Herrscherin der Meere

Herrscherin der Meere
von Frank Adam
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 336 Seiten - Koehlers Verlagsges.
Erscheinungsdatum: August 1998

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
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Admiral Sir Philip Charles Durham

  Philip Charles Durham

* 29. Juli 1763 in Largo, Fifeshire           † 2. April 1845 in Neapel

Philip Charles Durham wurde am 29. Juli 1763 als Sohn von James Durham und seiner Frau Ann geboren. Er hatte noch einen Bruder, den späteren General James Durham.
Philip ging 1777 zur Navy und begann am 1. Mai als Protege von Kapitän John Elliot seine Karriere an Bord der TRIDENT.

1778 wechselte das Kommando auf seinem Schiff und es war Kapitän Molloy, der die TRIDENT nach Nordamerika segelte, vor dessen Küsten Philip Durham die nächsten 12 Monate verbringen sollte. Molloy erwies sich als ausserordentlich harter Kapitän, die Besatzung stand permanent kurz vor der Meuterei. Unter diesen Umständen kehrte Durham im Juni 1779 nach England zurück und ergatterte unter seinem alten Förderer Elliott einen Platz auf der EDGAR (74). Auf diesem Schiff und in der Flotte Admiral Rodneys erlebte Durham am 16. Januar 1780 die siegreiche Moonlight-Battle, das Aufeinandertreffen der englischen Flotte mit der spanischen Flotte unter Admiral Langara vor Kap St. Vincent (Portugal / Spanien). Auch bei der Verteidigung und dem Entsatz Gibraltars nahm er teil.

Im Juli 1781 wechselte Durham auf die VICTORY (100) und tat unter Konteradmiral Kempenfelt Dienst als Leutnant (acting). Durham wurde Zeuge von Kempenfelts erfolgreichen Angriff auf einen grossen französischen Konvoi am 12. Dezember 1781, als der Admiral durch ein geniales Manöver den französischen Schutz des Konvois abschnitt und sich schadlos halten konnte. Als Kempenfelt 1782 auf die ROYAL GEORGE wechselte, folgte ihm Durham. Diese Entscheidung hätte den dienstuenden Leutnant fast das Leben gekostet, denn am 29. August 1782 fiel das Flaggschiff Kempenfelts in Spithead einer Katastrophe zum Opfer. Durham als Wachhabender kam nur knapp mit dem Leben davon und war unter den wenigen Überlebenden.

Durham segelte nun auf der UNION (90) in der Flotte Lord Howes und kam gerade noch rechtzeitig nach Gibraltar, um die ergebnislose Schlacht mit der spanischen Flotte bei Kap Spartel am 20. Oktober 1782 zu erleben.

Rasch wechselte für den Leutnant in spe der Schauplatz des Geschehens, denn die UNION wurde in die Karibik beordert. Dort wurde Durhams Beförderung zum Leutnant am 26. Dezember 1782 bestätigt. Auf der RAISONABLE (64) kehrte Durham 1783 nach England zurück, wo inzwischen das Ende des Krieges mit den nun unabhängigen USA, Frankreich und Spanien besiegelt wurde.

1784 diente Durham auf der Fregatte UNICORN, mußte dann aber seiner angegriffenen Gesundheit Tribut zollen und kehrte 1786 nach England zurück. Danach hielt er sich - wie viele andere englischen Seeoffizier übrigens - zwei Jahre in Frankreich auf, wo er seine Sprachkenntnisse erweiterte.

French Warship Crews 1792-1805: From the French Revolution to Trafalgar (Warrior)

French Warship Crews 1792-1805: From the French Revolution to Trafalgar (Warrior)
von Terry Crowdy, Steve Noon (Illustrationen)
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 64 Seiten - Osprey Publishing (UK)
Erscheinungsdatum:Juni 2005

Dieses Buch gibt einen detaillierten und autentischen Einblick in das Leben und Arbeiten französischer Kriegsschiffsbesatzungen von Beginn der Revolution bis zur Schlacht von Trafalgar. Beschrieben werden u.a. die Rekrutierung, die Zusammensetzung der Crews, die diversen Pflichten, die Lebensbedingungen oder die Rollen der Männer im Gefecht.

1790 ging er an Bord des Linienschiffs BARFLEUR unter seinem alten Förderer Elliot und wurde dann am 12. November 1790 zum Commander befördert. Sein erstes Kommando war die Sloop DAPHNE (20), mit der er in die Karibik segelte. Dort bekam er das Kommando über die Sloop CYGNET (20), mit der er schließlich im Dezember 1792 wieder nach England zurückkehrte.
Kaum das Durham englischen Boden betreten hatte folgte schon das nächste Kommando, wieder über eine Sloop, diesmal mit Namen SPITFIRE (20).
Und einmal mehr erwies sich der jnge Kommandant als der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit:

Am 11. Februar 1793 erklärte England Frankreich den Krieg, am 12. Februar 1793 verlas Durham seine Ernennung an Bord seines neuen Schiffes und am 13. Februar brachte er mit der französischen AFRIQUE die erste Prise des Krieges ein. Es sollte nicht Durhams letzter Fang gewesen sein.
Am 24. Juni 1793 wurde er zum Kapitän zur See auf der NARCISSUS (20) befördert. Im Oktober 1793 bekam er die Fregatte HIND (32) und begleitete Konvois ins Mittelmeer und zurück. Durham verlor keinen seiner Schutzbefohlenen, nicht einmal durch Unfall. Als Konsequenz bekam er am 30. Oktober 1794 die ANSON (44), die in diesem Jahr von einem 74-Kanonen-Linienschiff zu einer großen Fregatte umgebaut worden war.

Mit diesem Schiff war Durham besonders erfolgreich :
Am 23. Juni 1795 war Durham mit der ANSON in das Gefecht vor der Île de Groix zwischen den Flotten Lord Bridports und Villaret-Joyeuse beteiligt.
Am 27. Juni 1795 war er bei der Landung in der Quiberon Bucht dabei.
Am 16. Juli 1797 war die ANSON an der Vernichtung der französischen Fregatte CALLIOPE (28) vor Ushant beteiligt.
Am 29. Dezember 1797 lächelte Durham wieder das Prisenglück: Die ANSON fing die französische Korvette DAPHNE (20).
Am 7. September 1798 fing Durham zusammen mit der PHAETON (38 - Robert Stopford) vor der Mündung der Gironde die französische Fregatte FLORE (32).

Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Am 12. Oktober 1798 kämpfte die ANSON im Geschwader von Kommodore Sir John Borlase Warren in der Schlacht vor den Tory-Inseln, bei der die Franzosen das Linienschiff HOCHE (80) und drei Fregatten einbüßen und am 17. Oktober 1798 erobert Durham trotz der Beschädigungen auf seinem Schiff noch die Fregatte LOIRE (40).
Für diese Erfolge im Oktober 1798 bekam der erfolgreiche Kapitän den Dank des Parlaments. Eine beeindruckende Bilanz !
Privat lief Durham 1799 in den Hafen der Ehe: Er heiratet Lady Charlotte Matilda Bruce, die Tochter eines Earls.

Nach 6 erfolgreichen Jahren auf der ANSON wechselt Durham im Februar 1801 auf die Fregatte ENDYMION (40), doch das Schiff wurde anlässlich des Waffenstillstands und späteren Friedens von Amiens 1802 ausser Dienst gestellt.
Nach Wiederaufnahme der Kampfhandlungen bekam Durham 1803 das Linienschiff WINDSOR CASTLE (74), bald darauf die DEFIANCE (74).
Am 22. Juli 1805 gehörte Durhams DEFIANCE zur Flotte unter Admiral Calder, dem es gelang, vor Kap Finisterre die aus Toulon ausgebrochene und von Nelson verfolgte französische Flotte unter Villeneuve zu stellen. Doch die Schlacht blieb ohne Entscheidung und die DEFIANCE kehrte vorerst nach England zurück, um repariert zu werden.

 Trafalgar
Mit der Schlacht zwischen Calder und Villeneuve

Wie schon vor Kap Spartel hatte Durham aber ein perfektes Timing, denn er war mit seinem Schiff rechtzeitig zurück auf See, um am 21. Oktober 1805 in der Flotte Lord Nelsons gegen die französisch-spanische Flotte zu segeln. Die DEFIANCE war eines der aktivsten englischen Schiffe in der Schlacht von Trafalgar, zwang die AIGLE (74 - Pierre Paulin Gourrege) und die SAN JUAN NEPOMUCENO (74 - Cosme Churruca ) zur Aufgabe und befreite die BELLEROPHON (74 - John Cooke) aus ihrer entsetzlichen Lage. Durham wurde leicht verwundet, doch sein Schiff trug zum glänzenden Sieg der Engländer entscheidend bei.
Wie alle Trafalgar-Kommandanten erhielt Philip Durham eine Goldmedaille, den Ehrensäbel der Patriotischen Vereinigung und den Dank des Parlaments.

1806 wechselte Durham auf die RENOWN (74) und gehörte zur Kanalflotte. Später wurde er ins Mittelmeer versetzt, wurde zum Kommodore befördert und diente bis 1810 unter Admiral Collingwood. Am 25. Oktober 1809 assistierte er Konteradmiral Martin im Golf von Lion bei der Vernichtung der französischen Linienschiffe ROBUST (84) und LEON (74).

Am 31. Juli 1810 wurde Philip Durham zum Konteradmiral befördert. 1811 hisste er seine Flagge in der Nordsee, doch machte der Ausbruch eines französischen Geschwaders aus L'Orient es notwendig, daß Durham als Troubleshooter in Portsmouth ein Geschwader zusammenraffte und den Franzosen nachsetzte, die aber bald in ihren Hafen zurückkehrten.

Durham kommandierte bis 1813 sein Geschwader in der Bikaya. Von Anfang 1814 bis 1816 war er Oberkommandierender bei den Leeward Islands.
1815 wurde er als KCB in den exklusiven Bath-Orden aufgenommen und erhielt 1816 als einziger englischer Offizier das große Ritterkreuz Frankreichs für militärische Verdienste.

1817 heiratete der Wittwer ein zweites Mal. Seine Frau Anne Isabella war die Tochter des Baronets Sir John Henderson. Aus diesem Grunde nahm Sir Philip nun den zweiten Nachnamen Henderson an, später (1840) kam in der Nachfolge seines verstorbenen Bruders auch noch der Nachname Calderwood dazu. Am 12. August 1819 wurde Sir Philip Charles Durham-Henderson zum Vizeadmiral befördert. Am 22. Juli 1830 stieg er dann zum Admiral auf. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Parlaments und blieb es bis 1836. Von März 1836 bis April 1839 war Durham der Oberkommandierende in Portsmouth. Nachdem seine Frau Ende 1844 verstorben war, nahm er zu wenig Rücksicht auf seine Gesundheit und starb am 2. April 1845 in Neapel an einer Lungenentzündung.

 The Real Hornblower: The Life and Times of Admiral Sir James Gordon, GCB

The Real Hornblower: The Life and Times of Admiral Sir James Gordon, GCB
von Bryan Perret
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 168 Seiten - Naval Institute Press
Erscheinungsdatum: Mai 2000

Der Autor schildert fast ohne zeitliche Lücken das Leben des Admiral Sir James Gordon vor dem Hintergrund von C.S. Foresters berühmter Romanfigur Horatio Hornblower. Perret zeichnete aus den Quellen - Zeitungsartikel, Briefe, Logbücher und Gordons unveröffentlichten Autobiographie - ein präzises Bild des realen Hornblower.

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