Enzyklopädie des historischen Schiffsmodellbaus Enzyklopädie des historischen Schiffsmodellbaus 01:
Modelle und Vorkenntnisse

von Wolfram zu Mondfeld
Sprache: Deutsch
Broschiert 119 Seiten Neckar-Verlag
Format : 23,6 x 16,4 x 0,8 cm Erschienen Dezember 2006
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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Fregattenschlacht vor Pelagosa
Remember Lissa !



Nach der Fregattenschlacht von Lissa am 13. März 1811 und dem glänzenden Sieg Kommodore William Hostes über das französisch-italienische Fregattengeschwader von Konteradmiral Bernard Dubourdieu hatten sich die Briten auf der strategisch wichtigen Adria-Insel Lissa (Heute: Vis) einen wichtigen, befestigten Flottenstützpunkt geschaffen, von dem aus sie die gesamte feindliche Schifffahrt beobachten und bedrohen konnten. Auf dem Whitby Hill, dem höchsten Punkt der Insel, hatten die Engländer einen Beobachtungspunkt mit Semaphor (Sicht-Telegraph) errichtet. Dadurch konnten die Beobachter ohne Aufwand und Verzögerungen Schiffsichtungen inklusive Details direkt zum Hafen der Insel kommunizieren.
Dort, auf der Reede von Port St. George, lagen am 28. November 1811 die englischen Fregatten ALCESTE (38 - Murray Maxwell), ACTIVE (38 - James Alexander Gordon) und UNITE (36 - Edwin Henry Chamberlayne) sowie das 20-Kanonen-Schiff ACORN (20 - George Miller Bligh) vor Anker.
Das Geschwader, das in den Tagen zuvor an der Küste Albaniens operiert hatte, war durch Sturm und starken Seegang in den Hafen getrieben worden. Die Zwangspause hatten die Kapitäne genützt, ihre Berichte und Anforderungen für Nachschub verfasst und Leutnant McDougall von der UNITE mit der Berichterstattung zur Mittelmeerflotte geschickt.
McDougall nahm die Passage auf einem maltesischen Schiff, doch er kam nicht weit. Keine 40 Meilen südlich vor Lissa stieß der Malteser auf ein kleines Geschwader französischer Fregatten : Die PAULINE (40 - Francois-Gilles Montfort), POMONE (40 - Claude du Campe de Rosamel) und PERSANNE (24 - Joseph-Andre Satie) hatten, beladen mit Geschützen und Geschützteilen, am 16. November 1811 Korfu verlassen und waren auf dem Weg nach Triest.
Dort wurde - wie schon im Frühjahr - wieder Schiffsraum zusammengezogen, um einen erneuten Versuch zu starten, Lissa einzunehmen. In Lessina war bereits eine ansehnliche Truppe zu diesem Zweck stationiert worden.
McDougall überredete den Kapitän des Maltesers, sofort nach Lissa umzukehren - der Leutnant wollte seine Kollegen informieren und bei der sich möglicherweise anbahnenden Schlacht dabei sein.

 Die Klippen von Lissa - Fregattenschlacht in der Adria

Auf der Insel selbst wurden Kommodore Montforts Schiffe wenig später auch entdeckt, wegen der großen Entfernung von über 30 Meilen freilich nur als winzige Segel wahrzunehmen. Es war 7:00 am Morgen, als sich die Arme des Sicht-Telegraphen auf Whitby Hill regten und die Sichtung der drei größeren Segelschiffe südlich der Insel meldeten.
Kapitän Murray Maxwell, dienstältester Offizier auf der Insel und damit Kommodore des englischen Geschwaders vor Ort, ließ die Fregatten sofort seeklar machen. Seiner Vermutung nach handelte es sich bei dem möglichen Feindgeschwader um die bei der Seeschlacht von Lissa davongekommenen Schiffe, nämlich die beiden großen Fregatten DANAE (40) und FLORE (40) sowie die kleinere CAROLINA (32).
Wohl wissend, das von Lessina ein französischer Schlag gegen Lissa drohte, ließ Maxwell neben der ACORN (20 - George Miller Bligh) auch alle Seesoldaten seines Geschwaders auf der Insel zurück. Diese verstärkten die Geschützbatterien am Eingang des Hafens, während rund 40 Seeleute und Offiziere von allen drei Fregatten auf 3 Kanonenboote verteilt wurden. Auf diese Weise erschien Maxwell Port St. George ausreichend gegen französische Angriffe gesichert.
Dann begannen die englischen Fregatten sich aus dem Hafen zu warpen, was sich wegen des Gegenwindes als sehr mühevoll und zeitaufwendig erwies. Erst gegen 19:00 waren die Briten in See und trafen gegen 21:30 das Malteser Schiff, das mit zwei Kanonenschüssen auf sich aufmerksam machte. Leutnant McDougall ging an Bord der UNITE und erstattete Bericht. Er bestätigte, daß das Geschwader tatsächlich auf der Jagd nach zwei großen französischen Fregatten und einem kleineren Schiff war.
Bald darauf wandten sich die englischen Fregatten unter vollen Segeln nach Süden, um den Gegner zu stellen.

Die Adria

Am Morgen des 29. November 1811 gegen 9:20 sichtete dann die ACTIVE (38 - James Alexander Gordon) das französische Geschwader vor der Insel Augusta (Heute: Lastovo).
Kommodore Montfort steuerte zunächst in Linie auf die englischen Schiffe zu, die sich rasch näherten. Gegen 10:00 konnten beide Seiten ihre Kontrahenten deutlich als Fregatten identifizieren. Die Franzosen konnten davon ausgehen, das die drei großen englische Fregatten mit 18-Pfünder-Kanonen bewaffnet waren und ihr Kommodore wußte nun, das seine Schwadron den Briten unterlegen war.
Zwar glich die Bewaffnung der POMONE (40 - Claude du Campe de Rosamel) und PAULINE (40 - François-Gilles Montfort) der heransegelnden englischen Artillerie :
Alle vier großen Schiffe verfügten als schwerstes Kaliber über 28 Achtzehnpfünder-Kanonen auf dem Hauptdeck und waren auch an Deck vergleichbar stark mit Karronaden und Acht- bzw. Neunpfünder bewaffnet. Die englische 36-Kanonen-Fregatte UNITE (36 - Edwin Henry Chamberlayne) konnte neben Karronaden und kleinerem Kaliber ebenfalls 26 Achtzehnpfünder vorweisen.
Doch die PERSANNE (24 - Joseph-Andre Satie) sah mit ihren 860 Tonnen nur aus wie eine schwer bewaffnete Fregatte. Tatsächlich war sie lediglich ein Nachschubschiff mit 24 Neunpfünder-Kanonen, dafür aber von hohem Wert: In ihren Laderäumen hatte sie nämlich 120 Vierundzwanzigpfünder-Kanonen und 20 lange 8-Pfünder Kanonen geladen. Damit hatten die Franzosen praktisch ein Schiff weniger in den Kampf zu schicken.
So bedarf es keiner weiteren Erklärung, das Montfort seine Schiffe nun abdrehen ließ.

Das letzte Gefecht der GLORIOSO

Die Briten nahmen jedoch die Verfolgung auf und schloßen bis 11:00 mehr und mehr auf. Besonders die schwer beladene PERSANNE konnte mit den anderen Franzosen nicht mehr mithalten und fiel immer mehr zurück. Da Kapitän Satie offensichtlich nicht auf den Schutz seiner davonstrebenden Kollegen hoffen konnte, suchte er sein Heil in einem neuen Kurs und scherte aus. Dieses Manöver war aus französischer Sicht so oder so von Vorteil: Verfolgte ein überlegener Gegner die PERSANNE, fehlte dieser im Kampf gegen die POMONE und PAULINE. Ließen die Briten die PERSANNE aber ziehen, wäre zumindest sie entkommen. Die Alternative, sich zu Dritt zum Kampf zu stellen, kam offensichtlich nicht in Frage - was einiges über die französische Einschätzung der Kampfkraft englischer Fregatten aussagt.
Die Engländer ließen die von ihnen vermutete Fregatte aber nicht ziehen: Zunächst wurde die PERSANNE von der ACTIVE verfolgt, doch Kommodore Maxwell setzte die kleinere UNITE (36 - Edwin Henry Chamberlayne) auf das vermeintliche 32-Kanonen-Schiff an, die ACTIVE dagegen hängte sich wieder an das Heck der POMONE (40 - Du Campe de Rosamel).
Aus den Heckgeschützen der PERSANNE (24 - Joseph-Andre Satie) rauschten inzwischen die ersten 8-Pfünder-Kugeln über die Masten der UNITE (36 - Edwin Henry Chamberlayne) hinweg, die aus ihren Jagdgeschützen am Bug das Feuer erwiderte. Die beiden Schiffe entfernten sich schnell von den anderen vier Fregatten, während sich das Jagdgefecht fortsetzte. Gegen 16:00 hatte Chamberlayne seinen Widersacher Satie endlich eingeholt und bereitete sich auf einen harten Kampf Breitseite an Breitseite vor.
Die PERSANNE, in ihrer Bewaffnung annähernd hoffnungslos unterlegen, feuerte jedoch noch eine Breitseite und holte dann vor den Augen der verblüfften Briten die Flagge nieder.
Erst jetzt erfuhr Chamberlayne, das er keine ausgewachsene Fregatte, sondern ein eher leicht bewaffnetes Transportschiff mit 190 Mann verfolgt hatte.
Die UNITE (36 - Edwin Henry Chamberlayne) hatte durch den Beschuß einige Schäden in ihrer Takelage, doch nur einen Verwundeten. Auf der PERSANNE dagegen hatte es 2 Tote und 2 Verwundete gegeben. Chamberlaynes Enttäuschung, keinen gleichwertigen Gegner bezwungen zu haben, wurde aber durch das saftige Prisengeld für die schwere Ladung versüßt.

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von William James, Andrew Lambert
Sprache: Englisch
Gebunden - 568 Seiten - Stackpole Books

Erscheinungsdatum: März 2003


Inzwischen holte die ALCESTE (38 - Maxwell), gefolgt von der ACTIVE (38 - Gordon), gegenüber der führenden PAULINE (40 - Montfort) und der folgenden POMONE (40 - Du Campe de Rosamel) stark auf.
Kurz vor dem ersten Schuß ließ Maxwell seinem Kollegen Gordon signalisieren: "Remember Lissa ! und spielte damit auf Kommodore Hostes Signal "Remember Nelson !" vor der bereits o.g. siegreichen Schlacht an.
Um 13:20 - die Insel Pelagosa (Heute: Palagruza) war schon in Sicht - jagte das mit 9 Knoten heranjagende Schiff des englischen Kommodore der POMONE eine 18-Pfünder-Kugel in das Heck. Doch an diesem Tag zielten die französischen Kanoniere gut. Du Campe de Rosamels Antwort war ein Schuß aus einer 36-Pfünder-Karronade an Steuerbord, der die Großbramstenge der ALCESTE zersplitterte. Auch die erste Breitseite der nun an der Seite an Seite segelnden beide Schiffe feuerte der Brite, wurde aber im Gegenzug prompt von der ersten französischen Salve durchgeschüttelt. Maxwells Absicht war es, Du Campe de Rosamel an Steuerbord zu passieren, um die PAULINE (40 - François-Gilles Montfort) zu fassen, während die ACTIVE (38 - Gordon) die bereits kämpfende Feindfregatte angreifen sollte. Doch der Plan des englischen Kommodore scheiterte: Ein Volltreffer in der englischen Takellage brachte den Hauptuntermast der ALCESTE herunter, das ganze Gut fiel über die Seite und die so behinderte Fregatte fiel unter den Jubelrufen der französischen Crews sofort zurück. Der Jubel erwies sich jedoch als verfrüht, denn an der ALCESTE vorbei stürzte sich nun die ACTIVE auf die POMONE, setzte sich auf deren Backbordseite fest und eröffnete gegen 14:00 die Kanonade auf den Franzosen. Inzwischen wendete Kommodore Montfort sein Schiff und setztze gegen 14:20 Kurs auf die behinderte ALCESTE. Innerhalb von 10 Minuten erreichte er die Luvseite Maxwells und die beiden Kommodore begannen den Austausch der Breitseiten. Die Anfangserfolge der französischen Schiffs-Artillerie wiederholten sich indessen nicht. Sowohl auf der PAULINE (40 - François-Gilles Montfort) wie auch auf der POMONE (40 - Claude du Campe de Rosamel) wurde der englische Beschuss immer spürbarer und die Waage neigte sich - wie so oft in diesem Seekrieg und trotz alle Bemühungen der französsichen Crews - zugunsten der Briten. Selbst die Verwundung des Kapitäns der ACTIVE (38 - Gordon) konnte das nicht ändern. Gordon balancierte auf einem Gestell für Kanonenkugeln und stützte sich auf die Ankerwinde, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Da flog eine Kanonenkugel durch eine Stückpforte, streifte eine Karronadenlaffette, riß einem Seemann das Bein ab und traf den Kapitän genau am Kniegelenk. Das Bein wurde abgetrennt und hing nur noch an ein paar Sehnen. Gordon stürzte vom Gestell, doch trotz der schrecklichen Verletzung und dem harten Sturz an Deck blieb er bei vollem Bewußtsein. Mit ruhiger Stimme übergab er dem ersten Offizier Leutnant William Bateman Dashwood das Kommando. Dann wurde er unter Deck getragen, wobei er Leutnant George Haye, der das Großdeck kommandierte, begegnete. Wie in einer Vorahnung forderte er Haye auf, sein Bestes als Ersatzkommandant zu tun, sollte Dashwood getroffen werden.

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Und tatsächlich verlor Dashwood wenig später den Arm, so das nun Haye als Schiffskommandant das Gefecht weiter kämpfen mußte.
Auf der POMONE wurde ungefähr zu diesem Zeitpunkt Kapitän Du Campe de Rosamel von einem Traubengeschoss in den Mund getroffen. Der französische Kommandant verlor einige Zähne und es scheint, als sei das Geschoss durch die Wange wieder ausgetreten. Trotz dieser zunächst dramatisch blutenden Verletzung und daraus natürlich entstehenden Sprachproblemen blieb Du Campe aber im Kommando an Deck.
Haye auf der ACTIVE durfte aber nun beobachten, wie das Feuer der POMONE immer langsamer wurde, während die Kanonen seiner Fregatte ohne Unterlass donnerten.
Gegen 15:00 kam dazu auch noch ein weiteres Segel in Sicht, offensichtlich ein englisches Kriegsschiff, das auf die Seeschlacht aufmerksam geworden war und nun unter vollen Segeln zum Ort des Geschehens strebte. Es war aber nicht nur die sich nähernde englische Sloop KINGFISHER (18 - Ewell Triton), die nun Kommodore Montfort zum Abbruch des Gefechtes bewegte, die PAULINE hatte auch einen schweren Stand gegen die zwar nach wie vor behinderte, aber unvermindert feuernde ALCESTE. Dazu zeichnete sich die Kapitulation der POMONE gegen die ACTIVE ab. Montfort gab den Befehl, nach Westen abzudrehen und ließ seinen noch kämpfenden Kollegen auf der POMONE im Stich. Das war gegen 15:00.
Die ALCESTE konnte der fliehenden Fregatte des französischen Kommodore nicht folgen, war aber in der Lage, ihre Aufmerksamkeit dem Gefecht zwischen Haye und Du Campe de Rosamel zuzuwenden. Maxwells Fregatte hatte die beiden Duellanten kaum erreicht und gerade ihre erste Breitseite gefeuert, da gingen die schon lange angeschlagenen Haupt- und Besanmast über Bord. Der französische Kommandant des entmasteten Schiffes sah seine Masten und die PAULINE dahingehen und stellte darum umgehend den nun sinnlos gewordenen Kampf ein. Um 15:40 verstummte das Kanonenfeuer und einmal mehr hatten die englischen Fregatten triumphiert.

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Auf der französischen Fregatte waren nicht allein die Masten in Mitleidenschaft gezogen worden, auch der Rumpf war , zum Teil sogar unter der Wasserlinie, arg durchlöchert worden und starker Wassereinbruch machte intensives Pumpen notwendig. Die POMONE (40 - Claude du Campe de Rosamel) hatte nicht nur die Hauptlast des Kampfes getragen, sie hatte auch die meisten Opfer zu beklagen. Von den 322 Mann an Bord wurden mindestens 50 Männer getötet oder verwundet.
Kapitän Du Campe de Rosamel ließ Maxwell als dem dienstältesten Kapitän und damit Kommodore des englischen Geschwaders seinen Säbel als Zeichen der Kapitulation überbringen. Die ALCESTE hatte vor allem in der Rigg gelitten und beklagte 7 Tote und 13 Verwundete unter ihrer nurmehr 220 Mann starken Crew. Doch Maxwell würdigte die zentrale Rolle, die die ACTIVE in diesem Duell gespielt hatte und sandte den Säbel zu Kapitän Gordon an Bord. Dort hatten während der Schlacht 8 Männer den Tod gefunden, 27 waren verwundet worden, darunter zuletzt auch der stellvertretende Kommandant Leutnant Haye.
Die Verluste auf der geflüchteten PAULINE (40 - Montfort) blieben Gegenstand von Spekulationen. Offenbar kam ausgerechnet diese Fregatte ohne Todesopfer davon, wenngleich die Anzahl der Verletzten recht hoch gewesen soll.
Die POMONE sollte die Schlacht von Pelagosa nicht lange überleben. Sie wurde noch auf eine Reede gebracht und aufgelegt, doch der Rumpf war zu zerschossen und mürbe und so wurde diese große Fregatte, die erst 1803 in Genua gebaut worden war, schon 1812 abgewrackt. Der PERSANNE erging es etwas besser: Sie wurde nach Tunis verkauft.
Die Fregattenschlacht von Pelagosa führte auch zu den obligatorischen Beförderungen: Die ersten Offiziere von ACTIVE und ALCESTE, Wilson und Dashwood, wurde der Tradition nach siegreichen Duellen folgend, zu Commandern gemacht. Auch Leutnant Haye wurde in diesen Rang befördert. Die UNITE ging diesbezüglich jedoch leer aus - der Sieg über ein bewaffnetes Transportschiff war der englischen Admirarität nicht würdig genug, um Leutnant Joseph William Crabb genauso zu befördern.
Gordon und Du Campe de Rosamel erholten sich von ihren wahrlich fürchterlichen Verwundungen und dienten bis zum Ende des Krieges. Kommodore Maxwells Sieg sollte in England als weit weniger glanzvoll betrachtet werden verglichen mit Hostes Erfolg bei Lissa einige Monate zuvor. Zu kritisch verharrte hier offenbar der Blick der Admiralität auf der Überlegenheit des englischen Geschwaders und dem Entkommen der PAULINE (40 - Montfort). Doch manifestierte erst dieser Erfolg die absolute Seeherrschaft der Briten in der Adria und ist deswegen keineswegs ohne größere Bedeutung.

Quelle: Napoleons gefallene Göttinnen - Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten s.o.

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Fußnote 1: Claude du Campe de Rosamel wurde am 25.06.1774 in Frencq geboren und starb am 27.03.1848 in Paris.
Francois Gilles Montfort wurde am 16.01.1769 in Saint Servan geboren und starb am 25.03.1826 in Marseille.


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