Zum Magnetpol in der Arktis. Bericht über die Expedition 1829 bis 1833

Zum Magnetpol in der Arktis. Bericht über die Expedition 1829 bis 1833
von John Ross
Sprache: Deursch
Gebundene Ausgabe - 238 Seiten - Hinstorff
Erscheinungsdatum: 1991
Der Bericht des Polarforschers über seine zweite Fahrt.

Der eisige Schlaf. Das Schicksal der Franklin-Expedition.

Der eisige Schlaf. Das Schicksal der Franklin-Expedition.
von Owen Beattie
Sprache: Deutsch
Broschiert - 175 Seiten - Piper Verlag - 7. Auflage
Erscheinungsdatum: Mai 1998

Die Expedition des Polarforschers John Franklin, die 1845 auf der Suche nach der Nordwestpassage aufbrach, endete in einer rätselhaften Katastrophe: Keiner kam zurück. Was war geschehen ?

Konteradmiral Sir John Ross

Konteradmiral Sir John Ross
Arktisforscher und Schriftsteller

* 24. Juni 1777 in Balsarroch, Schottland            † 30. August 1856 in London

John Ross wurde am 24. Juni 1777 in Balsarroch, Schottland, als vierter Sohn des Pfarrers von Inch, Andrew Ross und dessen Frau Elisabeth geboren.
Dem kleinen John wurde eine Karriere auf See bestimmt: Am 11. November 1786 betrat er als Freiwilliger bzw. Schiffsjunge des Kapitäns die Planken der englischen Fregatte PEARL (32), ein absolut typischer Beginn für eine damalige Offizierslaufbahn. Bis Dezember 1789 diente er auf dem Schiff, das das Mittelmeer bereiste.
1790 wechselte John Ross auf das Linienschiff IMPREGNABLE (98) in Portsmouth, doch gab es an Bord des riesigen Schlachtschiffs für einen 13jährigen wenig zu lernen. Obwohl Ross in der Stammrolle des Schiffes verzeichnet war, fuhr er mit Billigung des Kapitäns der IMPREGNABLE in den nächsten Jahren als einfacher Seemann auf Handelsschiffen, um Seemannschaft zu lernen. Dabei machte er vornehmlich Reisen in die Ostsee und eignete sich bereits früh Grundkenntnisse der schwedischen Sprache an.
Im September 1799 kehrte Ross als Fähnrich in die Royal Navy zurück und diente auf diversen Kriegsschiffen in der Nordsee und im Mittelmeer.
Am 13. März 1805 wurde Ross zum Leutnant befördert. Im gleichen Jahr wurde er bei einem Scharmützel an der baskischen Küste verwundet, eine von insgesamt 13 (!) Verwundungen, die er im Laufe des Krieges empfing.
Das Jahr 1808 fand Leutnant John Ross dann in einem kombinierten englisch-schwedischen Geschwader, das in der Ostsee gegen russische Marinekräfte operierte. Ross war als Verbindungsoffizier und Übersetzer für Konteradmiral Saumarez an Bord des schwedischen Flaggschiffes tätig. Für seine Dienste wurde er im August 1809 zum Ritter eines schwedischen Ordens geschlagen.
Am 1. Februar 1812 wurde John Ross zum Commander befördert und bekam im März das Kommando über die Sloop BRISEIS (10), die er erfolgreich gegen französische Schiffe in der Ostsee einsetzte.
Im Juni 1814 wechselte er als Kommandant auf die Sloop ACTEON (16), mit der er u.a. 1815 Truppen nach Holland übersetzte.
Im August 1815 wurde er Kapitän der Sloop DRIVER (18), mit der er an der schottischen Küste stationiert war.
Mit dem Ende des Krieges heiratete Ross 1816 seine erste Frau, mit der er später einen Sohn hatte. Neben einer Pension für seine zahlreichen Kriegsverletzungen hatte der Commander reichlich Prisengelder gesammelt und baute sich nun in Stranraer in der Nähe des Loch Ryan seinen Herrensitz, um sich mit seiner Familie dorthin zurückzuziehen.
Doch am 11. Dezember 1817 wurde Ross das Kommando über eine Arktis-Expedition durch die Davies-Strasse angeboten. Seine Aufgabe war es, die berühmte Nordwest-Passage, also die nördliche Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik zu finden. Als Belohnung winkte die Beförderung zum Kapitän zur See.
Ross akzeptierte und brach im April 1818 mit der 385-Tonnen-Sloop ISABELLA auf, begleitet von der Brigg ALEXANDER, die unter dem Kommando von William Edward Parry stand. Neben Parry begleiteten eine Handvoll später berühmter Namen die Ross-Expedition, nämlich John Ross´ Neffe Fähnrich James Clark Ross, Leutnant Henry Parkyns Hoppner, Leutnant John Franklin und der Captain der Artillerie Edward Sabine.

Vorstoss in die kanadische Arktis. Bericht über eine Reise in den Jahren 1819-1822
von John Franklin
Gebundene Ausgabe - 224 Seiten
Sprache: Deutsch

Am 1. Juni 1818 erreichte die Expedition die Davies-Straße. Ross gelang es, bis in die Baffin Bay vorzustoßen, die zuletzt 1616 von ihrem Namensgeber erreicht worden war. Ross konnte bei dieser Gelegenheit eingehend Baffins Entdeckungen und Vermessungen überprüfen.
Im Lancaster Sund , den er am 31. August 1818 erreichte, unterlief John Ross dann aber ein peinlicher Irrtum, als er die weitere Passage durch einen Berg verbaut sah und gegen die Widerstände anderer Expeditionsteilnehmer einen anderen Weg wählte. Der Berg, den er den Croker Mountain getauft hatte, war lediglich eine Luftspiegelung, wie Jahre später nachgewiesen wurde. Schließlich zwang der einbrechende Winter die Expedition, nach England umzukehren, wo die beiden Schiffe am 14. November 1818 eintraf.
Am 7. Dezember 1818 wurde John Ross zum Kapitän zur See befördert, obwohl der Sekretär der Admiralität, Sir John Barrow, mit dem Bericht ( A voyage of discovery 1819 ) von Ross unzufrieden war. Auch Parry und Sabine griffen Ross an und dies nicht nur, weil sie an der Existenz des Croker Mountain zweifelten. Der Disput schadete dem Ruf von Ross als Entdecker, obwohl seine Expedition wertvolle Entdeckungen und Vermessungen vorweisen konnte.
Ross zog sich auf seinen Herrensitz in Schottland zurück und erlitt dort 1822 mit dem Tod seiner Frau einen schweren Verlust. Der Entdecker wechselte zwischen Schottland und einer Wohnung in London hin und her, korrespondierte viel und publizierte wissenschaftliche Artikel. Unter anderem setzte er sich 1828 in seiner Abhandlung  A treatise on navigation by steam  für den Einsatz von Dampfschiffen ein, die in der Royal Navy noch immer auf große Vorurteile stießen. Barrow z.B. lehnte einen Vorschlag von Ross ab, eine arktische Expedition mit Dampfschiffen durchzuführen. Doch Ross gewann einen Privatmann, den wohlhabenden Gin-Fabrikant Felix Booth, als Sponsor für seine Expedition.
Am 23. Mai 1829 brach Ross, u.a. wieder von seinem Neffen James Clark Ross begleitet, mit dem kleinen Dampfschiff VICTORY von England aus auf und erreichte am 6. August 1829 erneut den Lancaster Sund. Dort mußte Ross sich mit eigenen Augen von seinem ein Jahrzehnt zuvor begangenen Fehler überzeugen: Wo er den Croker Mountain gewähnt hatte, war tatsächlich eine Passage.
Die VICTORY drang nun weit in den weitgehend unerforschten Prinz Regent Inlet vor und bezog schließlich Winterquartier nahe der Thom Bay. Die Expedition war zwar 250 Meilen weiter vorgestoßen als jeder andere Forscher zuvor, doch nun schloß sich das Eis um das kleine Dampfschiff.
In den nächsten vier Jahren gelang es nicht, mit der VICTORY aus den Eismassen vor der Boothia Halbinsel zu entkommen. Ross erforschte in den nächsten Monaten mit Hilfe der Inuit die Halbinsel und den Boothia Golf. Am 1. Juni 1831 lokalisierte sein Neffe James Clark Ross bei diesen Fahrten auf der Halbinsel den magnetischen Nordpol.
1832 entschloß sich John Ross dann, die VICTORY aufzugeben und marschierte mit seinen Leuten zum sogenannten Fury Beach, wo Parry 1825 sein Schiff FURY hatte zurücklassen müssen. Ross ließ die Boote der FURY reparieren und kämpfte sich dann durch den Lancaster Sund zurück in die Baffin Bay. Am 26. August 1833 traf die Expedition dann auf einen Walfänger, wie der Zufall es wollte, war es Ross ehemaliges Schiff ISABELLA.
Mitte Oktober 1833 gelangte Ross zurück nach London und wurde wie ein Held gefeiert. Er und sein Neffe wurden vom König empfangen, Ross wurde mit Ehrungen überschüttet und Ehrenbürger zahlreicher englischer Städte wie London, Liverpool und Bristol. Der Entdecker empfing zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen und wurde am 24. Dezember 1834 Mitglied des exklusiven Bath-Ordens (CB). Im selben Jahr, am 31. Oktober 1834 heiratete Ross ein zweites Mal.
Doch die Expedition zog auch zahlreiche häßliche Dispute und Konflikte nach sich. Die beiden Ross stritten sich um des Expeditionsleiters Anteil an der Entdeckung des magnetischen Nordpols durch James Clark Ross. Der Konstrukteur der Dampfmaschine der VICTORY, Braithwaite, wehrte sich vehement gegen Ross Kritik an der Maschine und auch weitere Expeditionsteilnehmer attackierten Ross im Streit um den Ruhm. Ehrungen und Dispute blockierten den Entdecker praktisch jahrelang.
James Ross widmete sich schließlich einer diplomatischen Karriere: Im März 1839 wurde er britischer Konsul in Stockholm und bekleidete dieses Amt bis 1846.
Dann hörte er von der in der Arktis verschollenen Expedition John Franklins und bot 1847 der englischen Admiralität an, eine Suchexpedition nach den Vermissten zu leiten. Für Ross äußerst bitter zog die Admiralität später seinen Neffen James Clark Ross als Expeditionsleiter vor.

 Meuterei auf der Globe. Die schicksalhafte Reise des Samuel Comstock Meuterei auf der Globe. Die schicksalhafte Reise des Samuel Comstock
von Thomas F. Heffernan
Sprache: Deutsch
Taschenbuch - 364 Seiten - Berliner Taschenbuch Verlag

Erscheinungsdatum: September 2006
1824 kommt es auf dem Walfänger Globe zu einer blutigen Meuterei. Anführer ist der 21-jährige Samuel Comstock, der in seinem Größenwahn ein Königreich auf einer Pazifikinsel errichten will ... Kenntnisreich erzählt Heffernan von einem unerhörten Ereignis, das nichts von seinem Schrecken und seiner Faszination eingebüßt hat.
 Die Geister von Kap Sabine. Die schreckliche Wahrheit über die Greely-Expedition. Die Geister von Kap Sabine. Die schreckliche Wahrheit über die Greely-Expedition.
von Leonard F. Guttridge
Sprache: Deutsch
Taschenbuch - 539 Seiten - Berliner Taschenbuch Verlag

Erscheinungsdatum: Dezember 2002
Nach jahrelanger Vorbereitung sticht die Proteus unter dem Kommando von Adolphus Greely 1881 in See. Es ist die erste große Nordpolexpedition mit amerikanischer Beteiligung. Bereits nach kurzer Fahrt wird das Schiff vom Packeis eingeschlossen und sinkt. Die Besatzung versucht auf Kap Sabine zu überleben, doch nur sechs von fünfundzwanzig Männern werden schließlich drei Jahre später gerettet. Mit großem Fototeil und vielen Karten.

Doch 1850 sponsorte die Hudson Bay Company eine Suchexpedition mit James Ross an der Spitze, der mit der FELIX zu seiner dritten Arktisreise aufbrach. Die FELIX war jedoch schlecht ausgerüstet, das ganze Unternehmen schlecht vorbereitet und eher anderen Suchexpeditionen hinderlich, weil sie Ross Ausrüstung und Verpflegung überlassen mußten, damit die FELIX die Arktis wieder verlassen konnte. Die Reise blieb zudem vollkommen erfolglos.
Im September 1851 kehrte Ross nach England zurück, wurde zum Konteradmiral befördert, aber auf die Liste der Flaggoffiziere im Ruhestand gesetzt.
In seinen letzten Jahren hatte James Ross zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, u.a. mit zunehmender Senilität. Ein verbittertes Pamphlet aus dem Jahre 1855 stellt ein tragisches Zeugnis vom nachlassenden Geisteszustand des Entdeckers dar.
Konteradmiral Sir James Ross starb am 30. August 1856 bei einem seiner Besuche in London.

John Ross verfasste zahlreiche Schriften, natürlich über die Arktis und seine Expeditionen, aber z.B. auch über den Gebrauch von Dampfschiffen, über Konsequenzen für die militärische Disziplin durch Erkenntnisse der Schädelkunde oder über die Unmäßigkeit in der Royal Navy. Nicht zuletzt schrieb er die Memoiren von Admiral Lord Saumarez.


Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

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Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
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