Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
Bei AMAZON bestellen Mehr Infos

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
Bei AMAZON bestellen Mehr Infos

Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3

Admiral Sir Charles Bullen

 Admiral Sir Charles Bullen

* 10. September 1769 in Newcastle-upon-Tyne           † 2. Juli 1853 in Shirley

Charles Bullen wurde am 10. September 1769 als Sohn von John Bullen, seines Zeichens General-Chirurg der Navy auf der nordamerikanischen Station, in Newcastle-upon-Tyne geboren.
Bullen trat am 16. Februar 1779 in die Navy ein. Seine erste Dienstzeit führte ihn im Rahmen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges vor die nordamerikanische Küste. Als Freiwilliger 1. Klasse, später Midshipman diente er zunächst auf den Linienschiffen EUROPE (64 - William Swiney) und RENOWN (50 - George Dawson), dann auf der Sloop LOYALIST und schließlich auf der HALIFAX unter Kapitän Bower. Während seines Dienstes nahm er u.a. an der Blockade von Charleston 1780 teil. Als Bullen im Juli 1781 auf der RENOWN die Heimreise nach England antrat, wäre seine bis dahin kurze Karriere beinahe schon vorbei gewesen, denn das Linienschiff wurde in einem Sturm völlig entmastet und erreichte nur mit Mühe und Not die Heimat.

1786 setzte Charles Bullen seine Marinekarriere als Fähnrich an Bord der CULLODEN (74 - Sir Thomas Rich) in der Kanalflotte fort. Im Juli 1789 wechselte er auf die LEANDER (50 - Konteradmiral Joseph Peyton) ins Mittelmeer und wurde dort am 9. Januar 1791 auf der Fregatte MERCURY (28 - Augustus Montgomery) diensttuender Leutnant. Am 9. August 1791 wurde er dann zum Leutnant befördert und auf die EURYDICE (24 - George Lumsdane) versetzt, im Dezember jedoch bereits wieder auf Halbsold gesetzt. Ebenfalls 1791 hatte er geheiratet. Die Ehe sollte über 50 Jahre lang halten - bis zum Tode seiner Frau.

Im Dezember 1792 ging Leutnant Bullen dann an erneut an Bord der CULLODEN (74 - Sir Thomas Rich), mit der er im April 1793 am gescheiterten Angriff auf Martinique teilnahm. Im März 1794 wechselte er auf die RAMILLIES (74 - Henry Harvey, später Richard Bickerton) und erlebte an Bord dieses Linienschiffes die berühmte Seeschlacht des Glorious First of June im Mai / Juni 1794.

 Glorious First of June - Schlacht vor Ushant

1796 wechselte Bullen auf die OVERYSSEL (64) und wurde am 17. Januar 1797 Erster Offizier auf der MONMOUTH (64 - Earl of Northesk, später Jason Walker), die vor der holländischen Küste stationiert war. Während der Meuterei auf der Nore im Mai / Juni 1797 wurde Bullen von den Meuterern fast getötet.

Am 11. Oktober 1797 kämpfte Leutnant Charles Bullen in der Schlacht vor Kamperduin (Camperdown), in der Admiral Duncan der holländischen Flotte eine schwere Niederlage zufügte. Die MONMOUTH rang u.a. die DELFT (54) nieder und Charles Bullen nahm das geschlagene und schwer beschädigte Schiff als Prisenoffizier in Besitz. Er konnte jedoch nicht verhindern, daß die angeschlagene DELFT drei Tage später, am 14. Oktober 1797, in einem Sturm sank. Bullen blieb aus Sorge um die Verwundeten unter Einsatz seines Lebens an Bord, mußte schließlich aber selbst ins Wasser und hatte großes Glück, noch rechtzeitig die MONMOUTH zu erreichen.

Kanonen, Karronaden, Chaos - die Seeschlacht von Camperdown 1797

Wie nach erfolgreichen Schlachten oder Duellen üblich, wurden die Ersten Offiziere der beteiligten Schiffe befördert (15 an der Zahl) und so wurde aus Leutnant Charles Bullen am 2. Januar 1798 der Commander Charles Bullen.

Aus unbekannten Gründen blieb Bullen bis 1801 auf Halbsold, in einem Zeitraum, in dem die Briten immerhin viele berühmte Schlachten und Duelle zur See fochten wie z.B. Abukir, Algeciras oder Kopenhagen.
Ebenfalls ungewöhnlich gestaltete sich Bullen Aufgabe, mit der er im Juni 1801 wieder in das Geschehen eingriff. Als Kommandant der WASP (14) gelang es ihm, entscheidend dazu beizutragen, das von den Briten als Stützpunkt u.a. gegen den Sklavenhandel genützte Sierra Leone vor der Eroberung durch feindliche Stämme zu schützen. Für seine Verdienste an diesem eher vergessenen, aber nicht weniger wichtigen Schauplatz der Geschichte wurde Charles Bullen am 29. April 1802 zum Kapitän zur See befördert.

Bis 1804 erhielt Bullen Stellvertreterposten und kleinere Aufgaben wie die Organisation von Küstenverteidigungen. Dann, im Mai 1804, wurde er von Konteradmiral William Carnegie, Earl of Northesk, als Flaggkapitän der BRITANNIA (100) angefordert. Mit diesem Schiff nahm Bullen dann an der berühmten Schlacht von Trafalgar vom 21. Oktober 1805 teil. Ursprünglich sollte die BRITANNIA ein Geschwader in Nelsons der Weather Column anführen, doch sie fiel schon bei der Annäherung an den Gegner aus der Linie. Während nämlich ihre schwere Besegelung bei stärkerem Wind bemerkenswert war, so war die Fast-Flaute am Trafalgar-Tag Gift für das riesige Schiff - Bullen war machtlos und verpasste einen großen Teil der Schlacht, wurde aber wie alle anderen Kommandanten nach der siegreichen Schlacht mit der Trafalgar-Medaille geehrt.

 Schlacht von Trafalgar

Er kommandierte die BRITANNIA bis zu ihrer Ausserdienststellung im Juni 1806.

Im September 1807 bekam Bullen das Kommando über die VOLONTAIRE (38), mit der er im Oktober 1809 unter Vizeadmiral Collingwood und Konteradmiral Martin maßgeblich an der Verfolgung und Vernichtung der beiden französischen Linienschiffe ROBUST und LION beteiligt war. Am 30. Oktober desselben Jahres nahm Bullen mit seinem Schiff unter Hallowell an einem erfolgreichen Angriff auf einen französischen Konvoi in der Bucht von Rosas teil.

Anfang 1811 wechselte Bullen im Kommando auf die CAMBRIAN (40) und unterstützte im Peninsula-Krieg der Spanier gegen die französischen Besatzer von See her die Aktionen der Rebellen. Bei Selva wurde Bullen verwundet, als er mit einem Landungskommando eine feindliche Batterie zerstörte.

Erst 1814 griff Kapitän Bullen wieder ins Geschehen ein, als er Hafenkommandant von Antwerpen wurde und später auf der nordamerikanischen Station kommandierte. Am 4. Januar 1814 wurde er als Compagnion of the Bath in den berühmten Orden aufgenommen.
Von 1817 bis 1823 lebte Bullen dann wieder auf Halbsold an Land.

Im Dezember 1823 wurde er zum Kommodore befördert und hisste seinen Stander auf der Fregatte MAITLAND, mit der er bis 1827 vor der Küste Afrikas dem Sklavenhandel entscheidende Schläge zufügte.
Am 22. Juli 1830 wurde Bullen Werftdirektor in Pembroke. 1835 wurde er Ritter des Bath-Ordens. Im Januar 1837 erreichte Bullen dann den Rang eines Konteradmirals und im November 1846 wurde er Vizeadmiral.

 Horatio Nelson Horatio Nelson
Kategorie(n): Biografien & Erinnerungen
von Jann M. Witt
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 600 Seiten - Koehlers Verlagsges. -

Erscheinungsdatum: SEPTEMBER 2005
 The Pursuit of Victory: The Life and Achievement of Horatio Nelson The Pursuit of Victory:
The Life and Achievement of Horatio Nelson
von Roger Knight
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 600 Seiten - Allan Lane

Erscheinungsdatum: 7. Juli 2005

Das mit Abstand kompletteste und m.E. auch beste Werk über Nelson, weil eingebettet in die präzise Beschreibung seines historischen Umfeldes.

Zurück zu seeschlacht.tk

Copyright © 2005 by T. Coladores

E-Mail