Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Kapitän Sir William Hoste

William Hoste

* 26. August 1780 in Ingoldsthorpe / England            † 6. Dezember 1828 in Cobham / England

William Hoste kam am 26. August 1780 als Sohn eines Geistlichen in Ingoldsthorpe zur Welt, ganz in der Nähe von Lord Nelsons Geburtsort Burnham Thorpe. Williams Vater Dixon Hoste benahm sich allerdings mehr wie ein Landedelmann denn wie ein geistlicher Lehrer, der aufwendige Lebenstil ging am Ende auf Kosten der Ausbildung des kleinen William, dem so der Zugang zu einer höheren Schule verwehrt war. Als 1793 der Krieg mit Frankreich ausbrach, ließ Dixon Hoste seine Beziehungen spielen und als der nur wenige Meilen entfernt lebende Kapitän Nelson das Kommando über das Linienschiff AGAMEMNON (64) bekam, nahm er William mit an Bord, wo er seit März 1793 zunächst als dem Kapitän zugeteilter Schiffsjunge Dienst tat.

1796 wechselte Nelson auf die CAPTAIN (74) und nahm William mit, der nun als Fähnrich seine Ausbildung fortsetzte. An Bord der CAPTAIN erlebte der junge Offiziersanwärter die berühmte Schlacht vor Kap St. Vincent am 14. Februar 1797, in der Admiral John Jervis einen großen Sieg über eine spanische Flotte errang und Hostes Förderer Nelson sich auszeichnete.

1798 war William Hoste bereits zum Leutnant aufgestiegen und wurde von Nelson als der begabteste seiner ehemaligen Fähnriche betrachtet.
Als Leutnant an Bord des Linienschiffs THESEUS (74) kämpfte Hoste am 1. August 1798 in der Schlacht, die Nelson berühmt machte:
Die Flotte des damaligen Konteradmirals vernichtete in der Bucht von Abukir eine französische Flotte, die Nelson bei hereinbrechender Dunkelheit und inmitten von Untiefen rücksichtslos angreifen ließ. Der glanzvolle englische Sieg hatte viele Beförderungen zur Folge, am 3. September 1798 bekam auch Hoste sein erstes eigenen Kommando über die Brigg MUTINE (18), die er bis 1801 kommandierte. Zuletzt führte er dieses Schiff in der Adria, in der er in seiner späteren Karriere einen großen Teil seiner Zeit auf See verbringen sollte. Ebenfalls in der Adria wurde er zum erstenmal von einem Anfall einer schweren Krankheit heimgesucht, die ihn bis zu seinem Lebensende immer wieder plagen sollte.

1802 wurde William Hoste zum Kapitän zur See befördert.

Nach dem Ende des Friedens von Amiens 1803 bekam er das Kommando über die Sloop EURYDICE (24).
1805, kurz vor der Schlacht von Trafalgar, gab Lord Nelsons Hoste dann die Fregatte AMPHION (32), mit der Hoste am 13. Oktober 1805 eine diplomatische Mission in Algier wahrnehmen mußte. So verpasste er die berühmte Schlacht von Trafalagar am 21. Oktober 1805

Der Tod seines Förderers, Freundes und Vorbildes Nelson in der Schlacht traf den jungen Kapitän tief. So schrieb er an seinen Vater über Nelsons Tod und sein Schiff AMPHION:
...I like my Ship very much; As the last gift of that excellent man, I shall ever consider her, and stay in her during the War I am low indeed, and nothing but a good Action with a French or Spanish Frigate will set me up again...
Und an seine Mutter:
...that poor, good, great man, Lord Nelson I cannot get over the loss of our late noble Commander-in-Chief in so short a time. Never shall we find his equal, and never will the Navy of Great Britain furnish a man with half his abilities.

 Remember Nelson: The Life of Sir William Hoste Remember Nelson:
The Life of Sir William Hoste

von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 256 Seiten
Erschienen bei Pen & Sword Books / Leo Cooper -

Erscheinungsdatum: April 2005
A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith

A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith
von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 276 Seiten - Pimlico
Erscheinungsdatum:1998

Admiral Sir Sidney Smith hielt sich für einen zweiten Nelson...
und war tatsächlich eine Art James Bond der napoleonischen Zeit.

1806 stand Hoste mit der AMPHION vor Cadiz, um die Überreste der französisch-spanischen Flotte von Trafalgar zu beobachten. Als Napoleon in Kalabrien einfiel und mit einer Invasion Siziliens drohte, wurde Hoste vor die italienische Küste beordert, wo er seit Mai 1806 Sir Sidney Smith unterstellt war. Kaum an der kalabrischen Küste angekommen, schickte Hoste schon einen Landungstrupp aus, um eine Küstenbefestigung stürmen und schleifen zu lassen. Mit kleineren Überfällen hielt er die Gegner auch weiter in Atem.
Am 1. Juli unterstützte die AMPHION John Stuarts Landung einer Armee von 5000 Mann bei Maida (Kalabrien), die am 4. Juli den Angriff einer französischen Armee blutig zurückschlugen.
Am 30. Juli 1806 gelang Hoste dann mit der Eroberung des wichtigen befestigten Hafens von Cotrone ein Glanzstück seiner militärischen Karriere: Der junge Kapitän, obwohl erneut erkrankt, machte 600 Gefangene und große Beute.

Im Mai 1808 war Hoste dann wieder vor Toulon und wurde von Admiral Collingwood beauftragt, eine gefährliche feindliche Fregatte zu eliminieren. Hoste fand die BALEINE vor dem Hafen von Rosas und zerstörte sie trotz Verteidigung durch schwere Landbatterien.
Siehe dazu diese Seite

Im gleichen Jahr wurde er in der Adria befohlen, um dort als Kommodore eines Fregattengeschwaders zu agieren.
Auch hier unternahm Hoste an der italienischen Küste Überfälle und Landungsunternehmen, förderte den Schmuggel zu Ungunsten der französischen Kontinentalsperre und machte die gegnerische Schifffahrt unsicher. Als Basis seiner Aktionen diente dabei die kleine Adriainsel Lissa (Vis), vor der dalmatischen Küste gelegen. Die Franzosen versuchten, die englische Bassis auszuschalten und so kam es am Morgen des 13. März 1811 zur Fregattenschlacht vor Lissa:
Hostes Geschwader war der französisch-italienischen Flotte unter Konteradmiral Dubourdieu 1:2 unterlegen, 3 englische Fregatten und 1 Korvette standen gegen 6 feindliche Fregatten und 2 Korvetten.
Doch der englische Kommodore ließ einen Kurs steuern, der das gegnerische Flaggschiff auf eine Untiefe zwang . Danach mußte sich Hoste mit der AMPHION gegen zwei gegnerische Fregatten durchsetzen, wobei er schwer am Arm verwundet wurde. Am Nachmittag hatten die Briten die Schlacht dann gewonnen, eine gegnerische Fregatte vernichtet und zwei weitere Fregatten erobert.
William Hoste kehrte nach England zurück, erhielt als Sieger der Schlacht den Ritterschlag und eine Ehrenmedaille.

  Die Klippen von Lissa - Fregattenschlacht in der Adria

Im November 1811 bekam Hoste das Kommando über die nagelneue Fregatte BACCHANTE (38) und kehrte auf ihr in die Adria zurück. Im August 1812 war er wieder vor Venedig und initiierte dort, ab März 1813 in der Südadria bzw. vor Korfu viele, kleinere Unternehmungen gegen kleinere Kriegs- und Handelsschiffe sowie Landziele.
Am 3. Juli 1813 war er Zweitkommandierender unter Konteradmiral Thomas Fremantle bei der Eroberung Fiumes (Rijeka) von See her. Auch bei den erfolgreichen Belagerungen von Triest, Cattaro und Ragusa 1814 leistete Hoste mit der BACCHANTE entscheidende Dienste. Doch der erfolgreiche Kapitän war inzwischen bereits wieder schwerkrank und mußte im Mai 1814 schließlich wieder nach England zurückkehren.

Dort mußte Hoste feststellen, daß sein Vater einen großen Teil des von seinem Sohn erworbenen Prisengeldes für seinen kostspieligen Lebensstil verbraucht hatte - doch der zuweilen etwas lebensuntüchtige Hoste hielt ohnehin nichts von Geld.
Nach der Erholung von der aber offensichtlich unheilbaren Krankheit und nach dem Ende des Krieges heiratete Sir William Hoste im April 1817 Lady Harriet Walpole. Die dem Vernehmen nach glückliche Ehe brachte 6 Kinder hervor, jeweils drei Jungen und Mädchen.
Der gesundheitlich bis zu seinem Ende angeschlagene Kapitän hatte nach 1817 kleinere Kommandos inne, durch Förderer vermittelte Sinekuren wie von 1823 bis 1825 das Kommando über das Linienschiff ALBION (74), daß der Kapitän praktisch nicht wahrnehmen mußte.
Hoste verbrachte seine letzten Tage in Cobham, gepflegt von seiner Frau und verstarb im Alter von nur 48 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit.

 The Naval Chronicle

The Naval Chronicle: The Contemporary Record of the Royal Navy at War, 1793-1798 (The Naval Chronicle , No 1)
von Nicholas Tracy
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe Erscheinungsdatum: Januar 1999

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