Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 The Nelson Encyclopedia: People, Places, Battles, Ships, Myths, Mistresses, Memorials & Memorabilia

The Nelson Encyclopedia
von Colin White
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - Stackpole Books - 288 Seiten
Erscheinungsdatum:Januar 2003

Brian Lavery - The Ship of the Line. Vol. I: The development of the battlefleet 1650 - 1850.


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Kapitän John Cooke

 John Cooke

* 1763           † 21.10. 1805 auf der BELLEROPHON vor Kap Trafalgar

John Cooke wurde 1763 als Sohn von Francis Cooke, eines Angestellten der englischen Admiralität, geboren. Cooke trat im Jahr 1776 als Fähnrich in die Royal Navy ein. Zu diesem Zeitpunkt entbrannte gerade der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Cooke erlebte an Bord der EAGLE (64) einen ersten englischen Angriff auf Rhode Island und wäre fast Opfer des ersten U-Boot-Angriffs der Geschichte geworden, als David Bushnell in seiner berühmten TURTLE [ Manche sagen auch: In einem untergetauchten Fass :-) ] am 7. September 1776 die vor Anker liegende EAGLE angriff. Doch angeblich haftete die explosive Ladung nicht am Rumpf des Linienschiffs.

John Cooke, immer noch auf der EAGLE, wurde am 21. Januar 1779 zum Leutnant befördert.
Er wechselte auf die SUPERB, die in den Gewässern des Indischen Ozean stationiert war, doch bekam Cooke das Klima schlecht.
Deswegen kehrte er nach England zurück und segelte auf der DUKE (90 - Kapitän Gardner) in die Karibik. Dort nahm Cooke an der berühmten und siegreichen Schlacht bei den Saints bzw. vor Dominica vom 9. April bis 12. April 1782 teil, als Admiral Rodney gegen den französischen Admiral De Grasse triumphierte.
Unter Kommodore Gardner (später Lord Gardner) stieg er zum Ersten Offizier auf und diente auch nach dem Friedenschluß auf der Jamaika-Station.

1790 war er unter Vizeadmiral Sir Alexander Hood Leutnant auf der LONDON (98). Ebenfalls unter Hood wechselte Cooke im Februar 1793 als Erster Offizier auf die ROYAL GEORGE (100).
An Bord dieses Schiffes kämpfte er in der berühmten Schlacht des Glorious First of June, die am 28. / 29. Mai und 1. Juni 1794 stattfand und von den Engländern unter Lord Howe als großer Sieg gefeiert wurde.
Cooke profitierte doppelt von der sich anschließenden Beförderungswelle, denn er wurde zunächst zum Commander gemacht und eingedenk der Tatsache, daß diese Beförderung ohnehin fällig gewesen wäre, wurde er am 23. Juni 1794 sogar zum Kapitän promoviert.

 Glorious First of June - Schlacht vor Ushant

Von 1795 bis 1796 war er Flaggkapitän von Sir James Wallace auf der MONARCH (64), die in Halifax stationiert war.
1796 bekam Cooke das Kommando über die Fregatte NYMPHE (36). Am 8. März 1797 gelang ihm gemeinsam mit der SAN FIORENZO (36 - Sir Harry Neale) ein großer Coup, als die beiden englischen Kommandanten vor Brest die französische Fregatte RESISTANCE (40 - Laroque) und die Korvette CONSTANCE (22 - Desauney) erobern konnten.
Triumph und Demütigung lagen in diesem Jahr für Cooke jedoch nur Wochen auseinander. Anlässlich der Meutereien in Spithead und auf der Nore im April, Mai und Juni 1797 musste er erleben, wie die Besatzung der NYMPHE sich den Meuterern anschloss. Cooke wurde von Bord gejagt und trat sein Kommando nach Niederschlagung der Rebellion auch nicht wieder an.

1799 übernahm er das Kommando über die Fregatte AMETHYST (36), mit der ihm am 29. Dezember 1799 in der Biskaya gleich ein einträglicher Fang gelang, als er die Kaperbrigg AVANTURE (14) erobern konnte.

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Cooke betätigte sich auch in den folgenden Monaten als erfolgreicher Prisenjäger.
Am 31. März 1800 gelang der AMETHYST ihr größter (Einzel-)Fang, als sie die französische Korvette MARS (22) eroberte.

In Kooperation mit anderen Schiffe machte Cooke aber auch größere Beute: Am 28. Januar 1801 - gemeinsam mit den britischen Fregatten OISEAU (36 - Samuel Hood Linzee) und SIRIUS (36 - Richard King), jagte die AMETHYST im Atlantik 2 Tage lang die französische DEDAIGNEUSE (36), die den Briten am Ende in die Hände fiel.
Daneben wurde die AMETHYST in der Zeit von 1799 bis 1801 auch bei diversen Unternehmungen wie der Landung in der Quiberon-Bucht unter Pellew im Juni 1800 eingesetzt.
Trotzdem fiel dem vom Jagdglück begünstigten Cooke immer wieder Beute in die Hände, so ein französischer Indienfahrer im Wert von 36000 Pfund oder am 5. April 1801 die Korvette GENERAL BRUNE (14 - Martin), von Guadaloupe kommend. Von letzterem Schiff konnte Cooke als Gefangenen den gerade abgelösten Gouverneur der Karibikinsel, General Pelardy, nach England schicken.

Mit dem Frieden von Amiens 1802 endete diese erfolgreichste Zeit Cookes auf See und er gab das Kommando über die AMETHYST ab.

 Trafalgar

1805 übernahm Cooke das Kommando über das traditionsreiche Schlachtschiff BELLEROPHON, das schon bei Abukir 1798 dabei gewesen war und in dieser Schlacht schwer beschädigt wurde.
Als am 21. Oktober 1805 um 12:15 die Flotte Lord Nelsons bei Trafalgar auf die französisch-spanische Flotte unter Villeneuve traf, war die BELLEROPHON wiederum dabei und griff in der Lee Column unter Collingwood an. Und wieder kam die "Billy Ruffian" in große Bedrängnis, als sie zwischen das Feuer mehrerer feindlicher Schiffe geriet.
Besonders die französische AIGLE (74 - Kapitän Pierre Paulin Gourrege) nahm die BELLEROPHON unter schweres Feuer. An Bord der französischen Schiffe standen auch Infanterietruppen, die ursprünglich zur Landung in Neapel bestimmt waren. Deswegen kam Cookes Schiff unter ungewöhnlich intensives Musketenfeuer. Gegen 13:00 wurde Cooke dann von zwei Kugeln in die Brust getroffen, eine sichtlich tödliche Verletzung. Er weigerte sich jedoch, unter Deck getragen zu werden.
"Lasst mich doch die Minute in Ruhe sterben", soll Cooke gesagt haben. Seinem Ersten Offizier Leutnant Cumby ließ er ausrichten: "Sagt Cumby, er soll niemals [die Waffen] strecken." Cooke starb kurz darauf und die BELLEROPHON, obwohl mehrfach kurz davor und fast wehrlos, kapitulierte nicht.
Rund 10 Jahre später sollte Cookes ehemaliges Schiff den geschlagenen Napoleon Bonaparte von Frankreich vor die Küste Englands bringen, von wo der französische Ex-Kaiser dann nach St. Helena verschifft wurde.

The Billy Ruffian: The Bellerophon and the Downfall of Napoleon

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von David Cordingly
Sprache:Englisch
Gebundene Ausgabe - 320 Seiten - Bloomsbury Publishing PLC
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2003

Die Biographie eines Linienschiffes ! Die BELLEROPHON war bei den großen Seeschlachten Nelsons dabei : Abukir 1798 und Trafalgar 1805. Und sie spielte beim letzten Akt der napoleonischen Kriege eine Hauptrolle, als sie den geschlagenen französischen Kaiser nach England brachte.

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