Horatio Hornblower

Horatio Hornblower, 11 Bände
von Cecil S. Forester
Sprache: Deutsch
Broschiert - SCHERZ-Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Foresters Horatio Hornblower ist der nach wie vor unübertroffene Klassiker
der marinehistorischen Romane aus der Windjammerepoche.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Admiral Adam Duncan, Lord Duncan of Camperdown

Admiral Adam Duncan, Lord Duncan of Camperdown

* 1. Juli 1731 in Lundie, Schottland            † 4. August 1804 in Cornhill, England

Adam Duncan wurde am 1. Juli 1731 als Sohn des Kaufmanns und Ortsvorstehers Alexander Duncan und dessen Gattin Helen Haldane in Lundie, Schottland, geboren.
Im Alter von 14 begann seine Karriere in der Royal Navy: 1746 nahm ihn sein Onkel Commander Robert Haldane mit an Bord seiner Sloop TRIAL (14), nach der Beförderung Haldanes zum Kapitän diente Duncan an Bord von dessen Fregatte SHOREHAM (24).
1748 endete der Österreichische Erbfolgekrieg (1740 - 1748), in den auch England verwickelt war und die SHOREHAM wurde außer Dienst gestellt.
1749 wechselte der Fähnrich zunächst auf die CENTURION (50) unter Augustus Keppel im Mittelmeer, dann unter dem selben Kommando auf die NORWICH (50) vor Nordamerika.
Keppel fiel der großgewachsene und nicht minder begabte Fähnrichs auf. Er nahm ihn unter seine Fittiche und am 10. Januar 1755 wurde Duncan zum Leutnant befördert.
Im August 1755 wechselten Keppel und sein Schützling auf die SWIFTSURE, im Januar 1756 auf die TORBAY (74).
Die TORBAY kämpfte 1756 vor Rochefort, 1757 vor Goree (Westafrika) und nahm 1759 an der Blockade von Brest teil.
Am 21. September 1759 wurde Adam Duncan zum Commander befördert und trat im folgenden Oktober sein erstes Kommando auf der ROYAL EXCHANGE, einem Versorgungsschiff, an. Sein Schiff wurde jedoch schon im April 1760 wieder außer Dienst gestellt.
Dafür wurde Duncan am 25. Februar 1761 zum Kapitän zur See befördert und bekam das Kommando über das Linienschiff VALIANT (74), auf dem sein Mentor Keppel seinen Breitwimpel setzte.

 Herrscherin der Meere

Herrscherin der Meere
von Frank Adam
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 336 Seiten - Koehlers Verlagsges.
Erscheinungsdatum: August 1998
Millionen von Lesern verschlingen die Abenteuer von Hornblower, Bolitho und anderen Seehelden. Sie wollen wissen: Was ist Wirklichkeit, was ist Erfindung? Frank Adam ... liefert ein detailliertes Bild dieser Zeit. ... Lebendig und anschaulich Informationen u.a. über Ausbildung, Anwerbung und Bordleben der Offiziere und Mannschaften.

Die VALIANT kämpfte (Siebenjähriger Krieg 1756 - 1763) im Juni 1761 vor der Belle Ile (französische Atlantikküste) und im August 1762 vor Havanna (Cuba). Als Duncan jedoch 1763 nach England zurückkehrte, brachte er aus der Karibik die Malaria mit. Über lange Jahre erhielt er kein Kommando, weil seine angegriffene Gesundheit einen Einsatz in (sub)tropischen Gewässern nicht mehr zuließ.
Während der nächsten 14 Jahre lebte Duncan in Dundee im Kreis seiner Familie. Am 6. Juni 1777 heiratete er dann Henrietta Dundas (1749 - 1832), die Nichte des einflußreichen Politikers Henry Dundas. Das Paar sollte am Ende sieben Kinder haben.
Im Mai 1778 wurde Duncan erst Kapitän der SUFFOLK (74), im Dezember 1778 dann der MONARCH (74).
Im Januar 1779 war Duncan Mitglied des Gerichtes über seinen Mentor Augustus Keppel, für den sich Duncan mehrfach während des Verfahrens einsetzte.
Die MONARCH wurde 1779 in der Kanalflotte unter Admiral Charles Hardy und am Ende des Jahres in Admiral Rodneys Flotte während der Befreiung des belagerten Gibraltar eingesetzt. Duncans Schiff spielte am 16. Januar 1780 eine wichtige Rolle in der berühmten Moonlight Battle an der Südspitze Spaniens: Admiral Rodneys Flotte schlug eine kleinere spanische Flotte unter Langara vernichtend.
Nach seiner Rückkehr nach England saß Duncan vorerst auf dem Trockenen, doch im März 1782 bekam er durch den Einfluß Keppels das Kommando über das Linienschiff BLENHEIM (90), mit dem er am 20. Oktober 1782 an der unentschiedenene Schlacht vor Cape Spartel teilnahm, als ein Teil der Flotte Admiral Howes auf die Nachhut eine spanischen Flotte unter Cordoba traf.
1783 bekam Duncan das Kommando über die FOUDROYANT (80) und nach dem Friedensschluß übernahm er noch im selben Jahr die EDGAR (74), eine schwimmende Kaserne im Hafen von Portsmouth.
Am 24. September 1787 wurde der mittlerweile nach Edinburgh übergesiedelte Duncan zum Konteradmiral befördert, hatte jedoch kein Kommando mehr inne.
Mit dem Beginn des Krieges mit Frankreich am 1. Februar 1793 erhielt der inzwischen schon relativ alte Offizier zwar seine Beförderung zum Vizeadmiral, doch erst im Februar 1795 erhielt Duncan, wahrscheinlich durch seinen politischen Einfluß, ein Kommando: Er wurde Oberkommandierender der englischen Nordseeflotte.
Die Niederlande wurden in diesem Jahr ein von Frankreich abhängiger Staat (Bataafse Republiek), weswegen die niederländische Flotte von Duncans Schiffen blockiert wurde.

 Admirals in the Age of Nelson

Admirals in the Age of Nelson
von Lee Bienkowski
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 294 Seiten - Naval Institute Press
Erscheinungsdatum:Dezember 2002

Lee Bienkowski, auf die Ära Napoleons spezialisiert, beschreibt und verfolgt die Laufbahn von 11 Admiralen der Royal Navy zur Zeit der napoleonischen Kriege.

Diese Blockade dauerte 2 Jahre und mußte mit höchst unzureichenden Mitteln durchgeführt werden. Duncan wurde zwar am 1. Juni 1795 zum Admiral befördert, bekam aber für die zu bewältigende Aufgabe nur unzureichende Ressourcen. Das Duncan diese Blockade gegen alle Widrigkeiten aufrecht erhalten konnte, zählt sicher zu den größten Verdiensten seiner Karriere.
Im Mai und Juni 1797 übertrugen sich die im März auf der Themse ausgebrochenen Meutereien auch auf die Nordseeflotte. Die Meuterer hielten einen Großteil der Flotte in Yarmouth fest, während die niederländische Flotte dabei war, aufzurüsten und drohte, auszulaufen. Duncan, der zeitlebens eine imposante und eindrucksvolle Erscheinung war und das Vertrauen der meisten einfachen Seeleute genoß, gelang es zwar, mit Reden an seine Leute einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Unruhen zu leisten, geriet zwischenzeitlich aber in die Verlegenheit, nur zwei Linienschiffe vor die Insel Texel beordern zu können. Denen mußte er notgedrungen den Auftrag erteilte, Signale an eine imaginäre englische Flotte zu flaggen, um den Niederländern die Illusion zu vermitteln, die Nordseeflotte sei noch vor Ort.
Am 9. Oktober 1797 war es dann jedoch soweit : Der niederländische Admiral De Winter hatte den Befehl bekommen, auszulaufen und erwischte die Engländer auf dem falschen Fuß. Der Großteil de Nordseeflotte lag Anfang Oktober zur Verpflegung und Wartung in Yarmouth, nur ein kleines Geschwader unter Kapitän Trollope heftete sich an die Fersen der feindlichen Flotte und führte Duncans sofort ausgelaufene Flotte an die Niederländer heran. Duncan, der - wie man heute weiß - fälschlich glaubte, die Niederländer planten gemeinsam mit Frankreich eine Invasion Irlands, setzte alles daran, De Winter zu stellen... und wäre beinahe in eine Falle gesegelt. Als die englische Flotte am Morgen des 11. Oktober 1797 die Schiffe der Batavischen Republik vor Camperduin (Camperdown) sichtete, versuchte der niederländische Admiral die tiefgängigeren englischen Schlachtschiffe in seichte Gewässer zu locken, um sie zum Stranden zu bringen. Duncan, der meinte, Schiffe mit einer Invasionsstreitmacht an Bord zu verfolgen, verlor bei der Jagd auf De Winter die Kontrolle über seine Flotte, weil er befürchtete, die Niederländer nicht mehr rechtzeitig zu erreichen. Er befahl aber trotz der zersprengten Formation seiner Schiffe den Angriff auf die wohlgeordnete Schlachtlinie der Niederländer, machte so dem Gegner einen Strich durch die Rechnung und verdankte am Ende der artilleristischen Überlegenheit der Engländer und auch dem Zufall seinen überwältigenden Sieg. Als Nebenprodukt der Schlacht von Camperdown ergab sich nämlich die (unfreiwillige !) praktische Erprobung einer Flottenstrategie, wie sie später auch Nelson bei Trafalgar verwirklichen sollte. Wenn man auch Duncan bei näherer Betrachtung nicht als großen Strategen feiern kann, was man viele, viele Jahre tat, so muß man die hochriskante Entscheidung, ungeordnet auf und in eine geordnete feindliche Schlachtlinie zu stossen, als seinen Verdienst zu würdigen. Er gilt deswegen ganz zu Recht als der Sieger der Schlacht von Camperdown.

 Kapitän Kelso im Kampf mit dem Linienschiff Lyon

Kapitän Kelso im Kampf mit dem Linienschiff Lyon
von James Dillon White
Sprache: Deutsch
Broschiert - 251 Seiten - Ullstein Tb
Kapitän Kelso soll mit seiner Fregatte PARAGON im Auftrag der Ostindischen Handelskompanie weitere Stützpunkte in Indien errichten. Unterwegs kommt es zum Gefecht mit dem überlegenen Linienschiff LYON, doch Kelso kann sich mit knapper Not in einen Hafen retten. Die Lyon hat jedoch denselben Weg wie Kelso..

Falsch bleiben aber zwei Behauptungen, die offenbar trotz aller Fakten nicht verstummen :
1. Der Angriff der Engländer war in dieser Form nicht geplant, er hatte kein System und er wurde noch nicht einmal so ausgeführt, wie Duncan zuvor signalisiert hatte. So war es schlicht ein Zufall, das 8 englische Schiffe unter Onslow auf die 4 letzten niederländischen Schiffe der Nachhut trafen, diese wegen ihrer Überzahl ohne größere Schäden niederkämpfen und schon bald das Feld von hinten aufrollen konnten.
2. Die gewonnene Schlacht verhinderte keinen Versuch einer französisch-niederländischen Invasion Irlands. De Winter war auf Befehl seiner Regierung aus rein politischen Motiven ausgelaufen: Die Batavische Republik sollte von französischen Forderungen nach einer Seeschlacht der Niederländer gegen die Engländer entlastet werden.

Kanonen, Karronaden, Chaos - die Seeschlacht von Camperdown 1797

Dem Sieger der Schlacht vor Camperdown wurde trotzdem ein glanzvoller Empfang in England bereitet und er wurde mit Ehren überhäuft. Schon am 21. Oktober 1797 wurde Duncan zum Peer erhoben als Baron Duncan of Lundie und Viscount Duncan of Camperdown. Neben der goldenen Naval Medal und zahlreichen Ehrenbürgerschaften vieler Städte bekam er die höchste jährliche Pension zugesichert, die eine englische Regierung jemals verfügte (3000 Pfund).
Es war der Höhepunkt und gleichzeitig fast der Endpunkt in Duncans Karriere.
1799 durfte er seinen Erfolg von Camperdown noch krönen, als "seine" Nordseeflotte die englischen Landungen bei Den Helder deckte und bei dieser Gelegenheit auch einige bei Camperdown entkommene holländische Schiffe erobern konnte.
Zwar blieb Duncan - immer kränkelnd - bis 1801 im Kommando der Nordseeflotte, doch der Frieden von Amiens schickte den alten Admiral endgültig in den Ruhestand. Als 1803 der Frieden zerbrach, bot Duncan der Admiralität noch einmal seine Dienste an, allerdings vergeblich. Auf der Rückreise von London nach Edinburgh fiel Admiral Lord Duncan am 4. August 1804 in einer Herberge in Cornhill einem Schlaganfall zum Opfer.

Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights



Duncans Fähigkeiten wurden vor Camperdown von der englischen Admiralität sicherlich unterschätzt, wie er selbst auch immer meinte. Die historische Bedeutung seines Sieges und wie er errungen, wurde danach aber auch lange Zeit überbewertet (s.o.), was sich auch in marinehistorischen Romanen wie Sea Road to Camperdown von Showell Styles oder Der Branderkapitän von C. Northcote Parkinson widerspiegelt.


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