schiffen und Küstenbatterien, vier spanische Küstensegler.
Am 9. November 1799 verteidigte die SPEEDY vor Algeciras erfolgreich das englische Transportschiff UNITY gegen 12 mit 24-Pfündern bewaffnete spanische Kanonenboote.
U.a. für diese Tat wurde Jahleel Brenton 1800 zum Kapitän befördert.
Einer der Helden von Abukir, Konteradmiral Sir James Saumarez, nahm ihn als Flaggkapitän seines Flaggschiffes an Bord der CAESAR (80).
Dieses Schiff führte er auch am 6. Juli 1801 beim fehlgeschlagenen Angriff von Saumarez´ Geschwader auf die Schiffe von Konteradmiral Linois, bei dem die englische HANNIBAL (74 - Solomon Ferris) verlorenging.
In der Nacht zum 12. Juli 1801 wurde Brenton aber auch Zeuge des verheerenden Nachtangriffes auf das kombinierte französisch-spanische Geschwader in der Straße von Gibraltar, bei dem die Briten zwei weitere feindliche Linienschiffe vernichteten und ein französisches Schiff eroberten.

Das verschollene Schiff

Das verschollene Schiff
von Wilder Perkins
Sprache: Deutsch
Broschiert - 283 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum:2002

Leutnant Bartholomew Hoare ist der Sherlock Holmes der napoleonischen Ära. Mit dem Handicap einer versagenden Stimme, dafür aber mit einem messerscharfen Verstand ausgerüstet löst Hoare den Fall des verschwundenen Schiffes, während der Autor dem Leser einen wunderbaren Einblick in diese Ära gibt.

 The Frigates: An Account of the Lesser Warships of the Wars from 1793 to 1815

The Frigates: An Account of the Lesser Warships of the Wars from 1793 to 1815
von James Henderson, Ernest E. Relf (Illustrationen)
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 382 Seiten - Pen & Sword Military Classics
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2005

Mit dem Frieden von Amiens kehrte Brenton nach England zurück, wo er am 7. April 1802 eintraf. Am 10. April 1802 heiratete der in Nordamerika geborene Kapitän dort Isabella Stewart, die einer alteingesessenen royalistischen Familie aus Nova Scotia (Nordamerika) entstammte.
Mit Wiederaufnahme der Feindseligkeiten mit Frankreich bekam Brenton das Kommando über die Fregatte MINERVE (38), doch das Kommando stand unter keinem glücklichen Stern:
Am 2. Juli 1803 scheiterte die MINERVE bei der Jagd auf einige französische Schiffe vor Cherbourgh auf einer Klippe und verteidigte sich manövrierunfähig einige Stunden gegen die Briggs CHIFFON (10) und TERRIBLE (10), lag aber auch unter dem Feuer von Landbatterien. Brenton mußte am Ende unter schweren Verlusten die Flagge streichen und ging in Gefangenschaft.
Erst Anfang 1807 gelang ein Austausch gegen den französischen Kapitän Infernet, der bei Trafalgar 1805 in englische Hände gefallen war.
Im Februar 1807 bekam Brenton in der obligatorischen Kriegsgerichtsverhandlung wegen des Verlustes der MINERVE (38) einen erstklassigen Freispruch (most honorably acquitted) und noch im selben Monat das Kommando über die Fregatte SPARTAN (38).
In den nächsten Monaten und Jahren kreuzte und kämpfte er mit seinem Schiff an der französischen Küste, in der Adria und im Tyrrhenischen Meer:
Gleich zum Auftakt seines Kommandos aber - am 14. Mai 1807 - traf er eine verhängnisvolle Entscheidung, als sein Schiff bekalmt vor Nizza lag und eine ebenso in der Flaute hängende französische Bark sichtete. Brenton schickte zwei Boote mit 70 Mann, doch er hatte den Gegner unterschätzt. Der englische Angriff wurde blutig zurückgeschlagen, 26 Mann starben oder wurden tödlich verwundet, kaum einer der Angreifer blieb unverletzt.
Am 23. April 1809 kommandierte Brenton neben seinem Schiff ein Geschwader mit AMPHION (32 - William Hoste) and MERCURY (28 - Henry Duncan) und attackierte mit den Schiffskanonen die französischen Forts bei Pesaro. Geführt von seinem 1. Offizier George Wickens Willes vertrieb ein Landungsunternmehmen die französische Garnison aus dem Ort, die Hafenbefestigungen und einige Schiffe wurden zerstört und 13 gut beladene Handelsschiffe als Prisen weggeführt.
Am 2. Mai 1809 führten die SPARTAN (38) und die MERCURY (28 - Henry Duncan) einen ähnlichen Angriff auf die Befestigungen von Cesenatico durch und machten ebenso reiche Beute.
Am 10. Mai 1809 war Brenton in Kooperation mit österreichischen Truppen an der Eroberung der Insel Lošinj (Kroatien) beteiligt.
Anfang Oktober 1809 assisitierte die SPARTAN (38) unter ihrem Kapitän auf ähnliche Weise den Schiffen und Truppen von Kommodore John William Spranger und Brigadegeneral John Oswald beim erfolgreichen Angriff auf Zakynthos and Kefallenia (Ionische Inseln).
Vom 9. bis 12. Oktober 1809 wurde dann die Insel Kythera, unterstützt von den Kanonen der SPARTAN (38), genommen.

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Am 3. Mai 1810 schlug Brenton dann mit der SPARTAN (38) in der Bucht von Neapel eine Seeschlacht gegen ein französisch-neapolitanisches Geschwader, bestehend aus CERERE (40 - Kommodore Ramatuelle), FAMA (28 - Giuseppe de Cosa), SPARVIERO (8 - Raffaele de Cosa), ACHILLE (10 - Vincent) und einem halben Dutzend Kanonenbooten. Die arg zerzauste SPARTAN (38) konnte zwar einen Punktsieg erringen und die SPARVIERO erobern, doch Brenton wurde während des Gefechts schwer an der Hüfte verwundet und mußte seinem 1. Offizier das Kommando übergeben, der dann das Gefecht beendete. Das Kommando der SPARTAN (38) blieb auch nach Jahleel Brentons Verwundung in der Familie: Sein Bruder Edward Pelham Brenton wurde Kommandant der Fregatte.
Der Sieg wurde ihm mit vielen Ehrungen vergolten, u.a. wurde Brenton am 3. November 1812 zum Baronet erhoben und 1815 wurde er Commander of the Bath Sir Jahleel Knight (KCB). Seine schwere Verwundung sollte für ihn aber eine lebenslange, schwere Gehbehinderung bedeuten.
Nachdem er sich von seiner Verletzung soweit wie möglich erholt hatte, bekam er zunächst das Kommando über die STIRLING CASTLE (74), mußte sich dann aber erst einmal auf Aufgaben an Land beschränken:
Im Januar 1814 war er Vorsteher des Marinearsenals in Port Mahon (Menorca), ab Juni 1814 kommandierte er die königliche Yacht DORSET und im Herbst 1814 ging er als Marinekommissar ans Kap der Guten Hoffnung
Dort starb am 29. Juli 1817 seine Frau Isabella. Wenig später bekam der als sehr religiös bekannte Brenton auch noch die Nachricht vom Tod seines ältesten Sohnes.
Nach dem Rückzug der Briten vom Kap übernahm Brenton unter Konteradmiral Lambert die VIGO (74), mit der er 1822 nach England zurückkehrte.
Dort heiratete der Witwer am 9. Oktober 1822 seine Cousine Harriet Brenton. Danach kommandierte er sporadisch die Königlichen Yachten. 1830 wurde Brenton zum Konteradmiral befördert und wurde einer der Stellvertretenden Direktoren des Greenwich Hospital, welche Funktion er bis 1840 ausfüllte.
Der sehr religiöse und gesellschaftlich engagierte Konteradmiral unterstützte von Beginn die von seinem Bruder Edward Pelham Brenton 1830 gegründete Stiftung Society for the Suppression of Juvenile Vagrancy.
1842 veröffentlichte Jahleel Brenton "Memoir of Captain Edward Pelham Brenton", ein Werk, das auf das Leben und Schaffen seines schriftstellerisch ambitionierten verstorbenen Bruders zurückblickte.
Konteradmiral Sir Jahleel Brenton starb am 3. April 1844 in Elford, England.


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