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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Die Schlacht von New Orleans am 8. Januar 1815 :

Die Amerikaner unter General Andrew Jackson schlagen die Briten unter General Edward Pakenham vernichtend

Die berühmte Schlacht von New Orleans wurde im Rahmen des britisch-amerikanischen Krieges von 1812 am 8. Januar 1815 rund 15 km südlich der amerikanischen Stadt geschlagen. Rund 5000 Mann zusammengewürfelte amerikanische Truppen unter General Andrew Jackson schlugen vernichtend fast 10000 Mann englischer Truppen, darunter 5500 Veteranen des Feldzuges auf der Iberischen Halbinsel.

Die englische Landung im Mississippi-Delta wurde bereits am 20. Juni 1814 von den Kriegsplanern in London beschlossen (Siehe auch hier). Seit dem August 1814 begannen sich englische Truppen im Hafen von Kingston auf Jamaika zu sammeln. Deadline für die Versammlung der Truppen und des entsprechenden Schiffraumes war der 20. November 1814.
Am 26. November 1814 lief die Invasionsflotte unter dem Kommando von Admiral Alexander Cochrane planmäßig mit Kurs auf das Delta aus.

Am 12. Dezember 1814 erreichte die Flotte ihr Ziel und bereitete mit einem vernichtenden Angriff auf die amerikanischen Kanonenboote , die den Lake Borgne (Mississippi) kontrollierten, die amerikanische Landung vor. Auf Pea Island, einer kleinen Seeinsel rund 50 km entfernt von New Orleans, bauten die Briten zunächst einen Stützpunkt.

Am 23. Dezember 1814 landeten die ersten englischen Truppen dann am Ufer des Mississippi, rund 15 km südlich von New Orleans. Bereits in der Nacht zum 24. Dezember 1814 griff General Jackson die Engländer zum erstenmal an , um Zeit zu gewinnen, vor New Orleans eine Verteidigungslinie mit schwerer Artillerie aufzubauen. Unterstützt wurde Jackson durch die Zivilbevölkerung, die Widerstand leistete, wo immer die Briten vordrangen.
Die Engländer zogen sich deswegen zunächst nach Madison zurück, um die Ankunft ihrer Hauptarmee und ihrer Artillerie zu erwarten. So gelang es den amerikanischen Truppen, die Jackson-Linie zur Verteidigung der Stadt rechtzeitig fertigzustellen.

Der englische Oberbefehlshaber General Edward Pakenham plante einen Frontalangriff gegen das amerikanische Verteidigungsbollwerk, das aus Erdwällen und Artillerie bestand. Am 1. Januar 1815 eröffnete die überlegene englische Artillerie erfolgreich das Feuer auf die sogenannte Jackson-Linie , doch bereits nach drei Stunden ging den Kanonieren die Munition aus, so das Pakenham beschloß, zunächst seine gesamte Streitmacht zu versammeln und dann in einer entscheidenden Attacke die Linie zu durchbrechen.
Pakenham unterschätzte dabei die amerikanischen Verteidungskräfte, die in der Zwischenzeit selbst Kanonen von aufgelaufenen Kriegsschiffen herbeischafften und von Freiwilligen verschiedenster Provinienz, selbst von gesetzlosen Freibeutern, unterstützt wurden.

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Am 8. Januar 1815 hatten sich die britischen Truppen endgültig formiert und setzten, gedeckt, aber auch behindert durch dichten Nebel, zum Generalangriff an, obwohl einige wichtige Vorbereitungen gescheitert waren und die Ausrüstung der Truppen noch immer unvollständig war. So fehlten den vordringenden Truppen Leitern und Seile zur Überwindung von Gräben und Erdwällen, was z.B. an einem Kanal auf dem Schlachtfeld zu einem katastrophalen Menschenstau führte.
Ohne Deckung gegen das feindliche Feuer und bei sich verziehendem Nebel starteten die Engländer zwei blutige Anläufe, die aber scheiterten. Schließlich wurde General Pakenham tödlich verwundet und General John Lambert, der nun das Kommando übernahm, befahl den Rückzug.

Die Briten hatten 2000 Mann Verluste, davon mindestens 300 Tote. Die Amerikaner verloren nur 71 Mann durch Tod, Verwundung oder Gefangenschaft. Die Engländer verzichteten auf weitere verlustreiche Versuche, New Orleans einzunehmen, booteten ihre Truppen wieder ein und starteten am 12. Februar 1815 einen erfolgreichen Angriff auf Fort Bowyer, wurden dann aber durch die Nachricht vom Frieden gestoppt.

Die Schlacht von New Orleans wurde zur Legende und Andrew Jackson (Old Hickory) zu einem Volkshelden.
Die Bedeutung der Schlacht von New Orleans für die amerikanische Geschichte darf man nicht unterschätzen, obwohl oft betont wird, daß der Kampf erst nach dem Friedensvertrag von Gent (24. Dezember 1814) stattfand. Denn die beidseitige Ratifizierung des Vertrages geschah erst am 17. Februar 1815, so das erst von diesem Zeitpunkt an Frieden herrschte. Ob die Briten New Orleans und die Kontrolle über das Mississippi-Delta bei einem Erfolg analog dem Genter Vertrag wieder aufgegeben hätten, ist eine umstrittene Spekulation.

Man darf jedenfalls nicht vergessen, das Jacksons erfolgreiche Verteidigung den größten Landsieg der Amerikaner in diesem Krieg darstellte. Nach den zahlreichen amerikanischen Mißerfolgen in den Jahren zuvor kam diese schwere Niederlage der Briten zum Ende des Krieges gerade rechtzeitig für das angegriffene amerikanische Nationalbewußtsein und entfaltete eine ungleich intensivere militärische und propagandistische Wirkung als die vergleichsweise kleinen militärischen Anfangserfolge der Amerikaner zur See.
Wie nachhaltig diese Schlacht wirkte, kann man z.B. daran sehen, daß der Sieger von New Orleans seine spätere Präsidentschaft (März 1829 bis März 1837) im Kern seinem legendären Sieg im Mississippi-Delta verdankte. Auch während Jacksons skandalöser Amtszeit rettete sein Ruf als Held von New Orleans so manche Stimme.
Ob die Briten sich nach einer möglichen Eroberung von New Orleans an den Vertrag von Gent gehalten hätten, ist zwar eine für den Historiker ebenso unwichtige wie unbeantwortbare Frage. Wichtig war für Andrew Jackson während seines Wahlkampfes und bleibt für heutige amerikanische Patrioten aber die Tatsache, daß die Behauptung, das die Engländer New Orleans besetzt gehalten hätten, genau so unwiderlegbar ist.

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Ein u.a. auf Augenzeugenberichten basierender Bericht über die Schlacht bei Waterloo. Kurzbiografien der Protagonisten, die historische Vorgeschichte der Schlacht , Aufmarschpläne, Bilder und graphische Darstellungen des Schlachtverlaufs veranschaulichen den Verlauf der Schlacht, die Europa veränderte.

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