Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Brian Lavery - The Ship of the Line. Vol. I: The development of the battlefleet 1650 - 1850.


 Social History of the Navy 1793-1815
Social History of the Navy 1793-1815
Prädikat: Besonders wertvoll
von Michael Lewis
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 468 Seiten - Chatham Publishing -
Erscheinungsdatum: Juli 2004

Admiral Sir Edward Chetham-Strode

Kein Bild von Admiral Edward Chetham Strode verfügbar

* Juli 1775 in Mellor Hall bei Derby (?)           † 1862 in ?

Edward Chetham wurde im Jahre 1775 als Sohn des hohen Zollbeamten Thomas Chetham und dessen Gattin Anne, geborene Strode, geboren. Sein Geburtsort ist vermutlich Mellor Hall bei Derby.
1786 trat der junge Edward in die Royal Navy ein. Im Mai 1789 ging er an Bord der CENTURION (50 - W. A. Otway), dem Flaggschiff seines Förderers Admiral Affleck. Auf diesem in Port Royal auf Jamaika stationierten Schiff diente Chetham bis August 1792. Dabei hatte der 15jährige Fähnrich 1790 eine schwere Aufgabe zu lösen, als er im Auftrag des Kapitäns in den Gassen Port Royals zwei Deserteure zu stellen hatte. Bei dieser Gelegenheit sah Chetham sich genötigt, einen der flüchtigen Männer niederzuschießen und schwer zu verletzen.
Auch der Hilfseinsatz der CENTURION in den Häfen von St. Domingue (Französisch-Hispaniola) während des blutigen Sklavenaufstandes auf der Insel 1791 hat sicherlich einen nachhaltigen Eindruck bei dem jungen Offiziersanwärter hinterlassen.
1792 wechselte der Fähnrich zunächst auf das Linienschiff DUKE (90 - Holloway), kurz darauf dann auf die Sloop SCOUT (14 - Hanwell), um schließlich Ende 1793 als diensttuender Leutnant an Bord der VICTORY (100 - John Knight) zu gehen. An Bord dieses berühmten Schiffes erlebte er am 18. Dezember 1793 die Evakuierung des von den Engländern besetzten Hafens von Toulon (Frankreich) und die Belagerungen bzw. Eroberungen der korsischen Häfen St. Fiorenzo (19. Februar 1794) und Bastia (20. Mai 1794).
Am 18. August 1794 wurde Chetham zum Leutnant befördert und kam in dieser Funktion an Bord des Linienschiffes AGAMEMNON (64) unter Kapitän Horatio Nelson.
An Bord dieses Schiffes kämpfte der junge Leutnant am 13. und 14. März 1795 in der Seeschlacht im Golf von Genua ("Hothams erstes Gefecht"), als die englische Flotte unter Vizeadmiral Hotham auf die französische Flotte unter Konteradmiral Martin traf. Chetham wurde verwundet und mußte nach England zurückkehren, wo er im Juli 1795 eintraf.
Im November 1795 bekam er eine Leutnantsstelle auf der DEFIANCE (74 - T. Jones) in der Kanalflotte, wo er bis 1798 Dienst tat.
Im November 1798 wurde Chetham Leutnant und 1. Offizier auf der Fregatte SEINE (38 - David Milne).
1799 geleitete die SEINE einen Konvoi zur Westküste Afrikas und wurde dann in der Karibik eingesetzt.
Am 21. August 1800 sichtete, stellte, entmastete und eroberte die SEINE in der Mona-Passage (Santo Domingo) die französische Fregatte VENGEANCE (40) unter Kapitän Pichot.
Noch im Jahr 1800 wurde Chetham deswegen zum Commander befördert.
Trotz der Beförderung verblieb Commander Chetham unter dem Kommando von Kapitän David Milne bis Mai 1801 an Bord der SEINE.

Das verschollene Schiff

Das verschollene Schiff
von Wilder Perkins
Sprache: Deutsch
Broschiert - 283 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum:2002

Leutnant Bartholomew Hoare ist der Sherlock Holmes der napoleonischen Ära. Mit dem Handicap einer versagenden Stimme, dafür aber mit einem messerscharfen Verstand ausgerüstet löst Hoare den Fall des verschwundenen Schiffes, während der Autor dem Leser einen wunderbaren Einblick in diese Ära gibt.

 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

British Napoleonic Ship-Of-The-Line (New Vanguard)
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Sprache: Englisch
Taschenbuch - 48 Seiten - Osprey Publishing (UK)
Erscheinungsdatum: 1. November 2001

Einige Jahre blieb Chetham dann auf Halbsold, bis er 1806 die Sloop SALLY (16), ein von der Royal Navy angemietetes Schiff, in die Nordsee führte.
Im Rahmen des vierten Koalitionskrieges wurde jedoch die Stadt Danzig (Gdansk) von den Franzosen belagert und Chetham führte ein kleines Geschwader Sloops in die Weichsel-Mündung, um die preußisch-russische Verteidigung zu unterstützen.
Er hatte die Danziger Bucht am 12. April 1807 erreicht und versuchte am 17. April 1807 mit der SALLY vergeblich, die unterbrochene Verbindung zwischen Hafen und Stadt wieder aufzunehmen. Sein Duchbruchsversuch über den Fluß wurde von französischer Infanterie zurückgeschlagen.
Auch weitere Versuche, den Verteidigern von Danzig mit kombinierten Marine- und Landunternehmen Entlastung und Nachschub zu bringen, scheiterten unter großen Verlusten, u.a. auch des bewaffneten Transportschiffes DAUNTLESS (18 - Christopher Strachey).
Danzig kapitulierte am 24. Mai 1807, doch Chetham gelang es immerhin, einen Teil der Truppen, die den Hafen schützten, über See zu evakuieren. Der preußische König bedankte sich wenige Tage später bei Chetham, als dieser Pillau anlief.
Am 13. Oktober 1807 wurde Edward Chetham wegen seines Beitrages bei der Verteidigung Danzigs zum Kapitän zur See befördert. Er scheint aber nicht sofort ein Kommando bekommen zu haben, sondern diente offensichtlich in der Kanalflotte unter Admiral Lord Gambier.
Im Juni 1809 wurde Chetham in Vertretung Kapitän auf der ILLUSTRIOUS (74) und nahm im Juli 1809 an der Walcheren-Expedition, der Truppenlandung in den Niederlanden, teil. Am 9. August 1809 wurde er dann von Kapitän William Robert Broughton wieder im Kommando abgelöst.
Wie viele andere Teilnehmer des Invasionsversuches holte er sich bei der Landung im Sumpfgebiet der Schelde das Walcheren-Fieber, offensichtlich eine Form der Malaria, unter der der Kapitän in den nächsten Monaten intensiv litt.
Im Juni 1810 heiratete Chetham jedoch Margaret Dean, mit der er später 5 Söhne und 3 Töchter haben sollte.
Trotz der Hochzeit und des immer wieder auftretenden Fiebers übernahm Chetham ebenfalls im Juni 1810 die LEYDEN (64), mit der er Truppen nach Sizilien verschiffte und dabei unangenehme Bekanntschaft mit landgestützten, feindlichen Geschützbatterien in der Straße von Messina machte. Die LEYDEN pendelte in den nächsten Monaten als Truppentransporter (en flute) zwischen England, Lissabon und dem Mittelmeer.
Am 7. Mai 1812 wurde Chetham Kommandant der Fregatte HAMADRYAD (36). Nach zwei Monaten als Späher vor Cherbourg wurde Chetham anläßlich des Rußlandfeldzugs von Kaiser Napoleon in die Ostsee beordert, wo er u.a. vor Langeland dänische Gewässer unsicher machte und so manche kleinere Prise erbeutete.

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Im Februar 1813 kehrte die HAMADRYARD zurück nach England und wurde am 28. Februar 1813, vermutlich infolge eines Irrtums eines französischen Kaperkapitäns, von einem feindlichen Lugger angegriffen. Chetham erwiderte das Feuer und versenkte den kleineren Gegner, ohne daraufhin wegen des ungünstigen Windes irgend etwas für die Rettung der Besatzung tun zu können.
Noch im selben Jahr kehrte die HAMADRYAD vor die Küste Dänemarks zurück und erbeutete am 13. Dezember 1813 im Kattegatt den dänischen Kutter ABIGAIL unter Leutnant Kierulf.
1814 diente die HAMADRYARD auf der Neufundland-Station. Chetham erntete im selben Jahr den öffentlichen Dank der Kaufmannsgilde, als er den Handelssegler PARAGON durch einen schweren Sturm in Sicherheit schleppen konnte.
Im Januar 1815 kehrte Chetham mit seiner Fregatte nach England zurück. Am 7. Februar 1815 wurde die HAMADRYARD abgemustert.
Im Mai 1816 bekam Chetham das Kommando über die LEANDER (58), das Flaggschiff von Konteradmiral David Milne. Mit diesem Schiff nahm der Kapitän am 27. August 1816 an Vizeadmiral Lord Exmouth Angriff auf Algier teil. Obwohl die Briten am Ende dem Dey von Algier eine Niederlage zufügten, die vom algerischen Fürsten genommenen Geiseln und hunderte von Skaven befreiten, war der Sieg teuer. Die LEANDER verlor 17 Mann und hatte 118 Verwundete. Obwohl allein Chethams Schiff 4116 Kugeln, ganz zu schweigen von Trauben- und Kannistergeschossen, auf den Hafen abgefeuert hatte, wurde die Entscheidung aber wohl von den Brandsätzen der Congreve-Raketen herbeigeführt.
Am 3. September 1816 kehrte die LEANDER nach England zurück und wurde repariert. Dann wurde das Flaggschiff Milnes in Halifax stationiert. Chetham kommandierte das Linienschiff noch bis 1819.

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Sein Werdegang danach ist mir weniger bekannt. Am 23. November 1841 wurde Chetham zum Konteradmiral der weißen Flagge befördert.
Am 8. Mai 1845 wurde er zum Ritter (KCB) des exklusiven Bath-Ordens geschlagen. Ebenfalls 1845 nahm er den Namen Strode in seinen Nachnamen auf.
1852 wurde Sir Edward Chetham-Strode zum Vizeadmiral befördert. 1857 stieg er dann zum Admiral auf.
Admiral Sir Edward Chetham-Strode starb 1862 im damals biblischen Alter von 87 Jahren.


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