Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Social History of the Navy 1793-1815
Social History of the Navy 1793-1815
Prädikat: Besonders wertvoll
von Michael Lewis
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 468 Seiten - Chatham Publishing -
Erscheinungsdatum: Juli 2004
A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith
A Thirst for Glory: Life of Admiral Sir Sidney Smith

Vizeadmiral Pierre Andre de Suffren

Vizeadmiral Pierre Andre de Suffren

* 17. Juli 1729 im Chateau de Saint Canat, Aix-en-Provence            † 8. Dezember 1788 in Paris

Pierre Andre de Suffren wurde am 17. Juli 1729 im Chateau de Saint Canat (Aix-en-Provence) als dritter Sohn des Marquis von Saint Tropez geboren. Seine Familie sah für den jungen Pierre eine Karriere in der königlich-französischen Marine und, gemäss einer Tradition, die Aufnahme in den Malteserorden vor.
So ging Suffren im Oktober 1743 als Fähnrich an Bord des Linienschiffs SOLIDE. Schon 1744 erlebte der Marineeleve vor Toulon seine erste Seeschlacht.
Danach wechselte Suffren auf die PAULINE, die in der Karibik eingesetzt wurde. 1746 diente der Fähnrich unter dem Herzog D'Anvile, dessen Expedition zur Rückeroberung von Kap Breton jedoch in einem Desaster endete.
1747 geriet Suffren anlässlich eines Gefechtes mit den Briten unter Hawke in Gefangenschaft. Nach dem Frieden 1748 diente er einige Zeit in der maltesischen Flotte.
Der Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) fand Suffren als Leutnant an Bord der ORPHEE, die nach einem Gefecht mit der britischen Flotte unter Admiral Byng zur Eroberung Menorcas beitrug. 1757 diente er an Bord der OCEAN, als das Schiff vor Lagos den Briten unter Boscawen in die Hände fiel und Suffren erneut in Gefangenschaft geriet.
Nach Ende des Krieges 1763 setzte Suffren seinen Dienst als Kommandant der Schebecke CAMELEON fort und bewährte sich im Krieg mit den nordafrikanischen Stadtstaaten. Zwischen 1767 und 1771 setzte er seinen Dienst im Malteserorden fort und stieg vom Knight (Ritter) zum Commander (Kommandanten) auf.
Nach 1771 diente Suffren wieder in der Marine Royal. Er genoss inzwischen den Ruf eines ausgezeichneten Seemannes und vorbildlichen Soldaten.
Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, in den Frankreich 1778 eintrat, kommandierte Suffren zunächst die FANTASQUE (64 Kanonen) im Geschwader von Admiral D'Estaing. In der Schlacht vor Grenada gegen die Briten unter Byron führte Suffren mit seinem Schiff die Schlachtlinie an.
1780 wurde er Kommandant der ZELE (74) und war an der Eroberung eines grossen englischen Konvois im Atlantik beteiligt.
1781 bekam er den Auftrag, als Kommodore eines Geschwaders das holländische Kap der Guten Hoffnung gegen einen britischen Eroberungsversuch zu verteidigen. Dabei stiess er im Gefecht vor Porto Praya (Kapverden) auf das Expeditionskorps unter Kommodore Johnstone. Wegen der Unfähigkeit seiner Kapitäne blieb sein Angriff erfolglos, immerhin aber blieb Suffren im Wettlauf zum Kap gegenüber den Briten Sieger.

 Angriff vor Porto Praya

Nach der erfolgreichen Verteidigung des Kaps stiess Suffren mit seinen Schiffen zur französischen Flotte im Indischen Ozean. Als im Februar 1782 sein Oberbefehlshaber D'Orves starb, fiel ihm das Kommando zu. Suffren, dem die englische Arroganz verhasst war, verachtete die defensive und auf das eigene Wohl bedachte Kriegsführung seiner Landsmänner womöglich noch mehr. So entpuppte das zum Oberbefehlshaber avancierte Schwergewicht - Suffren war sehr beleibt - sich in den folgenden Monaten als extrem aggressiver Stratege. Er attackierte die Briten und ihren Schiffsverkehr an den Küsten Indiens mit beispielloser Vehemenz. Seine fünf blutigen Seeschlachten gegen die englischen Flotte unter Konteradmiral Sir Edward Hughes wurden zur Legende und brachten Suffren Ruhm und Beförderung, obwohl keines dieser Seegefechte entschieden wurde. Es folgt eine kleine Chronik der Kampanje:
Am 17. Februar 1782 griff Suffren die Briten vor Sadras zum ersten Mal an, die blutige Schlacht blieb aber ohne Sieger.
Am 4. April 1782, verbündet mit dem Sultan von Mysore, Haider Ali, landete Suffren Truppen zur erfolgreichen Eroberung Cuddalores.
Am 12. April 1782 griff er Hughes vor der kleinen Insel Providien erneut an. Dies war mit rund 300 Toten und 600 Verwundeten das blutigste Treffen , doch ohne Schiffsverluste.
Hughes erwies sich aber als ebenbürtiger Gegner: Am 6. Juli 1782 versuchte der Brite den Hafen von Negapatam zu erobern, griff Suffrens Flotte an, doch ein aufziehender Sturm trennte beide Geschwader.
Trotz schwerer Verluste und schlechter Versorgung schlug Suffren am 26. August 1782 mit der Landung von Truppen auf Ceylon zurück. Sein Angriff galt dem englischen Stützpunkt Trincomalee, der am 31. August 1782 kapitulierte. Am 3. September 1782 versuchte Hughes mit seiner Flotte die Rückeroberung, konnte sich aber gegen Suffrens Schiffe nicht durchsetzen und zog sich zurück.
Nach einer monatelangen durch den Monsun erzwungenen Pause, in der beide Flotten Verstärkungen bekamen, schien sich Mitte Juni 1783 eine Entscheidungsschlacht anzubahnen, als die Briten Cuddalore belagerten. Suffren versuchte durch seinen Angriff die britische Versorgung von See her zu unterbrechen und es kam am 20. Juni 1783 zur letzten grosse Seeschlacht vor Cuddalore, die erst durch den Einbruch der Nacht beendet wurde, wiederum ohne Sieger. Bevor die Kampfhandlungen erneut aufflammen konnten, erfuhr Suffren durch Hughes am 29. Juni 1783 vom Friedenschluss zwischen Frankreich und England.

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Das letzte Gefecht der GLORIOSO
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Suffrens Rückweg nach Europa sollte eine Art Triumphzug werden, denn selbst die englischen Kommandanten machten keinen Hehl aus ihrer Bewunderung für den französischen Gegner, der ihnen mit sehr begrenzten Ressourcen so zugesetzt hatte. In Frankreich wurde aus dem Kapitän und Kommodore, der im März 1781 Brest verlassen hatte, ein Vizeadmiral. Im Malteserorden promovierte er zum Bailli und durfte sich nun Bailli de Suffren nennen.
Ebenso plötzlich wie sein Ruhm kam sein Tod am 8. Dezember 1788 in Paris. Als Todesursache wurde ein Schlaganfall genannt, doch Jahre später erklärten Vertraute, er sei in einem Duell mit dem Prinzen von Mirepoix gefallen. Ursache des Duells : Suffrens Verweigerung, seinen Einfluss zugunsten Verwandten des Prinzen geltend zu machen.


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