Frigate Commander

Frigate Commander
von Tom Wareham
Sprache: Englisch
Gebunden - 283 Seiten - Leo Cooper Ltd
Erscheinungsdatum:2004

Das Buch basiert auf dem Tagebuch von Leutnant, später Kapitän Graham Moore,
der von 1793 bis 1804 in den napoleonischen Seekriegen Fregatten führte,
u.a. die SYREN und die MELAMPUS.
Die Aufzeichnungen Moores geben einen bisher einmalig detaillierten Blick auf das Leben
eines realen Jack Aubrey oder Horatio Hornblower.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
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Vizeadmiral Sir William Charles Fahie

 William Charles Fahie

* 1763 auf St. Kitts, Karibik            † 11. Januar 1833 auf Bermuda, Karibik

William Charles Fahie wurde 1763 auf der Karibik-Insel St. Kitts (Leeward-Inseln) als Sohn eines Richters geboren. In sehr jungen Jahren trat er in die Royal Navy ein.
Den Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges erlebte er als Fähnrich und segelte 1777 auf der SEAFORD (24 - John Colpoys).
Es folgten 1778 Dienstzeiten auf der ROYAL GEORGE (100) und Admiral Sir George Rodneys Flaggschiff SANDWICH (100). An Bord dieses Schiffes kämpfte er am 16. Januar 1780 in der sogenannten Moonlight Battle oder ersten Schlacht vor Kap Trafalgar, als Admiral Rodney in einer nächtlichen Seeschlacht eine zahlenmäßig unterlegene spanische Flotte vernichtend schlug. Fahie wurde nach der Schlacht zum Leutnant befördert.
Er wechselte auf die RUSSELL (74) und segelte von nun an in heimatlichen Gewässern, in der Karibik. Fahie kämpfte am 29. April 1781 unter Hood in der Seeschlacht vor Martinique und am 25. Januar 1782 vor St. Kitts gegen die französische Flotte von Degrasse. Bei dem Versuch, Nachrichten auf seine belagerte und schließlich von den Franzosen eroberte Heimatinsel zu bringen, geriet der Leutnant in Gefangenschaft, kam aber noch rechtzeitig wieder frei, um den britischen Triumph gegen die Franzosen in der Seeschlacht vor den Saintes am 12. April 1782 mit zu erkämpfen.
Nach Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1783 zog sich Fahie als Leutnant der Reserve wieder auf St. Kitts zurück.
Mit dem Beginn des Krieges 1793 wurde Fahie wieder aktiv. An Bord der Sloop ZEBRA (18) nahm er im April 1793 am Angriff auf Fort de France auf Martinique teil und zeichnete sich dabei aus.
Nach einem Zwischenspiel an Bord von Admiral John Jervis Flaggschiff BOYNE wurde Fahie 1794 zum Commander befördert und avancierte zum Kommandanten der WOOLWICH (44 en flute), welche als Truppentransporter diente.
Vermutlich in diesen Zeitraum datiert seine Heirat mit Elizabeth Renee Heyliger, mit der er vier Töchter haben sollte.
Am 2. Februar 1796 wurde Fahie zum Kapitän befördert und bekam das 20-Kanonen-Schiff PERDRIX (22).

Fiddlers and Whores: The Candid Memoirs of a Surgeon in Nelson's Fleet

Fiddlers and Whores: The Candid Memoirs of a Surgeon in Nelson's Fleet
von James Lowry (Autor), John Millyard (Herausgeber)
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 192 Seiten - Chatham Publishing
Erscheinungsdatum:15. Mai 2006

Das nie zur Publikation gedachte Werk von Nelsons abenteuerlustigem Schiffs-Chirurgen bietet zeitgenössische Einblicke in die Marine und das Leben an Bord, die gewöhnlich verborgen blieben. In der Zeit zwischen 1797 und 1804 diente Lowry in der Mittelmeerflotte unter Nelsons Kommando und schrieb von "...von Fiedlern und Dichtern, Huren und Schakalen".

Im Januar 1798 lag die PERDRIX im Hafen von Antigua, während Fahie beurlaubt auf St. Kitts weilte. Sein Erster Offizier Charles Peterson geriet mit dem stellvertretenden Kommandanten der Sloop FAVOURITE, Lord Camelford, im Streit über das Hafen-Kommando aneinander und wurde von Camelfort kaltblütig erschossen. Der Lord wurde trotzdem von einem daraufhin einberufenen Kriegsgericht freigesprochen (Siehe dazu hier). Fahies Haltung zu dem Vorfall ist mir aber nicht bekannt. Immerhin war sein Erster Offizier getötet worden, als dieser ihn im Kommando vertrat.
Zunächst aber verlief der Krieg für Fahie erfolgreich: Vor der Karibikinsel St. Thomas stieß die PERDRIX am 7. Dezember 1798 auf den französischen Freibeuter L'ARMEE D'ITALIE (18 - Colachy) und eroberte das Schiff in einem 45minütigem Gefecht. Fahie verlor keinen einzigen Mann, während die Franzosen 5 Tote und 6 Verwundete hatten.
Zu diesem Zeitpunkt aber war schon klar, dass das 20-Kanonen-Schiff nach England zurückkehren sollte, um abgemustert zu werden. Noch bemerkenswerter: Fahie nahm oder bekam kein neues Kommando, sondern verbrachte als Kapitän der Reserve die Zeit bis zum Frieden von Amiens auf seiner Heimatinsel St. Kitts.
Erst 1804, ein Jahr nach dem erneuten Ausbruch des Krieges, finden wir ihn als Kommandanten der HYAENA (28) bei einem Geleit von Handelsschiffen von England in die Karibik.
Im Sommer 1805 erhielt Fahie den Befehl über die Fregatte AMELIA (38), danach wurde er in das Kommando der ETHALION (38) versetzt. Mit diesem Schiff nahm er 1807 unter Konteradmiral Sir Alexander Cochrane an der Eroberung der dänischen Karibikinseln St. Thomas, St. John und St. Croix teil.
Danach wurde Fahie Kommandant des Linienschiffes BELLEISLE (74), mit dem er im Januar 1809 an der Eroberung der französischen Karibikinsel Martinique beteiligt war. Kurz darauf tauschte er die Schiffe mit Kapitän George Cockburn von der POMPEE (74).
Mit diesem Schiff gelang ihm am 17. April 1809 vor Puerto Rico nach mehrtägiger Verfolgung und einem blutigen Gefecht die Eroberung des französischen Linienschiffes HAUTPOULT (74 - Armand Leduc).

Zum Duell POMPEE vs. HAUTPOULT siehe diesen LINK

Fahie wurde jedoch schwer verwundet und konnte erst nach einigen Monaten Genesung das Kommando über das eroberte Schiff, nun in ABERCROMBIE (74) umbenannt, antreten.
Er kam jedoch noch rechtzeitig, um Anfang 1810 an der Eroberung der französischen Karibikinsel Guadeloupe teilzunehmen.
Danach wurde er mit seinem Schiff wieder in europäische Gewässer beordert, segelte zunächst im Geschwader Sir George Berkeleys an der portugiesisch-spanischen Atlantikküste und war zum Ende des Krieges 1814 Teil der britischen Blockadekräfte vor den feindlichen Häfen der Biskaya bzw. im Kanal.
1814 wurde Fahie ehrenhalber zum Colonel der Marineinfanterie ernannt, was seinen Sold erheblich aufbesserte.
Nach Kriegsende zog er sich kurz aus dem aktiven Dienst zurück, doch nach Napoleons Flucht von Elba übernahm er wieder ein Kommando und führte das Linienschiff MALTA (80) bei der österreichischen Belagerung Gaetas (Italien), welche er in Kooperation mit General Baron Laner bis zum 8. August 1815 aufrechterhielt. Schließlich besetzten die Österreicher die Hafenstadt.
Fahie wurde doppelt belohnt, denn König Ferdinand von Sizilien ehrte Fahie mit der Ritterschaft des Ordens St. Ferdinand und Merit. Auch der ehrwürdige britische Bath-Orden erhob ihn zum Companion (CB), später sogar zum Knight Commander (KCB 1824).

 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

1817 wurde sein Glück getrübt, denn Sir William Charles Fahies Frau Elisabeth Renee verstarb. 1819 wurde er Konteradmiral und Oberbefehlshaber auf der Station, auf der er fast die gesamte Dienstzeit gedient hatte, nämlich bei den Leeward-Inseln.
1821 wechselte Konteradmiral Fahie in das Oberkommando der nordamerikanischen Station nach Halifax, wo er einen seiner ersten Kommandanten, Vizeadmiral John Colpoys, ablöste.
Am 12. Juli 1823 heiratete Fahie Mary Ester Harvey, 1824 zog er sich aus dem Dienst zurück und siedelte sich auf der Geburtsinsel seiner zweiten Frau, Bermuda, an.
1830 wurde Fahie zum Vizadmiral befördert.
Am 11. Januar 1833 starb Sir William Charles Fahie auf Bermuda. Er hatte die meiste Zeit seines Lebens in der Karibik verbracht.


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