Horatio Hornblower

Horatio Hornblower, 11 Bände
von Cecil S. Forester
Sprache: Deutsch
Broschiert - SCHERZ-Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Foresters Horatio Hornblower ist der - nach wie vor unübertroffene -
Klassiker der marinehistorischen Romane aus der Windjammerepoche.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Admiral Sir John Thomas Duckworth

Vizeadmiral  Sir John Thomas Duckworth

* 9. Februar 1748 in Leatherhead, Surrey            † 31. August 1817 in Plymouth

John Thomas Duckworth wurde am 9. Februar 1748 als Sohn des Geistlichen Henry Duckworth und dessen Frau Sarah in Leatherhead in der Grafschaft Surrey geboren.
Den ersten Kontakt mit dem Dienst in der Royal Navy hatte der Junge 1759, als er, wie damals üblich für zukünftige Seeoffiziere - als Steward ( captain´s servant ) zum ersten Mal Seeluft an Bord eines Kriegschiffes schnupperte.
Über seine Fähnrichszeit ist mir nichts bekannt außer der letzten Station auf dem Weg zur Beförderung: 1770 war der midshipman Duckworth an Bord des Linienschiffes KENT (74 - Charles Fielding) und wurde am 16. Juni 1770 zum Leutnant befördert.
An Bord der KENT entkam er am 4. Juli 1774 nur knapp einer Katastrophe, als es auf der Poop des Linienschiffes (guard ship) zu einer Munitonsexplosion kam, die das gesamte Achterschiff verwüstete und rund 50 Mann tötete. Anfang 1776 wechselte er mit Kapitän Fielding auf die Fregatte DIAMOND (32), die mit dem beginnenden Unabhängigkeitskrieg der nordamerikanischen Kolonien vor der Ostküste der späteren USA stationiert wurde.
Im selben Jahr, im Juli 1776, heiratete Duckworth Anne Wallis. Das Paar sollte zwei Kinder haben: George und Sarah Anne, die im November 1803 Gattin des Kapitäns Richard King werden sollte. Im Frühling 1779 wechselte Leutnant Duckworth auf Vizeadmiral Byrons Flaggschiff PRINCESS ROYAL (90) und kämpfte am 6. Juli 1779 in der Seeschlacht vor Grenada gegen die französische Flotte des Count d'Estaing.
Am 16. Juli 1779 wurde er zum Commander befördert und bekam das Kommando über die Sloop ROVER (14), mit der er in den nächsten Wochen vor der französischen Insel Martinique patrouillierte.
Am 16. Juni 1780 wurde Duckworth zum Kapitän zur See befördert und kommandierte zuerst die TERRIBLE (74), dann die PRINCESS ROYAL (90), inzwischen das Flaggschiff von Konteradmiral Rowley.
Im Februar 1781 bekam er dann die GRAFTON (74), mit der er einen Konvoi nach England eskortierte.
Danach, so scheint es, bekam der noch frischgebackene Kapitän kein neues Kommando mehr. Auch die Friedenszeit von 1783 bis 1793 scheint Duckworth an Land und auf Halbsold verbracht zu haben.

 Herrscherin der Meere

Herrscherin der Meere
von Frank Adam
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 336 Seiten - Koehlers Verlagsges.
Erscheinungsdatum: August 1998
Millionen von Lesern verschlingen die Abenteuer von Hornblower, Bolitho und anderen Seehelden. Sie wollen wissen: Was ist Wirklichkeit, was ist Erfindung? Frank Adam ... liefert ein detailliertes Bild dieser Zeit. ... Lebendig und anschaulich Informationen u.a. über Ausbildung, Anwerbung und Bordleben der Offiziere und Mannschaften.

Mit Beginn des Krieges gegen Frankreich im Februar 1793 bekam Kapitän Duckworth das Kommando über das Linienschiff ORION (74) in der Kanalflotte unter Admiral Lord Howe. Deswegen kämpften er und sein Schiff vom 28. Mai - 1. Juni 1794 in der berühmten Seeschlacht des Glorious First June gegen die französische Flotte unter Vizeadmiral Villaret-Joyeuse. In der Schlacht am 1. Juni entmastete die ORION u.a. die französische NORTHUMBERLAND (74 - Etienne).

Die Seeschlacht vor Kap St. Vincent

Wie fast alle englischen Kommandanten dieser Schlacht bekam Duckworth nach dem Sieg eine Ehrenmedaille verliehen und empfing den Dank des englischen Parlaments.
Bis Anfang 1795 verblieb Duckworth in der Kanalflotte. Im März 1795 wechselte er dann ins Kommando des Linienschiffes LEVIATHAN (74) im Mittelmeergeschwader unter Konteradmiral Mann, wurde dann aber mit seinem Schiff in die Karibik abkommandiert.
Dort nahm er unter Konteradmiral Parker am 25. März 1796 am mißlungenen Angriff auf Leogane (St. Domingo) teil.
Im August 1796 durfte Duckworth seine Breitwimpel als Kommodore setzen, kehrte aber Anfang 1797 nach England zurück.
Anfang 1798 segelte die LEVIATHAN noch in der Kanalflotte, wurde dann aber zur Mittelmeer-Flotte unter Admiral Earl St. Vincent versetzt. Dort bekam Kommodore Duckworth den Auftrag, die Insel Minorca zu erobern. Am 9. November 1798 landete er Truppen unter General Stuart auf der Insel, ließ die strategisch wichtigen Buchten blockieren,ließ dann die Sperren vor Port Mahon beseitigen und brachte Minorca innerhalb weniger Tage unter englische Kontrolle, ohne einen einzigen Mann zu verlieren.
Am 14. Februar 1799 wurde Duckworth zum Konteradmiral befördert. Von März 1799 bis April 1800 befehligte er ein Geschwader vor der spanischen Küste. Dieses Jahr wurde finanziell für ihn besonders einträglich, denn u.a. gelang es den Schiffen um die LEVIATHAN, Teile des spanischen Lima-Konvois abzufangen, was allein für Duckworth ein Prisengeld von 75000 Pfund einbrachte (Heute umgerechnet ein Millionenwert).
Im Juni 1800 löste er Vizeadmiral Lord Hugh Seymour im Kommando vor den Leeward-Inseln ab.
Im Verlaufe des Jahres 1801 - im Rahmen des Konfliktes mit der europäischen Nordallianz (Dänemark, Schweden, Russland) eroberte Duckworth mit seinem Geschwader karibische Besitzungen dieser Staaten, u.a. die Inseln St. Bartholomew, St. Thomas und St. Martin. Für diese Erfolge wurde er am 6. Juni 1801 in den exklusiven Ritterorden von Bath (KB) aufgenommen.
Im Winter 1801 endete sein Kommado bei den Leewards und er kehrte nach England zurück. Der Frieden von Amiens schenkte Duckworth eine Atempause in seiner Karriere.

  Die Seeschlacht vor Santo Domingo 1806 – Duckworth´ Action

Mit dem Wiederausbruch des Krieges 1803 erhielt der Konteradmiral das begehrte, weil lukrative Oberkommando in der Karibik mit Sitz in Jamaika. Am 23. April 1804 wurde er folgerichtig auch zum Vizeadmiral befördert, nachdem die ihm unterstellten Schiffe seit seinem Kommandoantritt besonders viele feindliche Kriegs- und Handelsschiffe erobert hatten.
Duckworth führte das Oberkommando bis zum Frühjahr 1805 und wurde dann turnusmäßig durch Konteradmiral Dacres abgelöst.
Kaum in England zurück, avancierte er Ende 1805 zum Zweitkommandierenden hinter Vizeadmiral Collingwood im Mittelmeer. Duckworth setzte seine Flagge auf der SUPERB (74 - Richard Goodwin Keats). Als der Vizeadmiral bald darauf hörte, das ein französisches Geschwader der englischen Blockade vor Brest entkommen war, verließ er mit seinem Geschwader die Blockade vor Cadiz und machte sich auf die Jagd nach den entkommenen französischen Linienschiffen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen stellte er am 6. Februar 1806 einen Teil der kleinen französischen Flotte unter Konteradmiral Leissegues vor Santo Domingo und schlug die letzte größere Linienschiffschlacht dieser Ära. Fünf französische Linienschiffe wurden erobert oder der Vernichtung preisgegeben, einer der vollkommensten Siege der Royal Navy.
Einmal mehr empfing Duckworth den Dank des englischen Parlaments, bekam die Ehrenbürgerschaft von London, einen Ehrendegen und eine Vase durch die Vaterländische Vereinigung verliehen.

 The Naval Chronicle

The Naval Chronicle: The Contemporary Record of the Royal Navy at War, 1793-1798 (The Naval Chronicle , No 1)
von Nicholas Tracy
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe Erscheinungsdatum: Januar 1999

Der Sieger von Santo Domingo setzte nun seine Flagge auf der ROYAL GEORGE (100 - Richard Dalling Dunn) und kehrte in das Vize-Kommando der Mittelmeer-Station zurück. Von der englischen Regierung bekam er im November 1806 den Auftrag, die zu diesem Zeitpunkt im Kriege gegen Napoleon nach Frankreich tendierende Türkei nach dem Vorbild der Aktionen gegen die Nordallianz 1801 (Siehe hier) unter Druck zu setzen. Duckworth hatte sowohl die Vollmacht zur Aushandlung eines Vertrages als auch zur Vernichtung der türkischen Flotte. Am 10. Februar 1807 erreichte er mit seiner Flotte aus 8 Linienschiffen, 2 Fregatten und 2 Mörserschiffen die Insel Tenedos vor der Einfahrt in die Meerenge der Dardanellen. Bereits hier zeigte sich, das die Expedition unter einem schlechten Stern stand, denn am 15. Februar 1807 wurde die AJAX (74 - Blackwood) durch einen Brand vernichtet.
Am 19. Februar 1807 erzwang Duckworth unter dem Feuer türkischer Küstenbatterien, gegen den Widerstand türkischer Kriegsschiffe und unter beträchtlichen Verlusten (10 Tote, 77 Verwundete) dann die Durchfahrt durch die Meerenge, vernichtete ein türkisches 64-Kanonen-Schiff, eine 40-Kanonen-Fregatte, zwei 36er- und eine 32er-Fregatte und nahm dann Kurs auf Konstantinopel.
Am 20. Februar 1807 erreichte das Geschwader Prince-Island vor Konstantinopel und Duckworth trat mit den Türken in Verbindung. Dabei erwies es sich jedoch, das die englische Regierung den falschen Mann für diese Mission ausgewählt hatte, denn Duckworth führte die Verhandlungen ungeschickt und auch im unangebrachten Ton. Und zum Pech des Vizeadmirals blieb die türkische Flotte infolge ungünstiger Winde und gut ausgebauter Landverteidigung ausser Reichweite seiner Schiffe. So mußte Duckworth am Ende wegen Versorgungsmängel den Rückweg durch die Dardanellen antreten, wobei er am 3. März 1807 bei der Passage der Dardanellen durch Beschuß von Land her erneut Verluste erlitt (39 Tote, 138 Verwundete). Die Dardanellen-Expedition war so ein völliger Fehlschlag, von dem die Öffentlichkeit in England jedoch wenig Notiz nahm.

Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights



Duckworth blieb als Zweitkommandierender der Kanalflotte auf See, bis er im Januar 1810 zum Gouverneur von Neufundland, dem wichtigsten nordamerikanischen Stützpunkt, ernannt wurde. Ebenfalls 1810 wurde er zum Admiral befördert. Bis 1813 blieb Duckworth Oberkommandierender der Royal Navy in Nordamerika.
Im selben Jahr wurde ihm die Baronets-Würde verliehen.
Im Januar 1815 avancierte Admiral Duckworth zum Oberkommandierenden in Plymouth und blieb dies bis zu seinem Tode am 31. August 1817.


Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

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