Remember Nelson: The Life of Sir William Hoste Remember Nelson:
The Life of Sir William Hoste

von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 256 Seiten
Erschienen bei Pen & Sword Books / Leo Cooper -

Erscheinungsdatum: April 2005
A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith

A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith
von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 276 Seiten - Pimlico
Erscheinungsdatum:1998

Admiral Sir Sidney Smith hielt sich für einen zweiten Nelson...
und war tatsächlich eine Art James Bond der napoleonischen Zeit.

Edward Codrington

 Edward Codrington

* 27. April 1770 in Dodington Park           † 28. April 1851 in London

Edward Codrington wurde am 27. April 1770 auf dem Erbgut seines Vaters in Dodington Park, Gloucestershire geboren. Er war der dritte Sohn des Baronet Sir Edward Codrington und dessen Frau Ann, geb. Sturgeon.
Der kleine Edward wurde in Harrow erzogen und ging am 18. Juli 1783 zum ersten Mal an Bord bzw. trat in die Royal Navy ein.

Sein erstes Schiff war die Yacht AUGUSTA, danach diente er auf der Sloop BRISK, der Fregatte ASSISTENCE (44 - Herbert Sawyer) und dem 50-Kanonen-Schiff LEANDER (50 - Herbert Sawyer). Als Fähnrich war er auf der AMBUSCADE (32), der FORMIDABLE und der QUEEN CHARLOTTE unter Admiral Lord Howe.

An Bord dieses Schlachtschiffes wurde er am 28. Mai 1793 zum Leutnant befördert.
Codrington nahm an Bord des Flaggschiffes an der berühmten Schlacht des Glorious First of June teil, die am 28. / 29. Mai und 1. Juni 1794 stattfand und von den Engländern unter Lord Howe als großer Sieg gefeiert wurde.

 Glorious First of June - Schlacht vor Ushant

Codrington war einer der Auserwählten, die die Nachricht vom Sieg überbringen durften (offensichtlich schickte man präventiv mehr als einen Boten, um sicherzugehen). Der Tradition nach siegreichen Schlachten folgend wurden die Boten befördert und so wurde Codrington am 7. Oktober 1794 zum Commander auf dem Feuerschiff COMET (14) gemacht.

Schon am 6. April 1795 wurde Codrington dann zum Kapitän zur See befördert und kommandierte die Sloop BABET (20). Mit diesem Schiff war er am 23. Juni 1795 in der erfolgreichen Schlacht vor der Ile de Groix dabei, als Lord Bridports Flotte auf die von Admiral Villaret-Joyeuse traf.

Im Juli 1796 bekam Edward Codrington das Kommando über die Fregatte DRUID (32).
Am 7. Januar 1797 war die DRUID bei der Eroberung der französischen Fregatte VILLE DE L'ORIENT (en flute) dabei und Codrington brachte die Prise nach England.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3

Von 1798 bis 1805 blieb Codrington auf Halbsold an Land. Am 27. Dezember 1802 heiratete er Jane Hall, mit der er u.a. zwei Söhne hatte - Henry John Codrington and Edward Codrington - die später ihrerseits eine Marinekarriere begannen.

Am 24. Mai 1805 kehrte Kapitän Edward Codrington auf See zurück und übernahm das Kommando über das 74 Kanonen tragende Linienschiff ORION (74) im Blockadegeschwader von Vizeadmiral Cuthbert Collingwood vor Cadiz. In den Hafen der spanischen Stadt hatte sich die französisch-spanische Flotte des Vizeadmirals Pierre Villeneuve, verfolgt von den Schiffen Lord Nelsons, zurückgezogen. Als Villeneuve am 19. Oktober mit seinen Schiffen Cadiz verließ, wurde er von Nelson und Collingwood am 21. Oktober 1805 vor Kap Trafalgar gestellt und in einer blutigen Seeschlacht vernichtend geschlagen. Die Engländer griffen in zwei Keilformationen an, Codringtons ORION gehörte zur Weather Column unter Nelson.

 Trafalgar

Die ORION erreichte als die taktische Nr. 8 ihrer Angriffssäule erst spät den Gegner. Dann aber rettete sie die bedrängte AFRICA (64 - Henry Digby), schlug dann die SWIFTSURE (74 - L'Hospitalier-Villemadrin), um später die INTREPIDE (74 - Louis Infernet) zur Kapitulation zu zwingen.
Wie alle Trafalgar-Kommandanten erhielt Edward Codrington eine Goldmedaille, den Ehrensäbel der Patriotischen Vereinigung und den Dank des Parlaments.

Im Dezember 1806 ging Codrington zunächst wieder an Land.
Im November 1808 übernahm er das Kommando des Linienschiffs BLAKE (74), das während der gescheiterten Walcheren-Expedition 1809 als Flaggschiff von Lord Gardner diente.
Dabei geriet die BLAKE am 14. August 1809 in eine schwierige Lage, als sie ohne Lotsen an Bord an feindlichen Batterien vorbei ihren Weg über Untiefen hinweg suchen mußte, um die Landungstruppen zu unterstützen. Die BLAKE lief auf eine Sandbank und dies auch noch in Reichweite der holländischen Batterien.
Obwohl das Schiff von glühenden Kugeln zweimal in Brand geschossen wurde und permanent unter Beschuß blieb, kam es durch Codringtons Manöver schließlich wieder frei und konnte Gardner und Strachan die erwünschte Hilfe bringen. Gardner zollte später seinem Flaggkapitän höchstes Lob für diese Leistung.

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Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights


Von 1810 bis 1813 wurde Codrington mit der BLAKE im Rahmen des spanisch-französischen Peninsula-Krieg an Spaniens Küsten eingesetzt. Zunächst brachte er im August 1810 vier spanische Linienschiffe, vollgepackt mit Flüchtlingen aus dem belagerten Cadiz nach Menorca. 1811 leistete er bei der Verteidigung und Evakuierung von Tarragona unverzichtbare Dienste. 1812 spielte Codrington u.a. bei der Wiedereroberung Tarragonas eine wichtige Rolle. Als er 1813 nach England zurücksegelte, war sein Name in ganz Katalonien bekannt.

Codrington wurde für seine Verdienste am 4. Dezember 1813 zum Colonel der Marineinfanterie ernannt. Diese Beförderung war sowohl Ehrung als auch materielle Belohnung (wg. dem Sold !).

Die nächste Station seiner Karriere war der amerikanisch-englische Krieg, der 1812 ausgebrochen war. An Bord der FORTH (40) operierte er an der nordamerikanischen Küste, bis er am 4. Juni 1814 zum Konteradmiral befördert wurde und seine Flagge auf der TONNANT (80) setzte. Im Verlaufe des Krieges unterstützte er entscheidend die englischen Vorstösse auf Washington und Baltimore. Beim berühmten Angriff auf New Orleans war Codrington an Bord der HAVANNAH (40) ebenfalls dabei.

Nach dem Ende der Feindseligkeiten kehrte Codrington Anfang 1815 nach England zurück. Dort wurde er am 2. Januar 1815 als KCB in den exklusiven Bath-Orden aufgenommen.

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Am 27. Mai 1825 wurde Sir Edward Codrington zum Vizeadmiral befördert.

1826 wurde Codrington Oberkommandierender im Mittelmeer und zwar zu einem Zeitpunkt, als der Freiheitskampf der Griechen gegen das Osmanische Reich die Aufmerksamkeit ganz Europas erregte. Er setzte seine Flagge auf der ASIA (84 - Edward Curzon).
Als sich 1827 im Hafen von Navarino, Pylos eine türkische Flotte unter Ibrahim Pascha sammelte, beschlossen die europäischen Mächte, namentlich England, Frankreich und Russland, die griechische Zivilbevölkerung vor Übergriffen zu schützen. Eine russisch-französisch-englische Flotte unter dem Oberbefehl von Vizeadmiral Sir Edward Codrington lief deswegen am 20. Oktober 1827 in den Hafen von Navarino ein. Die beiden Flotten gerieten - möglicherweise ungeplant - aneinander, es kam zur berühmten Schlacht von Navarino und die türkische Flotte, kräftemäßig übrigens unterlegen, wurde vernichtet.

Der siegreiche Admiral erhielt Ehrungen und Orden aus Frankreich, Russland und Griechenland, aber die englische Innenpolitik führte zu seiner Ablösung im Jahre 1828.
Codrington bekam dann 1831 das Kommando über die Kanalflotte und setzte seine Flagge auf der CALEDONIA (120). Von 1832 bis 1840 saß er für Davenport im Parlament.
Am 10. Januar 1837 wurde er zum Admiral befördert, doch im selben Jahr starb seine Frau Jane.
Am 22. November 1839 übernahm Codrington noch einmal ein Oberkommando in Portsmouth, das er bis Dezember 1842 innehatte. Danach setzte er sich zur Ruhe.

Admiral Sir Edward Codrington starb am 28. April 1851 in London.

Übrigens: Edward Codrington taucht in Dudley Pope´s Ramage bei Trafalgar als Nebenfigur auf...

 The Real Hornblower: The Life and Times of Admiral Sir James Gordon, GCB

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von Bryan Perret
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 168 Seiten - Naval Institute Press
Erscheinungsdatum: Mai 2000

Der Autor schildert fast ohne zeitliche Lücken das Leben des Admiral Sir James Gordon vor dem Hintergrund von C.S. Foresters berühmter Romanfigur Horatio Hornblower. Perret zeichnete aus den Quellen - Zeitungsartikel, Briefe, Logbücher und Gordons unveröffentlichten Autobiographie - ein präzises Bild des realen Hornblower.

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