The Royal Navy 1793-1815

The Royal Navy 1793-1815
von Gregory Fremont-Barnes

Sprache: Englisch
Format: Taschenbuch - 96 Seiten - Verlag: Osprey
Erschienen Dezember 2007


Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Vizeadmiral Robert Lloyd

Vizeadmiral Robert Lloyd

* 24. März 1765 auf Anglesey , Wales            † 17. Januar 1846 auf Anglesey , Wales

Robert Lloyd wurde am 24. März 1765 als dritter Sohn von Robert und Margaret Lloyd auf der Insel Anglesey in Wales geboren. Über seine frühen Jahre in der Royal Navy weiß ich nichts.
1790 wurde Lloyd zum Leutnant befördert, blieb aber auf Halbsold.
Bis 1793 fungierte der Erbe eines Gutsbesitzes aus Wales als Sheriff auf Anglesey.
Mit Beginn des Krieges 1793 fuhr er dann wieder zur See.
1797 wurde Robert Lloyd zum Commander befördert und wurde bis 1800 Kommandant der Sloop RACOON (16) in der Nordsee.
Die RACOON sollte vor allem die englischen Handelsrouten vor Kaperschiffen schützen. Dabei gelangen ihr auch größere Erfolge:
Am 11. Januar 1798 eroberte Lloyd nach kurzem, blutigen Kampf das französische Kaperschiff POLICRATE (16), im selben Monat fing er mit seiner Sloop noch zwei weitere Freibeuter, PERUKE und AMIS.
Am 20. Oktober 1798 versenkte die RACOON die französische VIGILANTE (14) und im Juli 1799 konnte Lloyd vor Dungeness in letzter Minute den bereits von zwei Kaper-Luggern geenterten Westindienfahrer BENJAMIN AND ELISABETH zurückerobern. Bei der anschließenden Verfolgung der Kaperschiffe gelang es der britischen Sloop, einen Lugger zu versenken.
Am 2. Dezember 1799 jagte die RACOON erfolgreich die VRAI DECIDE (14), doch am 4. Dezember 1799 traf Lloyds Schiff vor Dover auf den Kaper INTREPIDE (16 - Saillard), der erheblichen Widerstand leistete, als die Engländer enterten. Lloyd wurde bei diesem Nahkampf von einer Pike am Kopf verletzt.

Dieser letzte Erfolg brachte Robert Lloyd am 6. Dezember 1799 die Beförderung zum Kapitän ein.
Von 1801 bis April 1802 kommandierte er dann in der Kanalflotte die MARS (74), das Flaggschiff von Konteradmiral Edward Thornborough.
Am 10. April 1801 kollidierte die MARS mit der CENTAUR (74 - Littlehales) und ging dabei beinahe verloren. Bei dem Unfall wurden mehrere Männer getötet und beide Schiffe schwer beschädigt. Die deswegen einberufene kriegsgerichtliche Untersuchung sprach aber Lloyd und seinen Wachoffizier von jeder Schuld frei und lastete die Kollision dem wachhabenden Leutnant der CENTAUR an.
Zwischen 1802 und 1807 hatte Lloyd Kommandos auf der HEBE (38) und der LATONA (38) inne.
Im März 1807 wurde Robert Lloyd Kapitän der HUSSAR (38), mit der er am englischen Angriff und Bombardment von Kopenhagen im August / September 1807 teilnahm. Danach wurde die HUSSAR auf die Neufundland (Nordamerika)-Station versetzt. Dort machte Lloyd wieder erfolgreich Jagd auf Kaperschiffe und fing vier dieser Freibeuter.

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Im Sommer 1809 wurde die HUSSAR nach England zurückgerufen und Lloyd übernahm stattdessen in Halifax die GUERRIERE (38), die er bis 1810 führte.
Von 1811 bis 1812 führte Lloyd das Kommando auf dem Linienschiff SWIFTSURE (74), diesmal in heimischen Gewässern.
1813 - inzwischen war der Krieg mit den USA ausgebrochen - wurde dem Kapitän die PLANTAGENET (74) unterstellt, diesmal wiederum auf der Neufundland-Station.
Im August 1813 machte die PLANTAGENET als mögliches Ziel eines spektakulären Torpedo-Angriffs von sich reden. Edward Mix von der US Navy hatte dieses sogenannte fish torpedo konstruiert, um die englischen Blockadeschiffe in der Lynnhaven Bay anzugreifen. Sein deutlich unter der Wasseroberfläche schwimmender Sprengkörper explodierte jedoch eine halbe Kabellänge von der PLANTAGENET entfernt.
Neben der Blockade war die PLANTAGENET auch als erfolgreicher Prisenjäger unterwegs. Hier eine Liste ihrer Prisen während der Kreuz von September bis Dezember 1813:

  • 8. September 1813 ROBIN 50 Tonnen
  • 11. September TORPEDO 40 t, OLIVE BRANCH 50 t
  • 15. September DELIGHT 50 t, JOHN DOE 50 t
  • 12. Oktober JACK´S DELIGHT 50 t
  • 3. November SPARROW 100 t
  • 5. November ELISABETH 30 t
  • 7. November JAMES MADISON 25 t
  • 12. November ACTIVE 57 t
  • 15. November LADY WASHINGTON 70 t
  • 21. November BETSY 60 t
  • 27. November MARGARET AND MARY 37 t, ANNA MARIA 60 t
  • 29. November JOHN AND MARY 60 t
  • 2. Dezember FIVE SISTERS 60 t, NEW JERSEY 42 t, TWO PETERS 38 t
  • 4. Dezember BASH 60 t
  • 5. Dezember UNICORN 30 t
  • 8. Dezember MARGARET 36 t
  • 10 Dezember VICTORY 60 t
  • 12. Dezember MARY 26 t
  • 16. Dezember RAPID
  • 17. Dezember LITTLE MARY 34 t

    Angesichts dieser Liste kann man sich vorstellen, daß Lloyd einiges an Prisengeldern einstrich und 1814 als recht reicher Kapitän nach England zurückkehrte

     Seekriege und Seepolitik von 1650 bis 1914

    Seeherrschaft II : Seekriege und Seepolitik von 1650 bis 1914
    Band 6 der Reihe Weltgeschichte der Seefahrt
    von Helmut Pemsel
    Sprache: Deutsch
    Gebunden - 965 Seiten - Koehlers Verlagsgesellschaft
    Erscheinungsdatum: November 2005
    Wer sich für Marinehistorie interessiert, hat hier Einblick in Daten,
    Zahlen, Fakten und Hintergründe der Seekriege des o.g. Zeitraumes.
    Dabei wird kein noch so kleiner oder absurder Konflikt ausgelassen.

    Im September 1814 verließ die PLANTAGENET zusammen mit der Fregatte ROTA (38 - Philip Somerville) und der Cruizer-Sloop CARNATION (18 - George Bentham) unter Kapitän bzw. Kommodore Lloyds Führung England, um rund 2000 Mann englische Truppen nach Jamaika bzw. für die englische Landungs bei New Orleans in das Mississippi-Delta zu transportieren. Vor der zum neutralen Portugal gehörenden Azoren-Insel Faial kam es dann am 26. September 1814 zum Vorfall bzw. Gefecht mit dem kleinen amerikanischen Kaperschiff GENERAL ARMSTRONG (9 - Samuel Chester Reid), dessen Vernichtung nur unter Bruch der Neutralität, erheblichen Menschenverlusten auf englischer Seite und mehreren Anläufen gelang. Von einem angeblichen Ausspruch des berühmten Generals Andrew Jackson ("Old Hickory") und nationalistischen amerikanischen Geschichtsschreibern zum historisch bedeutenden Ereignis erhoben, resultierte dieses Gefecht bei Faial zum Zweck der Legendenbildung auch in einer vermutlich abwegigen historischen Diskreditierung Kapitän Lloyds.

    Siehe zu diesem Vorfall diesen Bericht

    Die PLANTAGENET indessen brachte ihre Truppen zunächst nach Jamaika und schließlich vor New Orleans, wo die Briten jedoch nach ihrer Landung im Dezember 1814 die historische Niederlage in der Schlacht am 9. Januar 1815 hinnehmen mußten.
    Lloyd brachte mit der PLANTAGENET die Leiche des gefallenen englischen Oberkommandierenden General Edward Pakenham zurück nach England, wo das Linienschiff wegen des Friedens außer Dienst gestellt wurde.
    Lloyd zog sich nach dem Krieg auf sein Gut in Anglesey zurück, war Sheriff und Friedenrichter für den Bezirk und übte zahlreiche ehrenamtliche und wohltätige Funktionen aus.
    Er wurde 1830 zum Konteradmiral befördert und erreichte 1837 den Rang des Vizeadmirals. Der Flaggoffizier war zweimal verheiratet, hatte aber nur eine Tochter aus seiner ersten Ehe.
    Vizeadmiral Robert Lloyd starb auf Anglesey am 17. Januar 1846.


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