Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Horatio Nelson Horatio Nelson
Kategorie(n): Biografien & Erinnerungen
von Jann M. Witt
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 464 Seiten - Koehlers Verlagsges. -

Erscheinungsdatum: November 2005


James Saumarez

James Saumarez

* 11. März 1757 in St. Peter Port, Guernsey            † 9. Oktober 1836 auf Guernsey


James Saumarez wurde am 11. März 1757 in St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey geboren. Er stammte aus einer Familie mit großer Familientradition und strebte wie einige seiner Vorfahren eine Karriere in der Royal Navy an.

Saumarez trat 1770 im Alter von 13 als Fähnrich in die britische Marine ein. Er diente zunächst im Mittelmeer, ab Oktober 1775 dann an der Küste Nordamerikas auf der BRISTOL (50). So kämpfte er von Beginn an im amerikanischen Revolutionskrieg auf britischer Seite.
Bei dem erfolglosen Angriff auf Fort Sullivan ( Charleston ) am 18. Juli 1776 bewährte sich der Fähnrich Saumarez und wurde von Vizeadmiral Sir Peter Parker besonders erwähnt. Am 25. Januar 1778 wurde er zum Leutnant befördert und bekam sein erstes eigenständiges Kommando, die Brigg SPITFIRE. Noch im selben Jahr mußte er befehlen, sein Schiff in Brand zu stecken, damit es nicht in die Hand der Amerikaner fiel.
Danach war er bis 1781 Leutnant auf der VICTORY, wechselte dann auf die FORTITUDE unter Sir Peter Parker und zeichnete sich bei der Schlacht auf der Dogger Bank am 5. August 1781 erneut aus. Daraufhin wurde er am 23. August 1781 zum Commander befördert.

Die Seeschlacht auf der Dogger Bank am 5. August 1781

Am 7. Februar 1782 bekam er das Kommando über das Linienschiff RUSSEL (74) und wurde Kapitän zur See. In der Flotte von Admiral Rodney nahm er an der Schlacht bei den Saints am 12. April 1782 teil und trug zum glänzenden Sieg der Engländer bei.

Nach dem Frieden von Versailles 1783 verbrachte Saumarez viele Jahre auf Halbsold an Land. 1788 heiratete er seine Frau Martha, mit der er 8 Kinder hatte.

Mit dem Ausbruch des Krieges gegen Frankreich 1793 übernahm er das Kommando über die Fregatte CRESCENT (36). Für die Wegnahme der französischen Fregatte RENUNION (32 - Francois Denian) am 20. Oktober 1793 bekam er den Ritterschlag.

1795 übernahm er das Kommando über die ORION (74), mit der er am 23. Juni 1795 an der Schlacht vor der Île de Groix teilnahm, in der Lord Bridport Villaret-Joyeuse drei Linienschiffe abnahm.

Am 14. Februar 1797 spielte Saumarez mit der ORION (74) in der berühmten Schlacht vor Kap St. Vincent eine bedeutende Rolle, als Admiral Jervis eine zahlenmäßig weit überlegene spanische Flotte unter Vizeadmiral Jose de Cordoba (Cordova) vernichtend schlug.

Die Seeschlacht vor Kap St. Vincent
Seeschlacht in der Bucht von Abukir

In einer weiteren berühmten Schlacht bewährte sich Saumarez einmal mehr glänzend: In der Schlacht in der Bucht von Abukir ( Aboukir - "Battle of the Nile" ) am 1. August 1798 - Admiral Nelsons glänzendem Sieg über die französische Flotte - gehörte die ORION zu den Schiffen, die überraschend zur Uferseite der französischen Schlachtlinie vorstießen. Das Ergebnis war eine vernichtende Niederlage für Napoleons Flotte.

Danach übernahm Saumarez als Kommodore und nach seiner Beförderung am 1. Januar 1801 als Konteradmiral ein zermürbendes Kommando in der Kanalflotte und wurde - geistig und körperlich erschöpft - schließlich abgelöst.

Linienschiffschlachten 1794 - 1806 Download
  Algeciras 1801 - Verlust der Hannibal und Keats Nachtangriff

Im Frühling 1801 übernahm der frischgebackene Konteradmiral das Kommando über ein Geschwader von 6 Linienschiffen vor Cadiz. Bei einem mißlungenen Angriff auf das Geschwader des Konteradmirals Durand-Linois in der Bucht von Algeciras am 6. Juli 1801 verlor er eines seiner Linienschiffe, die HANNIBAL (74 - Solomon Ferris).
Doch Saumarez ließ sich von diesem Rückschlag motivieren, verfolgte den weit überlegenen Gegner durch die Straße von Gibraltar, befahl in der Nacht vom 12. Juli auf den 13. Juli 1801 einen weiteren Angriff und wetzte die Scharte von Algeciras wieder aus. Das er freilich danach den Dank des Parlaments, die Mitgliedschaft im Bath-Orden und viele weitere Ehrungen einstrich, entsprang eher politischen Schachzügen denn wirklichen Verdiensten. Das zweite Gefecht wurde nämlich fast auschließlich von der SUPERB unter Kapitän Keats geführt, der aber bezüglich ähnlicher Anerkennungen völlig leer ausging.

Am 13. Dezember 1806 stieg Saumarez zum Vizeadmiral auf und hatte das Kommando der Kanalflotte.
1808 bekam er das Kommando über die baltische Flotte, das er 5 Jahre lang behielt. Geschickt lavierte er dabei zwischen den politischen Untiefen der Ostsee, die z.B. zunächst Schweden und Rußland zu einem formalen Gegner der Briten machten, später zu einem Verbündeten gegen das kaiserliche Frankreich Napoleons.

Am 3. Juni 1814 wurde er zum Admiral befördert und bekam von 1823 bis 1827 das Kommando in Plymouth. 1831 wurde Saumarez zum Pear von England erhoben. Admiral James Lord de Saumarez (KB) starb am 9. Oktober 1836 auf der Insel Guernsey.


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