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The Royal Navy 1793-1815 (Battle Orders)
von Gregory Fremont-Barnes
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 96 Seiten - Osprey -
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
This book examines the commanders, men, and ships of the Royal Navy during the French Revolutionary and Napoleonic Wars, and discusses the Navy's command structure (from the Admiralty down to ship level) and its organisation at sea. The tactics employed in action by a fleet, squadron, and individual ship, respectively are also discussed, as are the medical services...
 The Royal Navy 1793-1815 (Battle Orders)

Admiral Sir Fleetwood Broughton Reynolds Pellew

Kein Bild von Konteradmiral fleetwood Pellew verfügbar

* 13. Dezember 1789 in Mawgan, Cornwall           † 28. Juli 1861 in Florenz, Italien

Zweitgeborener Sohn von Edward Pellew (späterer Lord Exmouth) und Susannah Frowde. Unter der Protektion seines Vaters, damals auf dem Sprung zum Konteradmiral, trat Fleetwood bereits 1799 in die Royal Navy ein. Noch im gleichen Jahr ging er nach Eton, später in die Tiverton School, wo er bis 1803 erzogen wurde. Danach fuhr er wieder unter seinem Vater, inzwischen Konteradmiral, auf dessen Flaggschiff TONNANT zur See.

1805 wurde der noch nicht 16jährige Fleetwood von seinem Vater, der seit 1804 Oberkommandierender in Ostindien war, zum Leutnant befördert. 1806 nützte sein Vater die Eroberung des französischen Kreuzers BELLONE (34), um den Kommandanten der Sloop RATTLESNAKE (16), John Bastard, einen seiner Protegees, als Kapitän der BELLONE einzusetzen. Damit wurde wiederum das Kommando der Sloop für Fleetwood Pellew frei, der so zum Commander avancierte. Noch im selben Jahr beförderte Konteradmiral Edward Pellew seinen Sohn zum Kapitän zur See und gab ihm die TERPSICHORE (32), deren Kapitän Bogne verstorben war, als erstes Kommando. Man muss dazu wissen, das für die Promotion zum Kapitän zur See (post captain) ein angemessenes Schiff Voraussetzung war. So kam der Tod Bognes Fleetwoods Vater gelegen.

Dem blutjungen Kapitän gelang es immerhin, seine Beförderung nachträglich durch eine bemerkenswerte Leistung zu rechtfertigen: Beim Angriff der Flotte seines Vaters auf den holländischen Hafen Batavia (Java) am 28. November 1806 eroberte Fleetwood Pellew die holländische Fregatte PHOENIX (36) und nahm mit ihr den Hafen unter Feuer, bis das Schiff sank. Ergebnis des Angriffs war die Zerstörung von ca. 20 kleineren Handelsschiffen und 6 kleineren Kriegsschiffen. 1807 wurde Fleetwood Pellew Kommandant der PSYCHE (32), mit der er am 1. September 1807 die holländische Reede von Samarang (Java) angriff. Er nahm nach kurzem Gefecht die Korvette SCIPIO (24 - Carrege †), die Brigg CERES (12) und einen Schoner mit 8 Kanonen. Daneben erbeutete er drei recht wertvolle Handelsschiffe.
Beim Angriff seines Vaters auf den Hafen von Griessie (Java) kommandierte Fleetwood das Linienschiff POWERFUL (74), 1808 bekam er dann vorübergehend die SAN FIORENZO (36) und wurde danach Kommandant der CORNWALLIS (44).

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Am 14. Oktober 1808 wurden Fleetwood Pellews Beförderungen durch seinen Vater von der Admiralität tatsächlich bestätigt. Man muss dabei jedenfalls erwähnen, das Fleetwood Pellew sich neben dem Angriff auf Batavia auch während seines Kommandos auf der PSYCHE durchaus ausgezeichnet hatte und sicherlich trotz seiner Jugend bereits ein fähiger Offizier und Seemann war.

1810 übernahm Fleetwood die PHAETON (38) von seinem älteren Bruder Pownoll, der seine ebenfalls durch seinen Vater errungene Promotion zum Kapitän nie in dieser Art rechtfertigen konnte. 1813 finden wir Kapitän Fleetwood Pellew als Befehlshaber auf der RESISTANCE (38), die zur Mittelmeerflotte unter dem Oberkommando seines Vaters gehörte. Nun zeigten sich offensichtlich die negativen Konsequenzen seiner frühen Beförderung: Der Ruf des priviligierten und zu jungen Kommandanten bei der Crew war schlecht, Fleetwood führte ein übertrieben hartes Kommando und die Folge war 1814 eine Meuterei, die die gesamte Besatzung erfasste. Es war die erste von drei Rebellionen, die Fleetwood Pellew im Verlauf seiner Karriere gegen sich haben sollte und die er offenbar auch durch seinen launenhaften Kommandostil provozierte. Er verlor das Kommando über die Fregatte, sein Ruf wurde auf längere Zeit beschädigt und die Meuterei blieb selbst Jahre später noch Gesprächsthema.

Im Juni 1816 heiratete Fleetwood Pellew Harriet Webster, mit der er eine Tochter hatte. Von August 1818 bis Juni 1822 hatte Fleetwood Pellew dann wieder ein Kommando. Mit der REVOLUTIONNAIRE (38) war er im Mittelmeer stationiert und verzeichnete im Kampf gegen griechische Piraten Achtungserfolge. Doch dauert es lange, bis sein Name in den Annalen wieder auftaucht: 1836 wurde er zum Ritter des exklusiven Bath-Ordens geschlagen. Im November 1846 wurde Sir Fleetwood Pellew dann zum Konteradmiral befördert.

1851 heiratete der Witwer ein zweites Mal, liess sich aber von seiner Frau Cecile Drummond später wieder scheiden.Vom 6. Dezember 1852 bis zum 19. Januar 1854 war Fleetwood Pellew Oberkommandierender für Ostindien und China. Während seines Kommandos wurde Pellew am 22. April 1853 zum Vizeadmiral befördert. Doch im selben Jahr verursachte eine von ihm provozierte Meuterei das Ende seiner aktiven Dienstzeit, Pellew wurde abgelöst. 1858 wurde er noch zum Admiral befördert. Admiral Sir Fleetwood Broughton Reynolds Pellew starb am 28.Juli 1861 in Florenz, Italien.

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von Wilder Perkins
Sprache: Deutsch
Broschiert - 283 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum:2002

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 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

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von Angus Konstam, Tony Bryan
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 48 Seiten - Osprey Publishing (UK)
Erscheinungsdatum: 1. November 2001


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Aus:
Napoleons gefallene Göttinnen von Thomas Siebe, erschienen im Mai 2009 bei BoD

Copyright © 2009 by Thomas Siebe, Tomas Coladores

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