Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Life and Correspondence of John, Earl of St. Vincent V2: Admiral of the Fleet
Life and Correspondence of John, Earl of St. Vincent V2: Admiral of the Fleet

von Edward Pelham Brenton
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 436 Seiten - Verlag unbekannt
Erscheinungsdatum: Juni 2007

Kapitän Edward Pelham Brenton

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* 18. Juli 1774 in Newport, Nordamerika (Rhode Island)           † 6. April 1839 in ?, England

Edward Pelham wurde am 18. Juli 1774 als Sohn des Marineoffiziers und späteren Konteradmirals Jahleel Brenton (1729-1802) in Newport (heute im US-Staat Rhode Island) geboren.
Als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann, war Brentons Vater Leutnant der Royal Navy. 1780 emigrierte die Familie Brenton deswegen nach England.
Wie seine beiden Brüder Jahleel (1774-1839), später Konteradmiral, und der jüngere James Wallace Brenton, der 1799 als Leutnant auf der PETREL im Kampf fiel, trat Edward Pelham Brenton in die Royal Navy ein. Im November 1788 wurde er Fähnrich auf der CROWN (64), die den Breitwimpel von Kommodore William Cornwallis trug.
Im Februar 1789 segelte die CROWN nach Ostindien. Brentons Fahrten in den indischen Gewässern dauerten bis Dezember 1791, als er an Bord der CROWN (64 - Robert Manners Sutton) nach England zurückkehrte, wo er im Mai 1792 ankam. Dort ging Brenton als Fähnrich an Bord der BELLONA (74 - George Wilson), wo er vermutlich den Ausbruch des Krieges zwischen England und Frankreich im Februar 1793 erlebte.
Im August 1794 wurde der Fähnrich auf das Flaggschiff Admiral Howes, die QUEEN CHARLOTTE (100 - Roger Curtis), versetzt. Zu Beginn des Jahres 1795 wurde Brenton zum Leutnant befördert und bekam eine Offiziersstelle an Bord der Fregatte VENUS (32 - Lawrence William Halsted). Dieses Schiff sowie die LEDA (36 - John Woodley) und Sloop LARK (16 - William Ogilvy) nahmen im Frühjahr 1795 in der Elbmündung französische Royalisten aus Koblenz an Bord, brachten sie nach Spithead, wo sich andere Truppentransporter versammelt hatten und landeten die königstreuen Truppen am 25. Juli 1795 an der französischen Küste der Vendee. Der Royalistenaufstand in der Vendee wurde am Ende aber niedergeschlagen.

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Als Kapitän Halsted 1796 in das Kommando der PHOENIX (36) wechselte, ging Brenton mit seinem Kommandanten, den er bereits seit dessen Leutnantszeit auf der CROWN (64 - Robert Manners Sutton) kannte. Am 12. Mai 1796 war Brenton an Bord, als Admiral Duncans Geschwader vor Texel Jagd auf die niederländische Fregatte ARGO (36) machte. Die PHOENIX (36 - Lawrence William Halsted) stellte schließlich die ARGO (36) zu einem halbstündigen Gefecht, das Geschwader zwang den Holländer dann zur Kapitulation. Danach wurde Halsteds Fregatte zur Freibeuterbekämpfung vor der norwegischen Küste eingesetzt. Die PHOENIX brachte einen französischen und einen dänischen Kaper auf, mußte den Dänen aber später wieder herausgeben.
In dieser Zeit kam es zu einem offenbar nachhaltigen Konflikt zwischen Kapitän Halsted und seinem ersten Leutnant Brenton, der am Ende das Schiff verließ und von nun an als vierter Leutnant auf der AGAMEMNON (64) in der Nordseeflotte diente.
An Bord dieses Schiffes erlebte Brenton im Mai und Juni 1797 die Meuterei auf der Nore, als die Besatzung vieler Schiffe der Nordseeflotte den Dienst verweigerten. Nachdem die Meuterei zusammengebrochen war, nahm die AGAMEMNON (64 - Robert Devereux Fancourt) am 13. Juni 1797 ihren Blockadedienst vor der holländischen Küste wieder auf.
Kurz danach wechselte Brenton auf die Sloop RAVEN (14 - John W. T. Dixon), doch am 4. Februar 1798 ging das Schiff auf der Elbe verloren.

Kapitän John Bligh, mit Brenton befreundet, gab darauf dem Leutnant eine Stelle auf der AGINCOURT (64), die auf der Nordamerika-Station diente.
1801 folgte Brenton Kapitän Bligh als dritter Leutnant auf die THESEUS (74), die vor allem in der Karibik und vor Hispaniola eingesetzt wurde.
1802 wurde Brenton durch die Gunst Admiral Earl St. Vincents zum Commander befördert und bekam die Sloop LARK (16) als erstes Kommando. Mit dem Frieden von Amiens war dies jedoch ein sehr befristetes Kommando: Am 4. Juli 1802 verließ Brenton mit seiner Sloop Jamaika und erreichte am 17. August 1802 Plymouth. Schon am nächsten Tag bracht er die Sloop nach Woolwich, wo sie abgemustert wurde.
Während des Friedens betrieb Brenton den Entwurf und Bau eines von ihm entworfenen Kanonenbootes, das mit einer auf einer Schiene beweglichen Kanone ausgerüstet war. Der Clou: Das Boot konnte mit dieser Waffe nicht nur nach hinten oder nach vorne schießen, die Kanone diente beim Segeln auch als Ballastverlagerung. Angeblich jedoch wurden beim Bau in der Werft Fehler gemacht, wonach das Boot zu schwerfällig war und von der Royal Navy abgelehnt wurde.

Robert Fulton: Pioneer of Undersea Warfare
von Wallace C. Hutcheon
Sprache:Englisch
Gebundene Ausgabe 192 Seiten - Naval Inst Pr
Erscheinungsdatum: 1. März 1981

Auch für private Dinge blieb im Frieden mehr Zeit: Am 29. März 1803 heiratete Edward Pelham Brenton die Tochter eines hohen Offiziers.
Mit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen England und Frankreich wurde Brenton 1803 Kommandant der alten Sloop MERLIN (16), mit der er vor Le Havre stationiert wurde und immer auf der Jagd nach kleinen Prisen und Kaperschiffen, die von ihren Küstenbatterien gedeckt wurden, war.
Am 2. Oktober 1803 konnte er in diesem äußerst mühsamen Kleinkrieg einen kleinen Erfolg feiern, als ihm die Zerstörung eines kleinen Kaperschiffs mit 30 Mann Besatzung, der SEPT FRERES (2), gelang.
Im Dezember 1803 mußte Brenton die Vernichtung der aufgelaufenen englischen Fregatte SHANNON (36 - Edward Gower) initiieren, damit das verlassene Schiff nicht dem Feind in die Hände fiel. Brenton schickte zwei Boote zu dem verlassenen Schiff, das danach in Flammen aufging.
Im Januar 1805 wechselte er in das Kommando der Cruizer-Sloop AMARANTHE (18), die zunächst zur Nordseeflotte gehörte. Später wurde Brenton mit seinem Schiff wieder in die Karibik geschickt. Bei der Blockade der französischen Insel Martinique war Brentons Sloop an der Eroberung vieler Prisen beteiligt. Am 13. Dezember 1808 gelang es Brenton und seiner Crew, unter den Kanonen der französischen Batterien von St. Pierre (Martinique) die französische Brigg CYGNE (18) und einen Schoner zu vernichten. Dafür sollte Edward Pelham Brenton später rückwirkend zum Dezember 1808 die Beförderung zum Kapitän zur See erhalten.
Zunächst zeichnete er sich Anfang 1809 bei Landeoperationen auf Martinique unter Kommodore Cockburn und Brigadegeneral Sir Charles Shipley aus. Nach der Kapitulation von Gouverneur Villaret Joyeuse am 24. Februar 1809 kehrte Brenton an Bord der BELLEISLE (74) zurück nach England.
Der Heimkehrer sprang am 24. Juli 1809 als stellvertretender Kommandant des Linienschiffes DONEGAL (80) für den eigentlichen Kommandanten Malcolm ein, um den Marquis Wellesley als Botschafter nach Cadiz zu bringen - Spanien hatte sich gegen Kaiser Napoleon gewendet. Am 1. August 1809 erreichte die DONEGAL (80 - Edward Pelham Brenton) den Hafen an der Südspitze Spaniens.
Im Oktober 1809 war Wellesleys Mission beendet und die DONEGAL (80) kehrte im November 1809 nach England zurück.
Im April 1810 wurde Brenton Kommandant der CYANE (22).
Als wenig später sein Bruder Jahleel Brenton nach einem Gefecht mit neopolitanisch-französischen Schiffen in der Bucht von Neapel schwer verwundet wurde, übernahm im September 1810 Edward Pelham Brenton dessen Schiff, die Fregatte SPARTAN (38).

Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights


1811 stieß die SPARTAN (38) zum Geschwader von Vizeadmiral Herbert Sawyer in Halifax, wo sie im Juni 1812 den Kriegsausbruch zwischen England und den USA erlebte. Vor der nordamerikanischen Ostküste bewährte sich Brentons Schiff als erfolgreicher Jäger kleinerer Prisen und Kaperschiff (Siehe auch hier) , doch im Juni 1813 mußte die SPARTAN wegen mangelnder Seetüchtigkeit nach England zurückkehren. Im September 1813 wurde die Fregatte schließlich abgemustert.
Im April 1815 wurde Brenton von Konteradmiral Hallowell als Flaggkapitän für die ROYAL SOVEREIGN (100) angefordert, nur wenig später wechselte er in das Kommando der TONNANT (80), welches er dann im November 1815 abgab - offensichtlich als Reaktion auf wahrgenommene Benachteiligungen.
Danach ging der Kapitän offensichtlich nicht mehr zur See, sondern begann als Schriftsteller tätig zu werden und engagierte sich intensiv gesellschaftlich.
1830 gründete der religiöse Brenton mit Unterstützung seines Bruders Jahleel Brenton die Society for the Suppression of Juvenile Vagrancy, später bekannter als Children's Friend Society.
Abgesehen von diesem Engagement und seiner Marinekarriere machte sich Edward Pelham Brenton besonders einen Namen als Schriftsteller. Mit der erstmals 1823 erschienenen "Naval History of Great Britain" in 5 Bänden, später folgten noch zwei weitere, machte er sich aber auch zahlreiche Feinde in Marine- und Adelskreisen.
1738 veröffentlichte er mit Life and Correspondence of John, Earl of St. Vincent ein weiteres nicht unbedeutendes Werk über seinen Förderer Admiral Earl St. Vincent.
Weitere literarische Projekte waren in Planung, als Kapitän Edward Pelham Brenton am 6. April 1839 verstarb.
Sein Bruder Jahleel Brenton veröffentlichte 1842 die "Memoir of Captain Edward Pelham Brenton", ein Werk, das auf das Leben und Schaffen seines verstorbenen Bruders zurückblickte.


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