Seeschlacht.tk - Die Seekriege, Seeschlachten und Duelle auf See von 1775 bis 1815
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
Bei AMAZON bestellen Mehr Infos

Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3

Who Was Who in the Napoleonic Wars Who Was Who in the Napoleonic Wars
von Philip J. Haythornthwaite
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 320 Seiten - Weidenfeld Military -
Erscheinungsdatum: August 1998

Rund 900 Kurzbiographien mit 300 Bildern porträtieren
vor allem die Militärs und politischen Protagonisten der napoleonischen Kriege.
Inklusive des amerikanisch-englischen Kriegs von 1812.

Sir William Congreve

Sir William Congreve

* 20. Mai 1772 in Kent, England           † 16. Mai 1828 in Toulouse ,Frankreich

William Congreve wurde am 20. Mai 1772 als ältester Sohn des Generals Sir William Congreve ( † 1814) in Kent geboren. Congreve erfuhr eine ausgezeichnete Ausbildung: Zunächst besuchte er die Singlewell School in Kent, dann von 1788 bis 1793 das Trinity College in Cambridge. Dort schloß er mit dem Bachelor of Arts ab und machte 1795 seinen Master of Arts. Im selben Jahr wechselte Congreve nach Middle Temple, eine von vier Eliteschulen für Rechtsanwälte des damaligen England.
Congreve nützte seine vielseitige Ausbildung und seine Kontakte zum Militär zu einer Reihe von Erfindungen und Innovationen bzw. deren Erprobung.
Bekannt wurde der Gelehrte vor allem durch die Einführung der nach ihm benannten Congreve-Rakete, die eine wesentliche Verbesserung der in Indien verwendeten, instabilen Artillerieprojektile darstellte. Congreve fand hier eine recht einfache Lösung, um die Präzision der Waffe zu erhöhen, indem er nach chinesischen Vorbildern einen langen Stab an dem Raketentreibsatz befestigte.
Seit 1804 erprobte Congreve dann in Kooperation mit dem Militär seine Waffe bei vielen verschiedenen Gelegenheiten:
Im November 1805 nahm er an Sir Sidney Smith´ Angriff auf die französische Invasionsflottille in Boulogne teil, das schlechte Wetter offenbarte jedoch zunächst nur die eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten seiner Erfindung. 1806 wiederholte Congreve einen Einsatz seiner Raketen gegen dasselbe Ziel, diesmal auch mit zählbarem Erfolg.
Dies führte dazu, dass die Congreve-Raketen in zunehmenden Ausmaß zunächst von See her, später auch landgestützt eingesetzt wurden, ohne jedoch jemals wirklich größere militärische Bedeutung zu erlangen. Trotzdem erinnert man sich noch heute ihres spektakulären Fluges und Effektes beim Bombardement von Kopenhagen 1807, 1809 bei Admiral Gambiers Angriff auf die französische Flotte vor der Île d’Aix, bei der Bombardierung von Vlissingen 1814 und bei der Belagerung einiger deutscher Städte (Glückstadt, Wittenberg, Danzig) sowie 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig.
Die wohl nachhaltigste Wirkung der Congreve-Raketen hat sich ausgerechnet im nationalen Erbe der USA niedergeschlagen, denn im Krieg beider Staaten während des Angriffs gegen Fort Henry bei Baltimore im September 1814 inspirierten die von den Briten gegen die Amerikaner abgeschossenen Raketen Francis Scott Key zu einer Zeile (...and the rockets red glare...) für sein Lied "The Star-Spangled Banner", das später zur amerikanischen Nationalhymne wurde.


Congreve-Raketen

Der eigentlich gar nicht zum Militär gehörige Erfinder Congreve war bei der Schlacht von Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) sogar selbst vor Ort und kommandierte eine seiner seit 1809 vom Parlament genehmigten Raketen-Kompanien
1811 bekam Congreve den militärischen Rang eines Lieutenant Colonel ehrenhalber und wurde danach nur noch als "Colonel Congreve" angeredet. Er blieb ein gefragter Mann:
Sowohl 1810 als auch 1811 war er Stallmeister des englischen Prinzregenten, 1811 wurde der Erfinder zum Fellow of the Royal Society gewählt, womit er einem einflußreichen Gelehrtengremium angehörte. 1812 zog er für den Bezirk Gatton ins Parlament ein. 1813 konstruierte er im Auftrag der englischen Admiralität eine neue Kanone mit einem Rückstoßauffänger. Militärisch nutzbar erschienen auch ein von ihm erfundener Zeitzünder, ein Fallschirm für seine Raketen und Verbesserungen bei der Herstellung von Schießpulver.
Neben seinen miltärischen Erfindungen und Kreationen beschäftigte sich Congreve aber auch mit anderen Innnovationen:
Die sogenannte Congreve-Uhr stammt von ihm, er entwarf eine spezielle Kanal-Schleuse und erfand (damals) fälschungssichere Banknoten, um nur einige seiner zahlreichen Innovationen zu nennen, die sich natürlich nicht alle im Gebrauch durchsetzten.

 A Treatise on the General Principles, Powers and Facility of Application of the Congreve Rocket System, as Compared with Artillery

A Treatise on the General Principles, Powers and Facility of Application of the Congreve Rocket System, as Compared with Artillery
von Sir William Congreve
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 104 Seiten - Adamant Media Corporation
Erscheinungsdatum:November 2005

Ein Faksimile-Reprint des Buches von Congreve, das 1827 bei Longman, Rees, Orme, Brown, and Green in London erschien.

1814 übernahm Congreve neben der erbliche Baronets-Würde seines verstorbenen Vaters auch dessen ehemaliges Amt eines Comptrollers of the Navy, machte sich in artilleristischen Militärkreisen aber keine Freunde.
1817 wurde der "Raketenmann" trotzdem zum oberster Stallmeister des Königs ernannt, 1818 kam Sir William Congreve als Major General a la suite in der Hannover´schen Armee endlich auch zu echtem militärischem Rang.
1820 wurde er erneut ins Parlament gewählt, diesmal für Plymouth. Diesen Sitz behielt er bis zu seinem Tod.
Congreve versuchte sein Glück auch als Unternehmer und Investor, z.B. im Bereich der damals aufkommenden Gasbeleuchtung, doch diesen Abenteuern war weniger Erfolg beschieden.
Sir William Congreve, der Mann, der als erster in Europa Raketen als Artillerieprojektile einführte, starb am 16. Mai 1828 in Toulouse, Frankreich.


Schiffe
Personen und Biografien
Zeittafeln
Schlachten und Duelle
Der ganze andere Plunder


Copyright © 2008 by T. Coladores

AbeBooks.de: 110 Millionen neue, gebrauchte, vergriffene und antiquarische Bücher

An elementary treatise on the mounting of Naval Ordnance


von William Congreve
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de

E-Mail