Der Schatten des Kaisers Der Schatten des Kaisers
von Johannes K. Soyener
Sprache:Deutsch
Gebunden - 830 Seiten - Erschienen bei LÜBBE
Erscheinungsdatum: September 2004
Jean-Dominique Larrey war der Chirurg Napoleons
und begleitete den Korsen von Abukir bis Moskau.
Hier wird seine abenteuerliche Geschichte erzählt.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
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 Die Seekriege, Seeschlachten und Zweikämpfe auf See zwischen 1775 und 1815
Die Seekriege, Seeschlachten und Zweikämpfe
auf See zwischen 1775 und 1815

A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith

Admiral Sir Sidney Smith

* 21. Juni 1764 London - 1840 † Paris

Kurzbiographie

Englischer Seeoffizier, enfant terrible der Navy, Abenteurer, Salonlöwe und Frauenheld, kurz: eine Art James Bond oder auch eine der schillerndsten Perönlichkeiten des napoleonischen Zeitalters. Berühmt wurde Smith 1793 durch sein Kommandounternehmen zur Verbrennung großer Teile der in Toulon liegenden französischen Flotte, durch seinen Plan, das französische Direktorium durch den Beschuß der Hauptstadt von der Seine aus zu demoralisieren, dann durch seine spektakuläre Flucht aus Frankreich und besonders durch seine erfolgreiche Verteidigung von Akkon bzw. Acre im Nahen Osten 1798 gegen Napoleon Bonaparte. Smith war jedoch in großen Teilen der Navy wegen seiner Anmaßung, Prahlerei, Insubordination und Ruhmsucht verhaßt und zählte nicht zu den ehrlichsten Zeitgenossen. Aus vielen seiner Handlungen spricht tatsächlich der Herostrat: Er suchte den Ruhm z.B. auch im schwedisch-russischen Krieg oder in der Marine des Sultans.

Laufbahn: 1780 Leutnant - 1783 Kapitän - 1805 Konteradmiral - 1810 Vizeadmiral

Geboren wurde Smith als Sohn des Cornelius Smith, eines Abenteurers und Freigeistes, und der verstoßenen Tochter eines reichen Londoner Kaufmannes. Der Großvater kam für die Erziehung des Jungen auf, nicht selten mußte der kleine Sidney bei ihm um Geld für seinen Vater betteln.
Mit 13 Jahren wurde der Junge 1777 zur Navy geschickt und kam zunächst an Bord eines kleinen Versorgungschiffes, später wechselte er an Bord der UNICORN (22). Smith wurde schwer verwundet, als die UNICORN am 27. September 1778 - nach drei Stunden Gefecht und am Ende mit der Assistenz des Linienschiffs EXPERIMENT (50) - die amerikanische Fregatte RALEIGH (32 - Barry) vor der Penobscot-Bucht stellte.

Das letzte Gefecht der GLORIOSO

Im September 1779 bewarb er sich erfolgreich als Fähnrich an Bord des Flaggschiffes von Admiral Rodney und konnte sich in der sogenannten Moonlight Battle oder auch kleinen Schlacht vor Kap Trafalgar am 16. Januar 1780 auszeichnen.

Im September 1780 bestand Smith - noch nicht 16 jahre alt und erst 3 Jahre in der Navy - die Leutnantsprüfung. Offensichtlich hatte Sidney die Prüfungskommission - möglichweise mit Wissen des Admirals - bezüglich seiner Daten angeschwindelt. Leutnant konnte man eigentlich erst ab einem Alter von 19 Jahren und 6 Dienstjahren werden.
Die Karriere des blutjungen Offiziers ging nun steil aufwärts: In der Seeschlacht von Dominica 9. April - 12. April 1782, besser als The Saints bekannt, errang die englische Navy einen ihrer größten Siege überhaupt. Sidney Smith - vermutlich hatte er sich in der Schlacht ausgezeichnet oder besonders gute Beziehungen geknüpft - wurde zum Kommandanten der Sloop FURY (16) befördert und durfte die Nachricht vom Sieg nach England bringen. Dies war eine höchst dankbare Aufgabe, weil sie dem Überbringer der frohen Kunde traditionell eine Beförderung einbrachte. Und so wurde Smith im Alter von nur 19 Jahren 1783 zum Kapitän zur See und Kommandant der Fregatte ALCMENE (32).

Mit dem Frieden von 1783 wurde jedoch die englische Flotte abgerüstet und Smith verlor sein Kommando. Als Kapitän auf Halbsold stand er für die Navy auf Abruf bereit und nützte seine Freistellung, um ausgedehnte Reisen durch Frankreich und den Mittelmeerraum, später sogar an den Küsten Afrikas zu unternehmen und sich dabei als Amateurspion nützlich zu machen. In seiner prahlerischen und übertreibenden Art, die ihm sein ganzes Leben lang eigen war, bombardierte Smith die Admiralität mit durchaus zutreffenden Berichten, Zustandbeschreibungen und Strategieanalysen, deren funktionaler Wert aber unter ihrer Form litt.

1787 bahnte sich in der Ostssee ein militärischer Konflikt zwischen Schweden und Rußland an, der nicht nur Smith, sondern auch andere britische Seeoffziere magnetisch anzog. Auf beiden Seiten fungierten diese Freigestellten als Berater. Auch der junge Kapitän Smith - mit einer Übertreibung hier, einer "kleinen" Unwahrheit da - schummelte sich in die Dienste Gustav des Dritten von Schweden und wurde sogar direkter Berater des Monarchen. Als der Krieg ausbrach, kommandierte Smith zeitweise eine Flotille aktiv im Kampf und beim Ausbruch der schwedischen Flotte aus Vyborg kam er nur knapp mit dem Leben davon. Gustav III schlug ihn zum Ritter, doch seine Rolle in diesem Konflikt fand ansonsten wenig Beifall, im Gegenteil:

 Der Zauberkönig. Gustav III. und Schwedens Goldene Zeit.

Der Zauberkönig. Gustav III. und Schwedens Goldene Zeit.
von Ronald D. Gerste
Sprache: Deutsch
Taschenbuch - 254 Seiten - Steidl Verlag, Göttingen
Erscheinungsdatum:1996
Auf einem Maskenball im Opernhaus wird Gustav III. in den Rücken geschossen, 13 Tage später, am 29. März 1792, verstirbt der schwedische Herrscher. Davor lenkte der Neffe von Friedrich dem Großen mehr als 20 Jahre lang die Geschicke seines Landes. Roland D. Gerste fand das Material für seine Biographie in zeitgenössischen Quellen, Briefen und Tagebüchern, er schildert den ehrgeizigen Gustav III. als kunstsinnigen Staats- wie als faszinierenden, eigenwilligen Privatmann. (AMAZON-Text)

Seine Rolle im Kampf, in dem auf russischer Seite britische Berater getötet worden waren, die Art und Weise, wie er sich in die Beraterfunktion eingeschlichen hatte und schließlich sogar die Anmaßung diplomatischer Funktionen für Schweden gegenüber britischen Regierungsvertretern verursachten in der britischen Oberschicht, besonders aber in der britischen Navy eine stark negative Haltung gegenüber Sir Sidney.

Nach dem Ende des Ostsee-Konfliktes 1790 wechselte der Abenteurer zum nächsten Konflikt zwischen Russland und dem Osmanischen Reich: Er wurde Berater des Sultans und knüpfte dabei wertvolle Kontakte, die später der britischen Admiralität nützlich waren.
1793 wurde Smith in Smyrna von der Nachricht des Kriegsausbruchs zwischen Frankreich und England überrascht. Er setzte nun alles daran, so schnell wie möglich in diesen Krieg einzugreifen, kaufte eine kleine Yacht, bemannte sie mit englischen Seeleuten und tauchte im Dezember 1793 vor dem Hafen von Toulon auf, wo ein englisches Geschwader unter Admiral Lord Hood gerade den Rückzug aus dem zuvor besetzten Hafen planen mußte - ein noch kleiner Brigadegeneral mit Namen Napoleone Buonaparte war gerade dabei, die Engländer und Spanien aus Toulon wieder zu verdrängen.

Smith mit seiner typischen Unverfrorenheit lud sich, obwohl ohne Kommando und deswegen lediglich ein Freiwilliger, sozusagen selbst zu den Beratungen der Kapitäne ein, was bei Admiral Lord Hoods Untergebenen zu Stürmen der Entrüstung führte, den Admiral aber nicht davon abhielt, Smith mit einem Kommandounternehmen zu betrauen:
Als Kommandant einer kleinen Flotille lief Sir Sidney in den umkämpften Hafen von Toulon ein und setzte so viele französische Kriegsschiffe wie möglich in Brand, um sie nicht zurück in die Hände der Gegner fallen zu lassen. Admiral Lord Hood war hochzufrieden mit den Ergebnissen des von allen anderen Seeoffizieren kritisierten Freiwilligen und der Erste Lord der Admiralität Spencer in London schloß sich Lord Hoods Meinung an. Smith wurde wegen dieses Unternehmens eine Berühmtheit.

Spencer unterstellte den schwierigen Sir Sidney seinem persönlichen Befehl, so daß der junge Kapitän in den nächsten Jahren recht unabhängig mit kleineren Schiffseinheiten - u.a. als Kommandant der Fregatte DIAMOND (38) und im Verband mit Sir Edward Pellew - an der französischen Kanalküste für Unruhe sorgen konnte. Neben wichtigen und erfolgreichen Aufklärungsmissionen, die Smith in James-Bond-Manier durchführte, gelangen ihm tief im Gebiet des Gegners auch einige Husarenstücke, die in der englischen Öffentlichkeit euphorisch gefeiert wurde. Im April 1796 geriet Smith dann bei einem seiner gewagten Vorstöße und nach verbissenem Kampf in französische Gefangenschaft.
Nach zwei Jahren Gefangenschaft in Paris - er konnte sich allerdings meisten unter Ehrenwort frei bewegen - organisierten französische Monarchisten 1798 seine spektakuläre Flucht. In England wurde er besonders vom einfachen Volk als Held gefeiert, von Premierminister Pitt und später vom König empfangen.

Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Die Regierung war zu diesem Zeitpunkt aus ganz speziellen Gründen auf Sir Sidneys Dienste angewiesen: General Napoleon Bonaparte war am 1. Juli 1798 mit einem Heer in Ägypten gelandet. Nachdem Konteradmiral Nelson die begleitenden Kriegschiffe bei Abukir vernichtet hatte und damit Napoleon den Weg zurück über das Mittelmeer abgeschnitten hatte, stieß das korsische Militärgenie durch Palästina vor, um sich nach Konstantinopel durchzuschlagen und damit Indien zu bedrohen. Smith´ Kontakte zum Sultan und dem Osmanischen Reich, wo er mit seinem bombastischen und theatralischen Auftreten offensichtlich besonders gut ankam, machten ihn zum idealen Beauftragten der britischen Regierung, um eine Abwehr zu koordinieren.
Deshalb hatte er das Kommando über das Linienschiff TIGRE (80) bekommen und fand sich schließlich im Frühjahr 1799 mit der TIGRE, der THESEUS (74 - Kapitän Miller), zwei Kanonenbooten und wenigen türkischen Verteidigern vor der Stadt Acre bzw. Akko wieder. Die Franzosen gewannen am 5. März 1799 bei Jaffa eine große Schlacht und marschierten nun auf Acre. In kürzester Zeit mußte Smith gegen den heranstürmenden Bonaparte eine Abwehr aus dem Boden stampfen.
Tatsächlich gelang es ihm, die Verteidigung der Stadt Acre bis zum französischen Ansturm am 19. März 1799 zu organisieren und zu koordinieren. Mehr noch: Am 10. Mai 1799 mußte Bonaparte sich zurückziehen - der größte militärische Erfolg der Laufbahn des Kapitäns zur See Sir Sidney Smith ! Dieser glänzende Sieg kam gerade rechtzeitig, um Smith im Kommando zu belassen, denn in den Monaten zuvor hatte es Beschwerden - u.a. auch von Lord Nelson - über die Respektlosigkeit, Anmaßung und Insubordination des enfant terrible gehagelt. Nach Acre äußerte sich der englische Seeheld aber in fairer Weise lobend über Sir Sidney Smith.

In den nächsten Monaten unterstützte Smith den Vormarsch der Türken gegen die französische Armee im Nahen Osten durch Landungen von See her. Am 7. März 1801 nahm er zusammen mit dem Geschwader von Admiral Keith an der großen Landung in der Bucht von Abukir teil, die am Ende zur Schlacht bei Alexandria führte und die Niederlage der Franzosen in Ägypten bedeutete. Smith führte bei dieser Gelegenheit erneut abenteuerliche Kundschaftermissionen durch.

Nach seiner Heimkehr nach England 1801 erhielt Sidney Smith für seine Verdientes in diesem Feldzug zwar den Dank des Parlament und wurde 1801 selbst Parlamentsabgeordneter. Ohne die Vorbehalte gegen seine Person wäre er aber sicherlich bereits zu diesem Zeitpunkt zum Konteradmiral befördert worden. Smith ließ sich in London nieder und führte ein seinem bis dahin gezeigten Naturell entsprechendes Leben. So war er 1802 definitiv einer der Liebhaber der Frau des Thronfolgers, war in den populären Salons anzutreffen, wo er zwar nicht immer eingeladen war, was ihn aber gar nicht kümmerte. Auf der anderen Seite widmete er seine Zeit Erfindungen und Erfindern und versuchte - bei seinem Ruf freilich ohne Erfolgsaussichten - die Admiralität mit der ein oder anderen Innovation wie dem Torpedo oder Robert Fultons U-Boot anzufreunden.

 Terror Before Trafalgar: Nelson, Napoleon, and the Secret War

Terror Before Trafalgar: Nelson, Napoleon, and the Secret War
von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 255 Seiten - W. W. Norton & Company
Erscheinungsdatum: 1. April 2003

1801 : An der Kanalküste zieht Napoleon Bonaparte Truppen zusammen und läßt Transportschiffe bauen. In Frankreich und England werden neue geheime Waffen entwickelt: Raketen, U-Boote, Treibminen oder Torpedos. In Vorbereitung der Invasion Englands tobt im Schatten der europäischen Politik und des Experimentalfriedens von Amiens ein gnadenloser Krieg der Spionage und Subversion, geführt von kaum bekannten Männern. Anhand von Tagebüchern, Briefen und Zeitungen aus dieser Zeit zeichnet Tom Pocock ein Bild dieses geheimen Krieges.

Das an Kämpfen reiche Jahr 1805 - u.a. fiel auch Lord Nelson bei Trafalgar - schob den bisher aus bekannten Gründen bei der Beförderung ausgesparten Smith vom Dienstalter her an die Spitze der Liste der Kapitäne, so daß seine Beförderung zum Konteradmiral 1805 erfolgen mußte.

Und einmal mehr waren 1806 die sehr speziellen Dienste des Kosmopoliten Smith erforderlich, als er den Auftrag bekam, das Königreich Sizilien gegen den Ansturm Bonapartes zu verteidigen. Das Königreich bestand aus der Insel Sizilien und den Gebieten südlich von Venedig. Das sizilianische Hoheitsgebiet auf dem italienischen Stiefel war jedoch z.T. französisch besetzt. Smith jedoch verteidigte nicht die Insel, sondern eroberte zunächst die Insel Capri und organisierte von dort aus eine erfolgreiche Landung auf dem Festland, wie gehabt ohne Rücksprache mit Vorgesetzten oder Regierungsvertretern ! Gelder der britischen Regierung verwendete er dabei für die Werbung von Söldnern, die am Ende tatsächlich den Sieg garantierten.

Trotz seines militärischen Teilerfolges wurde Smith auf die zahllosen Beschwerden hin abberufen, aber seine Dienste wurden nun am Bosporus gebraucht. Kaiser Napoleon drängte den Sultan, ihm den Weg nach Indien zu öffnen, während die Briten dies natürlich zu verhindern suchten. Smith, der unter das Kommando von Sir John Duckworth, dem Sieger von St. Domingo, gestellt wurde, konnte durch seine Beratung nicht verhindern, daß Duckworth Anfang 1807 eine Machtdemonstration gegen den Sultan plante: Der britische Admiral drohte dem Herrscher mit Vernichtung der türkischen Flotte und Beschießung Konstantinopels. Das Unternehmen wurde jedoch ein Desaster, weil Duckworth´ Geschwader auch nach der verlustreichen Erzwingung der Passage der Dardanellen rein gar nichts ausrichten konnte.

Smith kehrte im Juni 1807 zurück nach London und stürzte sich wieder in die Salons, bis er im November 1807 die Aufgabe übernahm, das portugiesische Königshaus und praktisch die gesamte Führungsschicht des Landes ( rund 12000 Menschen ! ) vor einem französischem Zugriff nach Brasilien und damit in Sicherheit zu bringen. Nebenbei sollte er in Rio eine britische Basis aufbauen. Smith gab den portugiesischen Herrschern eine Eskorte von vier Linienschiffen, u.a. die LONDON und die HIBERNIA. Zwischen März und Mai 1808 waren alle Evakuierten in Rio de Janeiro gelandet und der anmaßende Konteradmiral begann - wie üblich unter Nichtachtung in diesem Falle des britischen Botschafters - sich in die Politik und Intrigen der Portugiesen zu mischen. Diesmal wurde er jedoch postwendend nach England zurückgerufen und durfte sich 1809 wieder in der Londoner Gesellschaft bewundern lassen.

1810 wurde Sir Sidney Smith zum Vizeadmiral befördert. In das selbe Jahr fällt auch seine Heirat mit der Witwe Caroline Rumbolt. Von 1812 bis 1814 war Smith stellvertretender Kommandeur im Mittelmeer. Das Jahr 1815 fand den umtriebigen Admiral u.a. auf dem Schlachtfeld von Waterloo, wo er bei der Bergung von Verwundeten half.

Nach dem Ende der napoleonischen Kriege wurde es ruhiger um Sir Sidney Smith, allerdings erregte der Exzentriker weiter Aufsehen mit abwegigen Theorien und merkwürdigen Vorstellungen - so plante er eine Neubelebung des Templerordens mit seiner bescheidenden Person als Großmeister. Smith unternahm weiterhin ausgedehnte Reisen, in London war er ein gerne gesehener Gast in den Salons , nicht zuletzt, weil er sich als großzügiger Gönner für diverse Projekte oder Wohltaten erwies. Obwohl an sich nicht arm, wuchsen im Laufe der Jahre seine Verbindlichkeiten übermäßig.
Nachdem 1826 seine Frau gestorben war, verlegte er seinen Wohnsitz nach Paris, was man auch als eine Umschreibung für die Flucht vor Schuldners verstehen konnte. Am Ende seines Lebens hatte England, das dem schwierigen Offizier bis dahin jede manifeste Ehrung versagt hatte, dann doch noch eine Würdigung zu vergeben: Die junge Königin Viktoria verlieh Sir Sidney Smith 1838 das Grand Cross des Bath Ordens.


A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith

A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith
von Tom Pocock
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 276 Seiten - Pimlico
Erscheinungsdatum:1998

Admiral Sir Sidney Smith hielt sich für einen zweiten Nelson und tatsächlich gibt es in der Biographie und den Persönlichkeiten beider Männer einige Konvergenzen. Smith´ größte militärische Leistung war zwar die erfolgreiche Verteidigung von Akko 1798 gegen General Napoleon Bonaparte, berühmt war er jedoch seinerzeit vor allem durch seine Anmaßung, Prahlerei und Lebensart, aber auch durch seinen Mut, seine "verrückten" Ideen und seine Abenteuer. Heute ist der James Bond der napoleonischen Zeit fast vergessen. Ein Grund mehr, dieses Buch zu lesen...

Linienschiffschlachten 1794 - 1806 Download


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