Seekriege und Seepolitik von 1650 bis 1914

Seeherrschaft II : Seekriege und Seepolitik von 1650 bis 1914
Band 6 der Reihe Weltgeschichte der Seefahrt
von Helmut Pemsel
Sprache: Deutsch
Gebunden - 965 Seiten - Koehlers Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: November 2005
Wer sich für Marinehistorie interessiert, hat hier Einblick in Daten,
Zahlen, Fakten und Hintergründe der Seekriege des o.g. Zeitraumes.
Dabei wird kein noch so kleiner oder absurder Konflikt ausgelassen.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Admiral Richard Howe, Earl Howe

Admiral Richard Howe, Earl Howe

* 8. März 1726 in London            † 5. August 1799 in London

Richard Howe wurde am 8. März 1726 in London als Sohn des 2. Viscounts Howe, seines Zeichens Gouverneur von Barbados und dessen Frau Mary geboren. Der Sohn einer einflußreichen Familie, die direkten Kontakt zum Königshaus hatte, wurde zunächst in Eton erzogen und ging dann 1740 im Alter von 13 Jahren zur Royal Navy. Sein älterer Bruder George und sein jüngerer Bruder William, später Oberbefehlshaber der britischen Tuppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, machten dagegen in der Armee Karriere.
1742 erlebte Richard an Bord der BUFORD während des Angriffes auf La Guyara seine Feuertaufe.
1744 wurde Richard Howe zum Leutnant befördert.
1745 wurde er zum Commander befördert und Kommandant der Sloop BALTIMORE (16). Anläßlich eines Gefechtes mit zwei französischen Kaperfahrern wurde Richard Howe schwer am Kopf verwundet.
1747 wurde er zum Kapitän zur See befördert und bekam das Kommando über die Fregatte TRITON (24).
Am 2. Oktober 1748 kommandierte er in der Schlacht vor Havanna (Cuba) gegen die Spanier das Flaggschiff CORNWALL (80) von Admiral Knowles.
Sein Name ist auch mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges 1755 eng verknüpft, denn seine Wegnahme der französischen ALCIDE (60) durch die DUNKIRK (64) stellte den ersten feindseligen Akt auf See dar.
Am 10. März 1758 ehelichte Howe seine Frau Mary Hariop, mit der er später zwei Töchter hatte.
In der Schlacht vor Quiberon am 20. November 1759 trug Howe mit der MAGNANIME (64) zum glänzenden Sieg Admiral Hawkes bei.
Mit dem Tod seines älteren Bruders George Howe in der Schlacht gegen die Franzosen bei Ticonderoga (Nordamerika) 1758 ging der Titel des Viscounts auf ihn über. 1762 wurde Lord Howe Mitglied des Parlaments. Von 1763 bis 1765 gehörte er zum leitenden Gremium der Admiralität, von 1765 bis 1770 war er dann Kämmerer der Royal Navy. Mit dem Ende dieser Amtszeit wurde Lord Howe dann 1770 zum Konteradmiral befördert.
1775 wurde Howe zum Vizeadmiral gemacht. 1776 bekam er in Anbetracht der Unruhen in den nordamerikanischen Kolonien das Kommando über die Nordamerika-Station. Er hatte gute Kontakte zu Benjamin Franklin und war bekannt für seine Sympathie für die Kolonialisten. Doch seine Friedengespräche, die er zusammen mit seinem Bruder William Howe initiierte, scheiterten an der starren Haltung seiner Regierung unter Lord North und der Kolonialisten unter General Washington.
1778 gab Howe sein Kommando zurück, weil er als Delegierter für eine neue Friedensmission übergangen wurde. Doch im selben Jahr erklärte Frankreich England den Krieg. Howe, der nach Schiffen in der Unterzahl war, gelang es trotzdem, sich gegen die Flotte des Comte d'Estaing bei Sandy Hook zu behaupten und dessen Landung bei Newport zu verhindern. Nachdem Admiral Byron mit Verstärkungen vor der Ostküste erschien, kehrt Howe im September 1778 nach England zurück.
Erst 1782, gerade zum Admiral befördert, nahm er erneut ein Kommando zur Entlastung Gibraltars an, was ihm - freilich durch die Mithilfe eines passiven Gegners - gegen Überzahl auch gelang.
Von 1783 bis 1788 stand er als Erster Lord dem leitenden Gremium der Admiralität vor. Am Ende seiner Amtszeit wurde er zum Baron und Earl von England erhoben. Mit dem Ausbruch des Krieges gegen Frankreich 1793 übernahm Howe wieder ein Seekommando und führte die englische Kanalflotte. Als Oberbefehlshaber kämpfte er vom 28. Mai bis 1. Juni 1794 erfolgreich in einer der berühmtesten Seeschlachten der Revolutionskriege - dem sogenannten Glorious 1st of June - und schlug die Flotte des französischen Admiral Villaret-Joyeuse.

 Glorious First of June - Schlacht vor Ushant

Er konnte mit seiner Flotte allerdings nicht verhindern, daß ein großer Handelskonvoi - eigentliches Ziel seiner Operationen - das unter Versorgungsengpässen leidende Frankreich erreichte. Nach dieser Schlacht blieb er nur noch formell im Kommando, zog sich aber weitgehend zurück.
1797 jedoch intervenierte Howe noch einmal bei der Besänftigung der Meuterer auf dem Spithead (Portsmouth), die unter dem Einfluß von Black Dick, wie der beliebte Admiral bei den einfachen Seeleuten wegen seiner tief gebräunten Gesichtshaut genannt wurde, die Meuterei beendeten.
Admiral Earl Howe starb am 5. August 1799 in London


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