Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights


 Im Kampf mit den Freibeutern Im Kampf mit den Freibeutern
von Dan Parkinson
Sprache: DEUTSCH
Taschenbuch - 340 Seiten - ULLSTEIN TB

Erscheinungsdatum: Januar 2006
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Die Seeschlacht auf der Dogger Bank am 5. August 1781

Die Ursachen des englisch-holländischen Krieges von 1780 bis 1784 lagen, abgesehen von dem offensichtlichem wirtschaftlichen Beuteblick der Holländischen Republik, weit zurück.
Eigentlich begann der Konflikt bereits rund 200 Jahre zuvor mit dem Sieg der Engländer über die spanische Armada im Jahre 1588. Im selben Jahr erstritten sich die Holländer unter Wilhelm von Oranien die Unabhängigkeit von Spanien und gründeten die Holländische Republik oder auch die Republiek der Zeven Verenigde Provincies. Es begann von diesem Zeitpunkt an auf den Weltmeeren eine unbarmherzige militärische und wirtschaftliche Konkurrenz zwischen diesen beiden Seefahrernationen.
Seit dem englischen Navigation Act im Jahre 1651 hatten Holland und England bereits drei Kriege ausgefochten, in denen Holland immer wieder, übrigens vergeblich, den globalen englischen Seemachtsanspruch bekämpfte.

Das Streben der nordamerikanischen Kolonien nach Unabhängigkeit vom Mutterland England und der daraus 1776 entbrannte Krieg wurde in Holland im Gedenken des eigenen Freiheitskampfes gegen die Spanier mit großer Sympathie beobachtet. Das es dabei gegen den Erzkonkurrenten England ging, vergrößerte die Bereitschaft zur Unterstützung des amerikanischen Freiheitskampfes noch. Unter dem schwachen Stadhouder (Statthalter) Prinz Willem V (1751-1791) kam es dann, wie es kommen mußte.

Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Die Dogger Bank in der Nordesee

Die holländische Kriegserklärung an England 1780 anläßlich des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und im vermeintlichen Schutze einer Allianz mit Frankreich basierte im Grunde jedoch auf dem o.g. bereits 200 Jahre altem Motiv.
Der hauptsächlich zur See geführte militärische Konflikt lief jedoch von Beginn an schlecht für die Holländische Republik : Neben der wirkungsvollen britischen Blockade und den erheblichen Schäden innerhalb der holländischen Handelsschiffahrt verlor die Holländische Republik im Februar 1781 mit der Insel Sankt Eustatius einen lukrativen Warenumschlagplatz aus den zukünftigen USA.
Um so wertvoller wurde für die Holländer jeder Handelskonvoi, der unbeschadet sein Ziel erreichte. Die großen Handelsflotten genossen folgerichtig auch den Schutz eines großen Teils der holländischen Flotte. Die bestand 1781 aus gerade einmal 18 Linienschiffen. Im Vergleich dazu hatte England 127 dieser Schlachtschiffe zur Verfügung. Dass das kleine Holland gegen diese Übermacht nicht sofort unterging, war den französischen Flotten zu verdanken, die von den Engländern mit Priorität bekämpft wurden.

Am 5. August 1781 begleitete ein entsprechend großes holländisches Geschwader unter dem Befehl von Konteradmiral J. A. Zoutman (1724-1794) eine große Flotte von 72 holländischen Handelschiffen in die Ostsee. Dabei traf der Konvoi und zwar absolut zufällig und zur Überraschung beider Parteien am Morgen auf ein starkes englisches Geschwader unter Admiral Sir Hyde Parker. Die englische Flotte geleitete ebenfalls einen Konvoi durch den Kanal und war ungefähr in Höhe der Dogger-Bank, eines submarinen Hochplateaus in der Nordsee, als sie fremde Segel sichtete. Die Holländer waren durch ungünstige Winde ungewöhnlich weit von ihrer geplanten Route abgekommen und hatten auch keine nautischen Alternativen mehr. Die niemals geplante Schlacht - weder von den Engländern gesucht noch von den Holländern beabsichtigt - war damit unvermeidlich.

Folgende Schiffe standen sich gegenüber:

Die englischen Linienschiffe (Kanonen in Klammern) Die holländischen Linienschiffe
PRINCESS AMELIA (80) Kapitän John Macartney ADMIRAAL GENERAAL (74) Kapitän van Kingsbergen
FORTITUDE (74) Vize-Admiral Hyde Parker ; Kapitän George Robertson ADMIRAAL DE RUYTER (68) Konteradmiral Zoutman ; Kapitän Staringh
BERWICK (74) Kapitän John Fergusson HOLLANDIA (68) Kapitän S. Dedel
BIENFAISANT (64) Kapitän Richard Braithwaite ERFPRINS (54) Kapitän A. Braak
BUFFALO (60) Kapitän William Truscott BATAVIA (54) Kapitän W. J. Bentinck
DOLPHIN (44) Kapitän William Blair ADMIRAAL PIET HEIYN (54) Kapitän van Braam
Preston (50) Kapitän Alexander Graeme ARGO (44) Kapitän A. C. Staring
Englische Fregatten Holländische Fregatten
ARTOIS (40) Kapitän John Macbride BELLONA (36) Kapitän Decker
LATONA (38) Kapitän Sir Hyde Parker EENSGEZINDHEIT (36) Kapitän Bouritius
BELLE POULE (36) Kapitän Philip Patton ZEPHIJR (36) Kapitän Wiertz
CLEOPATRA (32) Kapitän George Murray AMFITRITE (36) Kapitän van Woensel

Daneben tummelten sich im Lee ihrer Flotten noch einige Fregatten und kleinere Schiffe, die wie die Schäferhunde schützend ihren Konvoi "zusammentrieben", am eigentlichen Kampf aber nicht teilnahmen.

Das Ziel der Briten war der holländische Handelskonvoi, die holländischen Kriegsschiffe versperrten Hyde Parkers Schiffe aber natürlich den Weg. Zoutmans Position dagegen war aufgrund der Kräfteverteilung zwangsläufig eine defensive.
Auf beiden Seiten formierten sich jeweils 7 Linienschiffe in Schlachtlinie und eröffneten gegen Mittag das Feuer. Die Briten hatten die bessere Ausgangsposition, doch an diesem Tage wichen die Holländer nicht. 8 Stunden lang mit wenigen Unterbrechungen spuckten die Schlachtlinien auf beiden Seiten Feuer und Rauch und auf allen Linienschiffen stellten sich schwere Verluste und Schäden ein. Schließlich mußte der englische Admiral einsehen, daß er die holländischen Handelsschiffe nicht mehr würde gefährden können und an diesem Tag auch an den feindlichen Linienschiffen nicht vorbeikommen würde.

So brachen die Engländer schließlich das Gefecht ab, zogen ihre inzwischen schwer mitgenommenen Schlachtschiffe aus dem Gefecht und verschwanden schließlich in der hereinbrechenden Nacht. Den Holländern fehlten allerdings die Möglichkeiten, eine Fortsetzung der Schlacht zu erzwingen, weil ihre Schlachtschiffe ebenfalls schwer beschädigt waren. Die HOLLANDIA war sogar so schwer verwüstet worden, daß das holländische Linienschiff einige Tage später aufgegeben werden mußte und sank. Das Gefecht auf der Doggerbank wäre aber immerhin ein kleiner Erfolg für den holländischen Admiral gewesen, wenn der Konvoi in die Ostsee durchgekommen wäre. Doch die Handelsflotte mußte mit ihrem angeschlagenen Geleit wieder zur holländischen Küste zurückkehren.

Zoutman und seine Männer wurden daheim zu Siegern erklärt und wie die Helden gefeiert. Zu Ehren ihres Erfolges wurde ihnen eine Medaille verliehen, die nach der am 5. August 1781 geschlagenen Schlacht benannt wurde: Die Doggerbank-Medaille.

Die Schlacht auf der Dogger Bank sollte jedoch der einzige und relativ kleine militärische Erfolg der Holländer in diesem Krieg bleiben. In den nächsten Jahren gelang es ihnen weiterhin zu selten, die britische Blockade zu durchbrechen.
Im Gegenteil mußte die Holländische Republik einen weiteren Verfall von Wirtschaft und Herrschaft erleiden. Letzteres schlug sich am Ende des Krieges in Gebietsverlusten in Übersee nieder. Diese wurden im Friedensvertrag mit den Engländern am 20. Mai 1784 festgeschrieben. So verloren die Holländer z.B. ihre indische Besitzung Negapantam an England.
1795 sollte dann die Holländische Republik von den Franzosen endgültig zerschlagen werden. Die von Frankreich abhängige Batavische Republik wurde gegründet.

Rodney and The Breaking of the Line

Rodney and The Breaking of the Line
von Peter Trew
Sprache:Englisch
Gebundene Ausgabe - 256 Seiten - Pen & Sword Books / Leo Cooper
Erscheinungsdatum: 30. September 2005

Am 12. April 1782 errang die britische Marine vor den Iles des Saintes einen ihrer größten Siege in einer Seeschlacht überhaupt. Der englische Admiral Lord George Rodney revolutionierte bei dieser Gelegenheit die britische Kampftaktik. Im Buch wird das Leben dieses umstrittenen Offiziers verfolgt und natürlich die o.g. Seeschlacht haarklein analysiert.


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