Linienschiffschlachten 1794 - 1806 Download
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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3


Drei Monate auf der Flucht

Die Verteidigung der französischen HAUTPOULT (74) im April 1809

Anfang 1809 versuchte ein französisches Geschwader, die belagerten Karibik-Inseln Martinique und Guadeloupe zu unterstützen. Doch von Beginn an jagten die Briten die Schiffe des Kommodore Troude. Eines seiner Linienschiffe wurde in einer beispiellosen Verfolgung über vier Tage durch die Karibik gehetzt, bis es zum Kampf gestellt wurde.

1809: Während Napoleon in Europa sein Imperium immer weiter vergrößerte, beherrschte die britische Royal Navy die Ozeane. Durch die letzte größere Linienschiff-Schlacht vor Santo Domingo 1806 hatten die Briten den Druck auf die französischen Kolonien in Westindien (~ Karibik) erhöht. Die britische Blockade der von Napoleon beherrschten europäischen Häfen machte die Versorgung der beiden letzten verbliebenen Inseln Martinique und Guadeloupe fast unmöglich, entsprechend dramatisch gestaltete sich die Situation auf den Inseln.
Die britische Invasion dieser zermürbten französischen Bastionen wurde in Frankreich jederzeit erwartet. Anfang 1809 wurde deswegen in L'Orient ein Linienschiffgeschwader ausgerüstet und beladen, um die bedrohten Inseln durch Nachschub gegen den Angriff der Briten zu rüsten. Das Kommando über die Linienschiffe COURAGEUX (80 - Amables-Gilles Troude), POLONAIS (74 - Hugues Olivier Mequet) und HAUTPOULT (74 - Armand Leduc) bekam Kommodore Amables-Gilles Troude, der sich bereits 1801 im zweiten Treffen von Algeciras einen Namen gemacht hatte. Neben den drei 1806, 1808 und 1807 vom Stapel gelaufenen Linienschiffen wurden fünf 40-Kanonen-Fregatten für Troudes Mission zur Verfügung gestellt: Die ITALIENNE (40 - Pierre Roch Jurien de La Graviere), CALYPSO (40 - Louis Leon Jacob), CYBELE (40 - Raymond Cocault), FELICITE (en flute 1) und FURIEUSE (en flute).

Denys Arthur Rayner's
The long fight


Doch war die Reede von L'Orient, wie alle wichtigen Kriegshäfen, von einem britischen Geschwader unter Kommodore John Poer Beresford blockiert. Die THESEUS (74 - Beresford), TRIUMPH (74 - Thomas Masterman Hardy), VALIANT (74 - Alexander Robert Kerr) und REVENGE (74 - Charles Paget) galt es zu passieren, wollten die Franzosen in den Atlantik.
Troude musste also eine günstige Gelegenheit zum Ausbruch abwarten, wollte er sich nicht mit den zahlenmäßig überlegenen Briten auf ein Gefecht einlassen.
Diese Gelegenheit ergab sich am Morgen des 21. Februar 1809, als große Teile der Brester Flotte unter Konteradmiral Willaumez die wetterbedingte Abwesenheit der Blockadegeschwader unter Admiral Lord Gambier nützen, um den Hafen zu verlassen und den Bec du Raz anzusteuern (Raz de Sein, siehe Karte). Folgt man späteren Artikeln des MONITEUR, so hatte Willaumez Instruktionen, das Blockadegeschwader Beresford vor L'Orient zu stellen oder zu verjagen und sich dann mit Troudes Schiffen zu vereinigen. Sollte Troude aufgrund ungünstigen Windes oder zu flacher Tide nicht zu Willaumez stoßen können, sollte Letzterer weiter nach Rochefort segeln, wo weitere drei Linienschiffe und einige Versorgungsschiffe warteten. Auch hier stand ein Blockadegeschwader der Briten, das neutralisiert werden musste. Danach sollte Willaumez vermutlich in die Karibik durchbrechen und die französischen Kolonien entlasten.
Bereits am Morgen des 21. Februar 1809 entdeckte die REVENGE (74 - Charles Paget) Willaumez Schiffe, deren Ziel deutlich erkennbar das Geschwader von Beresford war. Die Briten wendeten sich nach Südwesten, Willaumez Schiffe aber nahmen die Jagd auf und setzte sie bis zum späten Nachmittag des Tages fort, um dann abzubrechen und Kurs auf die Ile de Groix zu nehmen, wo die französische Flotte über Nacht ankerte.
Die Briten unter Beresford, über Nacht von einer Flaute betroffen, kehrten nicht vor L'Orient zurück und Troudes Schiffe machten sich segelbereit. Weil aber die Tide das Auslaufen der tiefgängigen Linienschiffe noch nicht zuließ, machte sich zunächst das voll bewaffnete Fregattengeschwader unter Kommodore Jurien de La Graviere auf den Weg. Ob geplant oder zufällig, die drei 40-Kanonen-Fregatten Jurien de La Gravieres wurden in den nächsten Stunden - bildlich gesprochen - zur Flipperkugel zwischen britischen Linienschiff-Geschwadern und Fregatten. Sie erregten sowohl die Aufmerksamkeit der Schiffe von Beresford als auch die eines Geschwaders unter Konteradmiral Stopford, bestehend aus CAESAR (80 - Charles Richardson), DEFIANCE (74 - Henry Hotham), DONEGAL (74 - Peter Heywood) und AMELIA (38 - Frederick Paul Irby). Auch einige englische Fregatten machten Jagd auf das französische Trio. Jurien de La Graviere gelang mit knapper Not die Flucht unter die schwerbewaffneten Batterien von Sable d'Olonne, wo seine Fregatten jedoch trotz des Schutzes der schlagkräftigen Landbatterien von den Linienschiffen Stopfords unter Feuer genommen wurde und schließlich soweit ans Ufer getrieben wurden, dass sie aufliefen. Offenbar wurde keiner der drei Fregatten später wieder flott.

Das verschollene Schiff

REVELL-Bausatz der USS CONSTITUTION Maßstab 1 : 96
 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

British Napoleonic Ship-Of-The-Line (New Vanguard)
von Angus Konstam, Tony Bryan
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 48 Seiten - Osprey Publishing (UK)
Erscheinungsdatum: 1. November 2001

Immerhin aber hatte Jurien de La Graviere - gewollt oder ungewollt - Troude den Weg freigesperrt. Als dieser einige Stunden nach Jurien de La Graviere mit seinen Linienschiffen und den zwei beladenen Fregatten L'Orient verließ, konnte er unbehelligt Kurs auf die Karibik setzen. Ein französischer Schoner mit Befehlen von Konteradmiral Willaumez, das Geschwader in den Pertuis de Antioche (Basque Roads) zu segeln, erreichte Troude wahrscheinlich nicht mehr. Dies war möglicherweise Glück, denn sonst hätten dessen Schiffe vielleicht später vor der Ile d'Aix (Basque Roads) in einer ähnlichen Falle gesessen wie schließlich Willaumez Flotte bei der Schlacht vor Basque Roads bzw. Fort Boyard 2.
Troudes Geschwader hatte also freie Bahn, doch auf seinem Weg über den Atlantik bekam der Geschwaderchef durch britische Handelsschiffe, die er aufbrachte, die Nachricht, dass die britische Invasion von Martinique schon fast abgeschlossen war. Tatsächlich hatte der Oberkommandierende bei den Leeward-Inseln, Konteradmiral Sir Alexander Cochrane, einer der Sieger von Santo Domingo 1806, schon am 30. Januar 1809 zur Eroberung der französischen Karibikinsel angesetzt und während Troude den Atlantik überquerte, nämlich am 24. Februar 1809, übergab der französische Gouverneur von Martinique, Thomas Villaret-Joyeuse, mit Fort Desaix den letzten von den Franzosen gehaltenen Stützpunkt an die Briten.
Klugerweise hielt sich Troude wegen der alarmierenden Nachrichten fern von Martinique und steuerte stattdessen vorsichtig Guadeloupe bzw. die vor der Südspitze Guadeloupes liegende Inselgruppe der Saintes an.
Diese bilden zwischen den beiden größten Inseln und einigen kleineren Eilanden einen natürlichen und idealen Hafen. Ideal deswegen, weil er einerseits leicht zu verteidigen war, da Angreifer in den engen Kanälen, die hinein führten, dem konzentrierten Feuer der Verteidiger ausgeliefert worden wären, ohne selbst ihre volle Feuerkraft entfalten zu können. Andererseits konnte ein Schiff die Reede auf drei verschiedenen Wegen bzw. in drei verschiedenen Richtungen verlassen, was ideale Fluchtmöglichkeiten bot. Schlupflöcher gab es im Norden bzw. Nordwesten, im Westen und im Osten. Im Süden war die Passage vermutlich zu flach für Linienschiffe.
Auf dieser relativ sicheren Reede warf das Geschwader nun Anker, noch immer bestehend aus den o.g. drei Linienschiffen und den zwei en flute segelnden Fregatten. Troudes Wahl des Ankerplatzes musste sich vom ersten Augenblick an bewähren, denn sein Geschwader wurde bereits bei der Ankunft am 29. März 1809 von einer britischen Sloop gesichtet. Pech für Troude auch, dass das Linienschiff-Geschwader von Konteradmiral Alexander Cochrane nicht weit war. Cochranes Flaggschiff NEPTUNE (98 - Flaggkapitän Charles Dilkes) tauchte nur wenige Stunden nach Troudes Ankunft vor den Iles de Saintes auf, die Linienschiffe POMPEE (74 - William Charles Fahie), CAPTAIN (74 - James Athol Wood), YORK (74 - Robert Barton) und POLYPHEMUS (64 - William Pryce Cumby) waren ebenfalls bald zur Stelle, bevor noch die französischen Ankömmlinge Kontakt mit Guadeloupe aufnehmen konnten.
Konteradmiral Cochrane ließ die Saintes umstellen, was sich als schwieriger erwies als vermutet. Die britischen Schiffe hatten drei potentielle Flucht-Passagen zu beobachten, doch um die Inseln herum war z.T. für den großen Tiefgang der Linienschiffe extrem gefährliches Terrain. Cochrane teilte sein Linienschiff-Geschwader auf, wobei er nach und nach Hilfe von einigen kleineren Schiffen bekam, u.a. den Fregatten LATONA (38 - Hugh Pigot), ETHALION (36 - Thomas John Cochrane) und der 12-Pfünder Fregatte CASTOR (32 - William Roberts), von den Sloops HAZARD (18 - Hugh Cameron), RECRUIT (18 - Charles Napier), RINGDOVE (18) und TWEED (18) sowie den Kanonen-Briggs SUPERIEURE (14) und HAWK (14).

Guadeloupe und die Saintes. Quelle: Wikipedia
Guadeloupe und die Saintes. Quelle: Wikipedia
Die Iles de Saintes am 14. April 1809

Die Franzosen saßen in der Falle und wurden von immer mehr britischen Schiffen umkreist, doch die Briten standen vor den o.g. Problemen, Troudes Schiffe dort auch herauszuholen. Cochrane riskierte es nicht, seine Linienschiffe in die Passagen zu schicken, sondern verfolgte einen anderen Plan. Zwei Wochen lang belauerten sich Belagerer und Verteidiger, wobei die Franzosen jede Minute eines Angriffs gewärtig sein mussten und die Briten insbesondere in den Nächten keinen Schlaf fanden, weil sie befürchteten, die Franzosen könnten ihnen entkommen.
Am 13. April 1809 erlöste die ACASTA (38 - Philip Beaver) Konteradmiral Cochrane von seinen Sorgen: Von Martinique kommend führte die britische Fregatte die mit Truppen beladenen INTREPID (64), GLOIRE (36), NARCISSUS (32) und CIRCE (32), einige davon vermutlich en flute, durch einen Kanal vor die Nordseite der Insel Terre-de-Haut.
Am 14. April 1809 gegen Mittag begann die Landung: Rund 2500 Mann Truppen wurden eingebootet und landeten ohne Widerstand auf der Insel. Lediglich die Kanonen von der Insel Cabrit versuchten, die Schiffe der Invasoren zu fassen.
Nach zwei Tagen hitziger Kämpfe gegen rund 800 Verteidiger waren die Briten unter Major General Maitland Herren der Insel. Ihr eigentliches Ziel aber erreichten sie schon am selben Tage. Auf dem höchsten Punkt von Terre-de-Haut, 300 Meter hoch und Morne-Russel 3 genannt, stellten die Briten noch am späten Nachmittag zwei 8-Inch-Mörser auf und hatten von dieser Position aus eine ideale Schussdistanz zu den fünf französischen Schiffen. Die tragbaren Mörser und ihre Bedienungsmannschaften hatten sich schon bei der Eroberung der Insel Martinique Wochen zuvor bewährt und kamen schnell zur Sache.

Ein tragbarer Mörser
Ein tragbarer Mörser. Quelle: Wikipedia

Gegen 18:00 stiegen die ersten Granaten in den Himmel und fielen dann auf den Ankerplatz der Franzosen. Zur Wirkung kann ich nur soviel sagen, dass 8-Inch-Granaten für ein Linienschiff kurzfristig keine existentielle Bedrohung darstellen, bei tagelangem Beschuss aber aus jedem noch so großen Linienschiff ein rauchendes Wrack machen können.
Die Briten waren jedenfalls darauf vorbereitet, dass Troudes Geschwader seine Zuflucht alsbald verlassen würde. Cochrane hatte den Kordon seiner Flotte aus Sloops und Briggs möglichst nahe um die Inseln gelegt, während die Fregatten und Linienschiffe weiter draußen kreuzten und auf Signale warteten. Dabei verzichtete der Konteradmiral aber darauf, aus seinen 74-ern Duos zu bilden und die NEPTUNE für die Bewachung einer dritten Passage zu nützen. Seine Linienschiffe segelten mehr oder weniger einzeln um die Inseln herum, wobei Cochrane im Falle eines Aufbruchs der Franzosen auf das Signalsystem vertraute, um seine Kräfte zu konzentrieren. Und gegen 20:00 empfing das Flaggschiff NEPTUNE (98), das südwestlich der Saintes stand, das Signal, dass das erste französische Linienschiff Anker lichtete.
Die beiden tragbaren Mörser auf dem Berg hatten also die Verteidigung des französischen Ankerplatzes ausgehebelt, die Position Troudes war auf lange Sicht unhaltbar geworden. Der Franzose hatte sich für diesen Fall aber offensichtlich einen Plan zurechtgelegt, um einerseits zu entkommen, andererseits die beladenen Fregatten doch noch ans Ziel, in diesem Fall nach Guadeloupe, zu bringen.
In der hereinbrechenden Dunkelheit bekam Cochrane gegen 22:00 die Nachricht, dass alle feindlichen Schiffe nun in Bewegung wären, doch konnten sich die Signalgeber nicht einig werden, welche Passage der Gegner nahmen. Die einen meldeten die West-Passage als Fluchtweg, die anderen sahen Schiffe Kurs auf die Ost-Passage nehmen. Von der Mörser-Batterie aus aber konnte man erkennen, dass Schiffe durch die Nord-Passage segelten und dann Kurs Westen nahmen. Andere Schiffe aber blieben vorerst zurück.

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Troude war ein großes Risiko eingegangen, denn er hatte den Fregatten befohlen, zunächst zu verharren und dann allein nach Guadeloupe durchzubrechen, während der französische Kommodore mit seinen Linienschiffen hoffte, die ganze Aufmerksamkeit der Briten auf sich zu ziehen. Begünstigt wurde Troudes Plan durch die Dunkelheit, die den Briten zu wenig oder zu ungenaue Informationen über die Bewegungen der Franzosen gab bzw. ihnen offensichtlich eine fehlerlose Kommunikation und damit Koordination ihrer Kräfte verwehrte.
Cochrane hatte zwar auch Signale bekommen, die implizierten, dass sich die Linienschiffe von den Fregatten getrennt hatten (oder umgekehrt), nur hatte er keine Ahnung, auf welcher Seite der Insel die Linienschiffe (oder die Fregatten) herauskamen.
Die HAZARD (18) unter Kapitän Hugh Cameron war das erste britische Schiff, das die Franzosen in der Nord-Passage entdeckte. Cameron lief sofort in das französische Kielwasser, bald begleitet von der RECRUIT (18 - Charles Napier) und weiteren kleineren Schiffen.
Kapitän William Charles Fahie von der POMPEE (74), westlich der Saintes stationiert, war das erste Linienschiff, das gegen 22:00 auf Troudes Geschwader traf, welches sich freilich schon 1,5 Meilen westlich der Iles de Saintes befand und nicht, wie man von der Mörser-Batterie zu beobachten glaubte, noch in der Passage 4.
Die POMPEE stellte das letzte Schiff der französischen Linie, die HAUTPOULT (74 - Armand Leduc), und jagte zwei Breitseiten in den Feind, ohne das die unbeirrt nach Westen laufenden Franzosen das Feuer erwiderten. Auch die HAUTPOULT konnte um den Preis einiger eingefangener Kugeln das britische Linienschiff passieren und sich ihren Kolleginnen anschließen. Über Schäden auf Leducs Schiff ist nichts bekannt, sicher ist aber, dass die Breitseiten der POMPEE Treffer erzielt hatten. Offensichtlich aber hatten diese Treffer keinen Einfluss auf die kommende Jagd.
Genau zu diesem Zeitpunkt konnte man von der POMPEE aus im Südwesten die Annäherung der NEPTUNE (98) beobachten 5. Cochrane stieß nun also ebenfalls auf die Franzosen, konnte in der Dunkelheit jedoch zunächst nicht glauben, dass er Linienschiffe vor sich hatte, nicht zuletzt wohl, weil er sie wegen der zeitgleichen Signale von der Möserbatterie mindestens 2 Meilen weiter östlich in der Passage vermutete.

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Als um 22:15 die englische RECRUIT (18 - Charles Napier) das Feuer auf die Franzosen eröffnete und diese lediglich aus ihren Heckgeschützen antworteten, schien dies eher eine Bestätigung für ein Jagdgefecht zwischen der Brigg und Fregatten zu sein.
Nicht einmal, als die Franzosen gegen 23:30 auch auf die NEPTUNE schossen und Verluste - einen Toten, vier Verwundete - verursachten, während das britische Flaggschiff besonders nah Troudes Kurs kreuzte, war sich der britische Konteradmiral sicher, die Linienschiffe vor sich zu haben. Cochrane befürchtete laut seinem Bericht, dass es die französischen Fregatten waren, die versuchten, zu fliehen. Aus diesem Grund versäumte er es, alle anderen Linienschiffe seines Geschwaders herbei zu rufen, während er sich immerhin der Verfolgung anschloss.
Aber konnte man tatsächlich - die Dunkelheit der Nacht durchaus in Rechnung gestellt - drei Linienschiffe und zwei Fregatten verwechseln, während man ja unter offensichtlich gezieltes Feuer von mindestens einem Linienschiff kam ? Auch die in Cochranes Bericht formulierte Vorstellung, die britischen Truppen auf der Insel ohne den Schutz seiner Linienschiffe zurückzulassen, während die französischen Linienschiffe noch dort kreuzten 6, mutet seltsam an.
Nachvollziehbar wäre für mich gewesen, wenn Cochrane hier Sorge um die Landungsflotte mit der ACASTA und der INTREPID geäußert hätte. Der Eindruck, dass irgendwo im Agieren und Reagieren des Konteradmirals in dieser Affäre ein schwerer Fehler steckt, lässt mich nicht los.
Sichtbares Zeichen für das Versagen der britischen Blockadestrategie waren die nun nach Westen davonstrebenden drei französischen Linienschiffe, als deren härtester Verfolger sich die RECRUIT (18 - Charles Napier) entpuppte. Gegen 4:00 lief Napier sogar auf Karronaden-Schussdistanz heran und feuerte eine Breitseite auf das französische Schlusslicht, die HAUTPOULT (74 - Leduc). Napier hoffte, die Takelage des Franzosen so zu beschädigen, das er langsamer wurde.
Hinter der Sloop kam die POMPEE, die die Franzosen am Morgen bereits gelegentlich mit ihren Jagd-Kanonen - langläufigen Achtzehnpfündern - fassen konnte. Natürlich schossen diese aus ihren Heck-Kanonen zurück, wobei sie aber die RECRUIT unter Feuer nahmen. Und als Napier, der bereits einen Treffer mit leichten Verlusten hatte nehmen müssen, zum zweiten Mal anlief und eine Breitseite abfeuerte, entschied sich Kapitän Leduc um 10:45, der RECRUIT kurzfristig die Seite zuzudrehen und die zierliche Brigg-Sloop mit einer vollen, aber offenbar schlecht gezielten Breitseite zu bedenken. Lediglich zwei Wanten wurden durchtrennt und einige Löcher erschienen in den Segeln. Das ermutigte Napier offenbar zu einer noch waghalsigeren Annäherung. Während die HAUTPOULT ihren alten Kurs einschlug, näherte sich die RECRUIT noch um ein gutes Stück, wendete dem französischen Linienschiff ihre Breitseite zu und jagte ihr mindestens eine Salve in das Heck, unbeeindruckt vom Feuer der französischen Jagdgeschütze. Dabei schwebte die kleine Sloop natürlich in erheblicher Gefahr, denn schon zwei, drei Volltreffer der schweren französischen Kaliber in die Wasserlinie konnten ihr Ende sein. Nach seinem Coup ließ Napier sich wieder zurückfallen, blieb aber immer in Schussdistanz der französischen Jagdgeschütze und ließ selbst immer wieder sein Jagdgeschütz, einen langen Neunpfünder, abfeuern.


74 Gun Ship Bellona
Anatomy of the Ship

von Brian Lavery
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe
120 Seiten
Erscheinungsdatum: April 2003 beim Brassey-Verlag
Maße: 25,4 x 24 cm


Der Text enthält (fast) alles Wichtige, was man über eines der ersten 74-Kanonen-Schiffe des 18. Jahrhunderts wissen muß. Trotzdem besteht das Buch größtenteils aus Fotos, Zeichnungen und Bauplänen. Diese vermitteln dem Betrachter ein wunderbares Bild des Schiffstypes , mit dem Lord Nelson später bei Trafalgar siegen sollte. Für Liebhaber ist dieser Band ein must have.
 74 Gun Ship Bellona (Anatomy of the Ship)

Erst im beginnendem Tageslicht des 15. April 1809 hatte Konteradmiral Sir Alexander Cochrane an Bord der NEPTUNE (98) Gewissheit über die Identität der französischen Schiffe bekommen. Von den Linienschiffen hatte sich nur die POMPEE an das Kielwasser des französischen Trios geheftet. Cochrane hatte ihm den Befehl übermittelt, die Flucht der Franzosen zu verzögern, sich aber keinesfalls auf ein Gefecht mit dem gesamten Geschwader einzulassen.
Einige kleinere Schiffe waren ebenfalls noch in Sicht und schlossen langsam auf, während die NEPTUNE seglerisch mit den Franzosen und der POMPEE nicht mithalten konnte und im Verlaufe des Tages weiter zurückfiel. Die Briggs HAZARD und SUPERIEURE leisteten, von der NEPTUNE nach vorne geschickt, der POMPEE inzwischen Gesellschaft. Die Brigg HAWK dagegen blieb beim Flaggschiff.
Zwischen den französischen Linienschiffen war inzwischen auch eine Lücke gerissen worden, denn die HAUTPOULT war rund zwei Meilen hinter ihren Kameradinnen zurückgefallen. Ganz offensichtlich konnte sie nicht (mehr) mithalten. Kommodore Troude war wahrscheinlich nicht entgangen, dass sich hinter ihm immer mehr Schiffe versammelten und dass er die Briten so nicht abschütteln konnte. Er musste damit rechnen, dass sich das gesamte britische Linienschiff-Geschwader hinter seinem ärgsten Verfolger versammelte. Die bevorstehende Nacht war die Gelegenheit, doch noch zu entwischen. Die HAUTPOULT war jedoch ein Wegweiser zur COURAGEUX und POLONAIS. Deswegen befahl Troude gegen 20:00 der HAUTPOULT, nun einen nordwestlichen Kurs zu steuern und schlug selbst mit den beiden anderen Schiffen einen südwestlichen Kurs ein.
Die Trennung der französischen Linienschiffe erschwerte natürlich die Verfolgung der Briten, doch Troudes Handlungsweise ist durchaus fraglich. Ließ er die HAUTPOULT nicht im Stich und lieferte das langsamere Schiff den Briten aus ? Immerhin hatte der französische Geschwaderchef zum Zeitpunkt der Trennung, gegen 20:00, bestenfalls zwei größere britische Schiffe in Sicht, die POMPEE und rund 5 Meilen hinter Fahies Schiff die NEPTUNE.
Man kann die Handlungsweise des Kommodore vielleicht nur verstehen, wenn man die Erfahrungen der letzten 15 Jahre Seekrieg Revue passieren lässt, welche für die Franzosen eine lange Reihe von Niederlagen, auch gegen britische Unterzahl, darstellte. Offensichtlich zog der französische Kommodore es vor, wenigstens zwei seiner Schiffe zu retten, als sich auf einen möglichen Kampf drei gegen zwei einzulassen. Außerdem hatte die HAUTPOULT immer noch rund drei Meilen Vorsprung vor der POMPEE und hatte ebenfalls keine schlechte Chancen, um davonzukommen.
Die POMPEE jedenfalls folgte nach der Trennung des französischen Geschwaders der HAUTPOULT und folgt man einigen Quellen (z.B. Woodman), dann verfolgte die NEPTUNE Kommodore Troudes Linienschiff-Duo. In Cochranes Bericht findet sich freilich kein Indiz für diese Behauptung, auch wäre dieser Vorsatz für die erwiesenermaßen weit langsamere NEPTUNE ziemlich sinnfrei gewesen.
Gegen Mitternacht zeitigte Troudes Strategie Erfolg, denn die POMPEE und offensichtlich auch die RECRUIT hatten Troudes Linienschiffe aus den Augen verloren. Napiers Sloop war im Verlaufe des Tages auch immer weiter zurückgefallen, offenbar zeigte der französische Beschuss am Ende doch Wirkung.
Kapitän Fahie dürfte eine unruhige Nacht vor sich gehabt haben, denn sein Schiff war nun das letzte britische Schiff, das noch Kontakt zu einem französischen Linienschiff hatte.

C.S. Foresters Hornblower - Die komplette Serie

C.S. Foresters Hornblower - Die komplette Serie (8 DVDs)

Regisseur Andrew Grieve

Darsteller: Ioan Gruffudd, Robert Lindsay, John Woodvine, Philip Glenister, Julia Sawalha
Format: Dolby, PAL, 16:9
Sprache: Deutsch
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
DVD-Erscheinungstermin: Oktober 2010
Spieldauer: 786 Minuten

Bei den Iles de Saintes hatten die Fregatten FELICITE (40 en flute) und FURIEUSE (40 en flute) am Morgen des 15. April 1809 ihren Schlupfwinkel noch nicht verlassen. Hier spielte nun eine mysteriöse französische Brigg-Korvette, zuvor auf der Reede von den Briten entweder nicht gesichtet oder nicht erwähnt, vermutlich die Rolle des Kundschafters, der herausfinden sollte, welche britischen Schiffe sich noch zwischen dem wenige Meilen entfernten Guadeloupe und den beiden Fregatten aufhielten.
Mit dieser namenlosen Korvette an der Spitze nämlich segelten die FURIEUSE und die FELICITE gegen 9:00 durch die Nordpassage und nahmen Kurs auf den Hafen von Basseterre (Guadeloupe). Zu spät wurden sie von der INTREPID (64 - Warwick Lake) gesichtet und ins Visier genommen. Die Fregatten hatten schnell die Unterstützung von Landbatterien entlang der Küste Guadeloupes und das verfolgende englische Linienschiff, das vergeblich versuchte, mit seinen Geschützen die Flucht der Franzosen zu verhindern oder zu hemmen, machte Bekanntschaft insbesondere mit der Feuerkraft der Kanonen von Fort Matilde. Die beiden Fregatten schlüpften gegen 10:30 in den Hafen von Basseterre und die INTREPID hatte einen vollen Tag damit zu tun, die von französischen Kugeln zerzauste Rigg zu reparieren. Ohne dass Kommodore Troude es wissen konnte, hatte er also diesen Teil seiner Mission erfüllt.

In der Morgendämmerung des 16. April 1809 war der Abstand zwischen der POMPEE und der HAUTPOULT unverändert, doch das Schiff Leducs wurde nun von den beiden schnellen Briggs HAZARD und SUPERIEURE praktisch flankiert und hatte am Tage keine Hoffnung, der britischen Beobachtung zu entkommen.
Auch bekam Kapitän Fahie im Laufe des Vormittags Verstärkung aus dem Nordosten, von wo aus nun die LATONA (38 - Hugh Pigot) und die CASTOR (32 - William Roberts) immer mehr zur POMPEE aufschlossen. Dafür war die NEPTUNE inzwischen rund 9 Meilen hinter die POMPEE zurückgefallen und am späten Nachmittag gegen 17:00 verschwand sie ganz aus dem Blickfeld Fahies. Dafür hatte sich die CASTOR auf gleiche Höhe zur POMPEE herangearbeitet, während die LATONA noch zurückhing.
Um 17:30 sichteten die Briten im Norden Land. Dies waren die Höhenzüge der Insel Puerto Rico, die nun gleichsam dem französischem Flüchtling den Weg versperrten. Die HAUTPOULT musste ihren Kurs nach Westen korrigieren und der Küstenlinie der Insel folgen. Die hereinbrechende Nacht und wechselhafte Winde unter Land machten es auf der anderen Seite für die Verfolger schwierig, den Flüchtling im Auge zu behalten. Wesentlich dazu bei trug die CASTOR, die sich immer näher an das französische Linienschiff heranschob und es schließlich sogar, um ungefähr eine Meile versetzt, überholte.
Am 17. April 1809 um 2:45 ließ Kapitän Roberts Segel kürzen und war gegen 3:00 eine halbe Meile entfernt auf der Steuerbordseite der HAUTPOULE, als die Briten das Feuer eröffneten. Kapitän Armand Leduc musste, um sich ausreichend zu wehren, mit seinem Schiff immer wieder etwas nach Steuerbord gieren und verlor so nach und nach seinen Vorsprung gegenüber der POMPEE.Rund eine Stunde lang lieferten sich die Fregatte und das Linienschiff ein Breitseiten-Duell auf große Distanz, Roberts lediglich mit 13 Zwölfpfündern, Leduc mit seinen 14 Sechsunddreissigpfündern und 15 Achtzehnpfündern. Der überlegenen französischen Artillerie gelang es jedoch nicht, diesen ungleichen Kampf für sich zu entscheiden. Hinter den beiden Kontrahenten näherte sich stetig die POMPEE, übrigens ein Schwesternschiff der HAUTPOULT, denn sie war 1790/91 in Frankreich gebaut worden, fiel aber 1793 in Toulon in englische Hände.

 Canonniere gegen Tremendous

COMBAT BETWEEN THE FRENCH FRIGATE AND ENGLISH VESSEL , PIERRE J. GILBERT
Puzzle mit 3000 Teilen, Maß 920 mm x 680 mm
Das Bild zeigt das Gefecht zwischen der französischen Fregatte CANONNIERE (40)
und dem britischen Linienschiff TREMENDOUS (74)
am 21. April 1806 vor der Küste Natals.

Nach rund einer Stunde war die POMPEE dann heran und passierte langsam zwischen den beiden Kontrahenten, die CASTOR gleichsam deckend. Um 4:00 begann das Breitseitenduell der beiden Linienschiffe auf Musketenschussdistanz, diesmal Zweiunddreissigpfünder-Kanonen und Karronaden sowie Achtzehnpfünder gegen die genannte französische Artillerie und diesmal auf eine Distanz von nur 40 bis 50 Metern. Fahie berichtet von einem 75minütigem Duell Seite an Seite, Breitseite um Breitseite, ohne große Manöver oder Tricks, ein permanentes Kanonenfeuer bis um 5:15.
Nach William James gewann die HAUTPOULT zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung bzw. wurde von der POMPEE "ausgebremst" und nahm erneut die CASTOR unter Feuer, während die POMPEE hinter das Heck des französischen Linienschiffs gelangte und drohte, sie mit einer Breitseite der Länge nach zu beschießen. Diese Drohung und das Wissen um inzwischen am Horizont auftauchende weitere britische Schiffe bewegten Leduc dazu, die Flagge zu streichen.
Damit endete eine viertägige bzw. rund 56stündige Verfolgungsjagd von den Iles de Saintes bis nach Kap Roxo vor Puerto Rico.
Der Eisenhagel hatte die POMPEE schwer in der Rigg getroffen, doch das britische Linienschiff hatte auch 9 Tote und 30 Verwundete, unter den Verletzten Kapitän Fahie (schwer) und der Erste Offizier, Leutnant William Bone. An Bord der ebenfalls schwer getroffenen HAUTPOULT gab es 80 bis 90 Tote und Verwundete bei einer Besatzung von 680 Mann - wie üblich hatte das britische Artilleriefeuer mehr den Rumpf des feindlichen Schiffes als die Takelage penetriert. Differenziertere Zahlen zu den französischen Verlusten konnte ich nicht finden.
Die CASTOR hatte ihr Distanz-Duell mit dem französischen Linienschiff recht glimpflich überstanden und verlor nur einen Mann bei sechs Verwundeten. Zu den drei nahe Kap Roxo dümpelnden Schiffen gesellten sich bald das Flaggschiff NEPTUNE (98 - Konteradmiral Alexander Cochrane) mit den Linienschiffen YORK, CAPTAIN und POLYPHEMUS, der Fregatte ETHALION sowie die Sloops HAZARD, RINGDOVE, HAWK, TWEED und RECRUIT. Die LATONA (38) war schon früher zur Stelle, hatte aber nicht mehr eingreifen brauchen. Cochrane hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch die zwei anderen französischen Linienschiffe zu finden. Er detachierte die CAPTAIN (74 - James Athol Wood) und die YORK (74 - Robert Barton) nach Kap Tiburon (Haiti), um Troude den Weg nach Europa zu verlegen und bewachte in den nächsten Tagen zusammen mit der POLYPHEMUS die Mona Passage.

Die Iles de Saintes am 14. April 1809

Commander Charles Napier wurde von Cochrane wegen seines Einsatzes mit sofortiger Wirkung zum Kapitän befördert und zum Kommandanten der eroberten HAUTPOULT bestimmt, die gemeinsam mit der POMPEE für Reparaturen zu den Leeward-Inseln heimkehrte. Aus der HAUTPOULT wurde später die britische ABERCROMBIE (74), doch die POLONAIS und die COURAGEUX entkamen den Nachstellungen der Briten, machten den Sprung über den Atlantik und erreichten am 29. Mai 1809, nach etwas mehr als drei Monaten auf der Flucht, Cherbourg, sieben eroberte Handelsschiffe im Kielwasser.
Kommodore Troude hatte seinen Auftrag soweit wie möglich erfüllt und sich dabei praktisch mit der gesamten britischen Flotte auf der Leeward-Station herumgeschlagen. Am Ende aber war der Erfolg den Verlust der HAUTPOULT nicht wert. Die von den beiden Fregatten gelandeten Versorgungsgüter verbesserten die Situation auf der isolierten französischen Insel Guadeloupe bestenfalls kurzfristig und im Januar 1810 pflückten die Briten unter Cochrane die Insel wie eine überreife Frucht. An der Spitze der Invasionsflotte segelte übrigens die ABERCROMBIE (74) unter dem von seiner schweren Verwundung genesenen William Charles Fahie.
Auch die beiden Fregatten aus Troudes Geschwader kamen nicht mehr zurück. In der Nacht zum 14. Juni 1809 gelang FELICITE (14 en flute) und FURIEUSE (20 en flute - Etienne-Louis Le Marant-Kerdaniel), voll beladen mit westindischen Handelsgütern, zwar der Ausbruch aus Basseterre (Guadeloupe), doch blieben die Flüchtigen nicht unbemerkt und eine dramatische Verfolgungsjagd begann, welche wir später einmal schildern werden.

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Fußnoten :

1 = Für "Anfänger" bei Seeschlacht.tk: en flute (franz. Flöte) bedeutet, dass das Artilleriedeck der Fregatte ganz oder zu großen Teilen von den sperrigen Kanonen geräumt wurde, um Platz für Ladung zu schaffen. Meistens wurden diese Kanonen übrigens unter Deck geräumt, waren also vorübergehend als Waffen nutzlos. Und weil die leergeräumten Stückpforten aussahen wie die Löcher einer Blockflöte...

2 = Die Schlacht vor Basque Roads oder vor Ile d'Aix oder vor Fort Boyard (Oder: Wo diese TV-Show gedreht wird) wird später einmal Thema bei Seeschlacht.tk sein.

3 = Vermutlich ist der eingezeichnete M. Chameau gemeint, möglicherweise aber auch der andere rote Keil auf der Karte, genannt M. Bois Jolie.

4 = Siehe Maitlands Bericht, S. 780: "About Ten at Night, the Three French Line of Battle Ships were seen to go through the windward Passage."

5 = Siehe Fahies Bericht, S. 712.

6 = Cochrane schreibt: "...the withdrawing of the Squadron from the Saints would have been fatal to the Troops landed the preceding Day.", S. 711.


Quellen :

William Laird Clowes : The Royal Navy, A History from the Earliest Times to 1900. Vol. 5, Chatham Publishing 1997.

William James : The Naval History of Great Britain. Vol. 5, London 1824.

Richard Woodman : The Sea Warriors: Fighting Captains and Frigate Warfare in the Age of Nelson, Robinson Publishing 2002.

Richard Woodman : The Victory of Seapower: Winning the Napoleonic War 1806-1814, Mercury Books 2006.

LONDON GAZETTE vom 20. Mai 1809, Berichte von Alexander Cochrane und Charles William Fahie, S. 711 ff.

LONDON GAZETTE vom 30. Mai 1809, Berichte von George Beckwith und F. Maitland über die Eroberung Terre-de-Hauts, S. 779 ff.


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