William Kite

William Kite
Bewährungsprobe auf der Enterprize

von Richard Woodman
Sprache: Deutsch
Taschenbuch - 349 Seiten - Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: August 2006

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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Admiral Sir John Jervis, Earl St. Vincent

Admiral Sir John Jervis, Earl St. Vincent

* 9. Januar 1735 in Meaford , Grafschaft Stafford            † 14. März 1823 im Rochettes, Grafschaft Essex

John Jervis stammte aus alter, aber verarmter Familie. Er wurde am 9. Januar 1735 in Meaford, Staffordshire als zweiter Sohn des Rechtsanwaltes Swynfen Jervis und dessen Frau Elisabeth Parker geboren.
Der kleine John besuchte zunächst die grammar school (Grundschule) in Burton-on-Trent. 1747 besuchte er dann eine Privatschule (Reverend Samuel Swinden's academy) in Greenwich, weil sein Vater Buchprüfer im Greenwich Hospital wurde. Vor Ort kam der Junge, der eigentlich Anwalt wie sein Vater werden sollte, zum ersten Mal mit der Royal Navy in Kontakt, erlag der Faszination und riß sogar von daheim aus, um zur See zu gehen. Sein Vater gab nach, entzog seinem Sohn jedoch in den nächsten Jahren jegliche finanzielle Unterstützung.
Am 4. Januar 1749 ging John Jervis also - zunächst im Range eines einfachen Matrosen - an Bord der GLOUCESTER (50) unter Kapitän Lord Colvill, die in der Karibik stationiert wurde. Jervis blieb bis Juni 1752 an Bord und wechselte dann, nun als Fähnrich, auf die SEVERN (50 - Henry Dennis). Im Juni 1754 kehrte er auf der SPHINX (24) nach England zurück. Über 5 Jahre in bitterer Armut und in der harten Schule der Seemannschaft hatten bei Jervis die Grundlagen für die Unnachsichtigkeit, eiserne Härte und Selbstdisziplin gelegt, die man ihm als Offizier später nachsagte.
Am 22. Januar 1755 bestand John Jervis sein Leutnants-Examen. Im März 1755 wurde er Leutnant im Geschwader von Admiral Boscawen, das zu Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) gegen Frankreich in nordamerikanischen Gewässern operierte. Dort wurde Konteradmiral Charles Saunders der Förderer und Mentor des jungen Leutnants, der auf dem Flaggschiff CULLODEN (74) diente.
Im Januar 1757 bekam Jervis auf der EXPERIMENT (24) als stellvertretender Kapitän sein erstes unabhängiges Kommando und bewährte sich prompt am 16. März 1757 vor Kap Gata in einem unentschiedenen Gefecht mit einem großen französischen Kaperschiff.
Zurück auf der CULLODEN wurde Jervis von seinem Förderer Saunders zum Ersten Offizier des Flaggschiffs gemacht.
Im Mai 1758 wurde er vorübergehend Kommandant des von den Franzosen eroberten Linienschiffs FOUDROYANT (80) und brachte das Schiff nach England.
Am 15. Januar 1759 wurde Jervis dann wieder Erster Offizier unter Konteradmiral Saunders, der seine Flagge diesmal als Oberkommandierender in Nordamerika auf der NEPTUNE gesetzt hatte.
Im Mai 1759 wurde John Jervis zum Commander befördert und bekam das Kommando über die Sloop PORCUPINE (16). Mit seinem Schiff und der Fregatte HALIFAX geleitete und transportierte er General Wolfe, den späteren Eroberer von Quebec, und dessen Truppen nach Kanada. Steuermann an Bord der HALIFAX war übrigens ein gewisser James Cook, der später zu einem der berühmtesten Seefahrer überhaupt wurde.
Nach einer ganzen Reihe von Kommandos im Geleitschutz- und Postdienst für die Flotte wurde Jervis am 13. Oktober 1761 zum Kapitän befördert und avancierte zum Kommandanten des 44-Kanonen-Schiffes GOSPORT (44).

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Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Von 1762 bis zum Waffenstillstand mit Frankreich 1763 geleitete Jervis mit der GOSPORT erfolgreich und sicher Konvois nach Nordamerika und zurück.
1769 bekam er das Kommando über die Fregatte ALARM (32) und führte dieses Schiff bis 1772 im Mittelmeer. Danach lebte er zunächst auf Halbsold.
Von 1772 bis 1773 unternahm der Kapitän eine Bildungsreise nach Frankreich inklusive monatelanger Sprachstudien. 1774 schloßen sich Reisen nach Russland, Schweden und Dänemark , dann durch Deutschland und Holland an. Danach ging Jervis zusammen mit Kapitän Samuel Barrington auf eine Kreuzfahrt entlang der Häfen der französischen Westküste, deren Kenntnis ihm später einmal von großem Wert war.
In Nordamerika und Europa warf der nächste Krieg bereits seine Schatten voraus. Am 1. September 1775 erhielt auch Kapitän John Jervis das Kommando üder ein Linienschiff. Es war ausgerechnet die FOUDROYANT (80), die er 1758 nach England gebracht hatte.
Mit Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1776, in dem England bald auch gegen Frankreich kämpfen mußte, segelte Jervis Schiff in der Kanalflotte. Am 27. Juli 1778 nahm er unter Admiral Keppel an der berühmten Schlacht vor Ushant gegen die Flotte des französischen Admirals D'Orvillier teil und bewährte sich glänzend.
Die FOUDROYANT war im Januar 1780 mit Admiral Rodney bei der Befreiung des belagerten Gibraltar dabei und im März 1781 in gleicher Mission an gleichem Ort unter Admiral Darby.
Den größte Ruhm in diesem Krieg aber errang Kapitän Jervis in einem Duell mit einem französischen Schlachtschiff: Am 21. April 1782 eroberte er in der Biskaya in einem einstündigen Gefecht das neue Linienschiff PEGASE (74 - Kapitän De Sillans ), nachdem die FOUDROYANT (80) den Gegner 12 Stunden gejagt hatte. Für diesen freilich leichten Sieg gegen einen unterlegenen, weil unterbesetzten und unerfahrenen Gegner wurde Jervis umgehend in den exklusiven Bath-Orden aufgenommen (KB) und zum Ritter geschlagen.
Am 20. Oktober 1782 nahm Sir John Jervis in der Flotte von Admiral Howe auch an der unentschiedenen 18-stündigen Schlacht vor Cape Spartel gegen die Spanier unter Admiral Cordoba teil.
1783, kurz vor dem Ende des Krieges, kehrte die FOUDROYANT nach England zurück und wurde außer Dienst gestellt. Jervis hatte Gelegenheit, sich privaten und politischen Angelegenheiten zu widmen und nahm im selben Jahr eine Cousine, Martha Parker, zur Frau. Wie es sich für einen Seehelden und Ritter des Bath-Ordens gehörte, ließ er sich ins Parlament wählen, wo er als Whig in den nächsten 10 Jahren für verschiedene Wahlkreise saß, jedoch nur selten und dann nur für marine Angelegenheiten seine Stimme erhob.
Seine Karriere in der Royal Navy verlief in diesen Friedenszeiten deutlich langsamer: Am 24. September 1787, also ein Vierteljahrhundert nach seiner Promotion zum Kapitän, wurde Sir John Jervis endlich zum Konteradmiral befördert.

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Sprache: Deutsch
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Mit dem Beginn des Krieges gegen Frankreich am 1. Februar 1793 dagegen wurde er noch am selben Tag Vizeadmiral und Oberbefehlshaber in Westindien, wo er im Januar 1794 seine Basis auf Barbados erreichte. In schnellen Operationen eroberte Jervis mit den Truppen von General Sir Charles Grey im März 1794 und im April 1794 die französischen Inseln Martinique und Guadeloupe.
Im Februar 1795 kehrte Jervis, dessen Gesundheit durch eine beginnende Gicht angeschlagen war, nach England zurück. Am 1. Juli 1795 wurde er zum Admiral befördert.
Am 1. November 1795 übernahm Jervis dann das Kommando der Mittelmeerflotte. Für die ihm unterstellten Kapitäne wie Nelson oder Collingwood war der strenge, aber in seinen Taktiken noch flexible alte Seebär offensichtlich der richtige Mann zur rechten Zeit am rechten Ort. Bis zum Herbst 1796 errichtete Jervis jedenfalls ein effektives Blockadesystem an den feindlichen Küsten und blockierte die französische Mittelmeerflotte in Toulon. Gleichzeitig führte er extrem strenge Maßstäbe für die Disziplin der Crews ein, was deren Ausbildung zugute kam, doch nicht bei allen Offizieren und Mannschaften auf Gegenliebe stieß.
Bei allem militärischen Erfolg waren es politische Entwicklungen und der Krieg an Land, die Jervis einen Strich durch die Rechnung machte. Der Frontenwechsel Spaniens und General Napoleon Bonapartes militärische Erfolge in Italien sprengten nämlich Ende 1796 das System der englischen Nachschubbasen und zwangen Jervis im Januar 1797, seine von Versorgungsengpässen und Havarien heimgesuchte Flotte aus dem Mittelmeer bis nach Portugal zurückzuziehen.
Doch gerade aus dieser bedrängten Lage heraus sollte Jervis die nach Trafalgar und Abukir berühmteste Seeschlacht der Koalitionskriege schlagen. Sozusagen mit dem Rücken an der Wand warf er sich nämlich am 14. Februar 1797 vor Kap St. Vincent (Portugal) mit seinen verbliebenen 15 Schlachtschiffen einer spanischen Flotte von 24 Schlachtschiffen entgegen, um deren Vereinigung mit einer französischen Flotte in Brest zu verhindern und errang einen der berühmtesten englischen Siege.

Die Seeschlacht vor Kap St. Vincent

Gerechterweise muß man freilich aus heutiger Sicht sagen, das sein Gegner Admiral Cordoba (auch: Cordova) ihm den ersten Schlag leicht machte, weil die Spanier in einer aufgelösten Formation segelten, die Jervis mit seiner Schlachtlinie einfach aufspalten konnte. Und der genialen Weitsicht eines Kommodore Horatio Nelson, der in der Schlacht - gegen den Befehl von Admiral Jervis - aus der Reihe scherte, um eine Vereinigung der zersprengten Spanier zu verzögern, verdankte England am Ende dann den ungemein wichtigen Sieg.
Das rein militärische Ergebnis der Seeschlacht vor Kap St. Vincent bestand in lediglich vier eroberten spanischen Linienschiffen, doch der sozialpsychologische Effekt für die Spanier (niederschmetternd) und die Öffentlichkeit in England (befreiend) machte diese Schlacht so wertvoll. Ihr Sieger Sir John Jervis wurde mit Ehren und Belohnungen überhäuft. Er bekam den Dank des Parlaments, die Ehrenbürgerschaft u.a. von London, finanzielle Zuwendungen in Form von Pensionen und wurde in den Adelstand erhoben: Der englische König ernannte Jervis zum Earl of St. Vincent .

 The Royal Navy: A History from the Earliest Times to 1900 The Royal Navy:
A History from the Earliest Times to 1900

von William Laird Clowes
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Taschenbuch (Reprint) - 640 Seiten
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Erscheinungsdatum: 1. November 1996

Von nun an galt Jervis auch endgültig als der Mentor und Förderer Nelsons,vielleicht eine etwas geschönte Perspektive. Unbestreitbar wußte der alte Admiral während seines Kommandos die Aggressivität des ihm unterstellten Seehelden zu nutzen und unterstützte dessen Initiative jeweils zur rechten Zeit.
Militärisch trat jedoch trotz des glänzenden Sieges in der o.g. Seeschlacht erst später eine Besserung im Mittelmeer ein. Zunächst mußte Admiral Earl St. Vincent die noch immer starke spanische Flotte in Cadiz blockieren und beobachten lassen. Und eine weitere Gefahr drohte der Royal Navy nun in Form einer Serie von Meutereien auf den englischen Kriegsschiffen, die u.a. das Jahr 1797 so kritisch für England machten. St. Vincent begegnete den drohenden Rebellionen auf seinen Schiffen präventiv mit unnachgiebiger Härte, ja, mit menschenverachtender Brutalität.
Doch hatte diese extrem harte Haltung weniger Verdienst an der Befriedung der Meuterer, wirkte dafür aber negativ auf Jervis selbst zurück. Nicht nur die Gesundheit des Siegers von St. Vincent wurde in Mitleidenschaft gezogen, auch der persönliche Umgang mit Untergebenen litt stark. Bekannt ist der Streit mit seinem Stellvertreter, Konteradmiral Sir John Orde, der sogar in einer (vom König schließlich untersagten) Duellforderung Ordes gipfelte und St. Vincents Ruf in der Royal Navy schädigte.
Wer weiß, wie diese verbissene Haltung des Oberkommandierenden sich ohne den phantastischen Sieg Nelsons bei Abukir und Duckworths Eroberung von Minorca 1798 auf die Karriere des Helden von St. Vincent ausgewirkt hätte ? Der Ruhm der Vernichtung eines großen französischen Geschwaders vor der ägyptischen Küste durch Nelsons Geschwader strahlte jedoch seinen Glanz auch auf den Oberkommandierenden des nationalen Helden und vermochte dabei viel zu kaschieren.

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Die Gesundheit des "Alten" war aber so geschädigt, das er das aktive Oberkommando auf See noch 1798 an Lord Keith abgeben mußte und schließlich am 15. Juni 1799 sein Kommando ganz niederlegte und nach England zurückkehren mußte.
Kaum einigermassen genesen übernahm St. Vincent - zum Schrecken der dortigen Kapitäne - im Frühjahr 1800 die Kanalflotte vor Brest und übte bis zum September 1800 sein inzwischen mehr gefürchtetes denn geschätztes Regiment auf See aus.
Im Februar 1801 wurde er unter Premierminister Addington zum Ersten Lord der Admiralität berufen, also zum Vorsitzenden des Admiralitäts-Gremiums, das de facto das Oberkommando der Royal Navy darstellte. Dieses Amt bekleidete St. Vincent - nicht unumstritten - bis zum März 1804.
Im März 1806 kehrte der alte Admiral in das Kommando der Kanalflotte zurück und löste Admiral Cornwallis vor Ushant ab. Sein schlechter Gesundheitszustand zwang den von Schmerzen geplagten Earl, die Flotte zeitweise von Land aus zu kommandieren. Am 24. April 1807 endete dies Kommando.
Bis 1810 nahm Earl St. Vincent seinen Sitz im Oberhaus wahr, doch wurde der "Alte" nun zusehens gebrechlicher.
Im Februar 1816 starb seine Frau Martha und viele seiner Bekannten befürchteten nun für den alten Admiral das Schlimmste. Doch St. Vincent erholte sich während eines Aufenthalts in Südfrankreich von 1818 bis 1819 noch einmal.
Seinen letzten großen Auftritt hatte der gebrechliche Earl anläßlich der Krönung von Georgs IV , als er vom neuen englischen König am 19. Juli 1821 mit der Ernennung zum admiral of the fleet in das höchste Ehrenamt der Royal Navy eingesetzt wurde. Danach verschwand er ganz aus der Öffentlichkeit.
Admiral Earl St. Vincent starb am 14. März 1823 auf seinem Herrensitz in Rochetts, Essex .

 Admiral Lord St. Vincent - Saint or Tyrant?: The Life of Sir John Jervis, Nelson's Patron: Nelson's Patron and First Sealord Admiral Lord St. Vincent - Saint or Tyrant?:
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Erschienen bei Pen & Sword Books Ltd -

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