Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Seeschlacht
Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Vizeadmiral Lord Cuthbert Collingwood

Vizeadmiral Lord Cuthbert Collingwood

* 26. September 1748 in Newcastle - 7. März 1810 † an Bord VILLE DE PARIS vor Minorca

Kurzbiographie

Cuthbert Collingwoods Vater war ein gutsituierter Kaufmann aus Newcastle, der seinen Söhnen durch seine Beziehungen bei einflußreichen Förderern in Armee und Marine unterbrachte. Der kleine Cuthbert trat, wie es damals üblich war, bereits als 13jähriger Junge im Jahre 1761 in die britische Navy ein. Er wurde also schon früh in Nautik und Seemannschaft unterwiesen. 1764 wurde Collingwood Offiziersanwärter bzw. Fähnrich. Seine seemännische Ausbildung erhielt er vor allem vor der Küste Amerikas unter Kapitän, später Konteradmiral Preston. 1767 machte Collingwood sein Steuermannsexamen, 1775 wurde er zum Leutnant befördert. Der junge Collingwood war ein konsequenter Seeoffizier, der sich nicht scheute, offensichtliche Fehler seiner Vorgesetzten ebenso offen anzusprechen. 1777 mußte er sich deswegen wegen Befehlsverweigerung vor einem Kriegsgericht verantworten, wurde aber freigesprochen. 1779 wurde Collingwood zum Commander befördert. 1780 erreichte er als Kommandant der Fregatte HINCHINGBROKE den Rang eines Kapitäns zur See und nahm wie auch sein Kollege Horatio Nelson an der Expedition gegen San Juan teil.
1781 verlor er als Kapitän der PELICAN (24) sein Schiff, das in den Morant Keys strandete. 1790 kommandierte Collingwood die MERMAID (32), bis er auf das Linienschiff BARFLEUR (98) wechselte.
Als Kapitän dieses Schiffes nahm er im Mai/Juni 1794 an einer der berühmtesten Seeschlachten (28. Mai bis 1. Juni 1794) dieser Zeit teil, am Treffen des sogenannten Glorious First of June.

 Glorious First of June - Schlacht vor Ushant
Die Seeschlacht vor Kap St. Vincent

Die englischen Kommandanten dieser Schlacht erhielten später als Auszeichnung eine Goldmedaille, doch aus heutiger Sicht gilt die Schlacht eher als ein Unentschieden, weil auch die zahlenmäßig unterlegene französische Flotte ihre Ziel, den Schutz eines gigantischen Handelskonvois, erreichen konnte.
Seit 1795 kommandierte Collingwood als Flaggkapitän des Konteradmirals Boyer  die EXCELLENT (74), mit der er am 14. Februar 1797 unter dem Kommando von Admiral Sir John Jervis, später Earl St. Vincent, an der Schlacht vor Kap St. Vincent teilnahm. In dieser Schlacht steuerte der junge Kommodore Horatio Nelson auf der CAPTAIN (74) gegen die Befehle seines Admirals mitten in eine spanische Linie hinein , stürzte sich auf gleich zwei spanische Schlachtschiffe und sprengte durch sein Manöver die spanische Aufstellung. Collingwood kam seinem Freund zur Hilfe und deckte ihn vor weiteren feindlichen Schiffen, als die CAPTAIN (74) manövrierunfähig neben den spanischen Linienschiffen SAN JOSEF (112) und SAN NICOLAS (80) lag. Beide Kommandanten trugen damit entscheidend zum historischen Sieg der Briten über die spanische Flotte bei Kap St. Vincent bei.

 Trafalgar's Lost Hero: Admiral Lord Collingwood and the Defeat of Napoleon

Trafalgar's Lost Hero: Admiral Lord Collingwood and the Defeat of Napoleon
von Max Adams
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 328 Seiten - John Wiley & Sons
Erscheinungsdatum: Juli 2005

Die Schlacht bei Trafalgar 1805 war zwar ein glänzender Sieg Lord Nelsons, doch die Schlacht zuende gekämpft und die Meriten des Sieges bewahrt hat sein Freund Cuthbert Collingwood, der immer im Schatten des grossen Seehelden gestanden hat - zu Unrecht, wie dieses Buch zeigt.

1799 wurde Collingwood zum Konteradmiral befördert und  verbrachte die Jahre 1800 bis 1802 in der berühmten Kanalflotte, die die zermürbende Blockade der französischen Atlantikküste betrieb. Als die französische Flotte aus Brest ausbrach und in´s Mittelmeer lief, war Collingwood unter den Verfolgern. Doch die Franzosen kehrten schließlich unverichteter Dinge nach Brest zurück
Nachdem der Frieden von Amiens 1803 zerbrach, kehrte er unter Admiral Cornwallis zur Blockade vor die französische Küste zurück. 1804 wurde Collingwood zum Vizeadmiral befördert.
1805 schloß er sich als Verstärkung  Lord Nelsons Mittelmeergeschwader an, das die französische Flotte unter Villeneuve in die Karibik und zurück nach Europa verfolgte. Bei der Schlacht von Trafalgar am 22. Oktober 1805 war Collingwood Zweitkommandierender hinter Lord Nelson und befehligte einen der beiden berühmten Angriffskeile. Als Nelson in der Schlacht fiel, übernahm er das Kommando über die zu diesem Zeitpunkt freilich schon siegreiche Flotte. Nelson hatte vor seinem Tode noch befohlen, die Schiffe zu ankern, um dem drohenden Sturm zu begegnen. Collingwood sah sich jedoch gezwungen, die Flotte und die eroberten spanischen und französischen Schiffe weiter auf See hinaus zu führen, weil die meisten Schiffe infolge der Schlacht technisch nicht in der Lage waren, sicher vor Anker zu gehen. Collingwood verlor zwar kein einziges englisches Schiff, aber viele der eroberten Schiffe gingen verloren. Dies machte man dem Vizeadmiral später oft - vermutlich fälschlich - zum Vorwurf.
Ungeachtet dieser Vorwürfe wurde Collingwood nach Trafalgar mit Titeln, Ehren und finanziellen Vergünstigungen überhäuft, wie es in England zu dieser Zeit für Kriegshelden üblich war. Lord Collingwood folgte dem gefallenen Nelson im Oberkommando Mittelmeer nach und behielt es bis zu seinem Tode im Jahre 1810


 Trafalgar Der Kurs der PHOENIX - Entscheidung vor Kap Ortegal

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