Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Herrscherin der Meere

Herrscherin der Meere
von Frank Adam
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 336 Seiten - Koehlers Verlagsges.
Erscheinungsdatum: August 1998

Linienschiffschlachten 1794 - 1806 Download
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Thomas Troubridge

Konteradmiral Sir Thomas Troubridge

* 1758 in London
im Februar 1807 an Bord der BLENHEIM (74) im Indischen Ozean

Kurzbiographie


Thomas Troubridge wurde ca. 1758 in London geboren und trat am 8. Oktober 1773 in die Royal Navy ein. 1774 war er gemeinsam mit Nelson Fähnrich auf der SEAHORSE. Bis zur Scheidung Nelsons von seiner Frau waren die beiden Männer enge Freunde, danach wurden sie zunehmend entfremdet.
1780 war Troubridge als Fähnrich auf der SUPERB im Indischen Ozean. Dort machte der junge Kadett, der im Indischen Ozean unter Hughes alle Schlachten gegen die Schiffe des französischen Konteradmirals Suffren miterlebte und sich offensichtlich dabei auch auszeichnete, schnelle Karriere:
Am 1. Januar 1781 wurde er zum Leutnant befördert. Am 11. Oktober 1782 wurde Troubridge Commander und Kommandant der Sloop LIZARD.
Und am 1. Januar 1783 erreichte er bereits Kapitänsrang und führte die Fregatte ACTIVE.
Danach saß er freilich infolge des Frieden von Versailles 1783 wie so viele seiner Kollegen vorerst auf dem Trockenen.

1793 bekam er die Fregatte CASTOR (32), wurde aber am 9. Mai 1794 vor Cape Clear von einem französischen Geschwader unter Admiral Nielly aufgebracht und geriet in Gefangenschaft. Bei der berühmten Schlacht am 1. Juni 1794 ( Glorious First June ) befand er sich deswegen an Bord des französischen Linienschiffes SANS PAREIL (80), das von der ROYAL GEORGE und der MAJESTIC erobert wurde.

Das letzte Gefecht der GLORIOSO

1795 wurde er Kommandant des Linienschiffes CULLODEN (74).
Mit diesem Schiff nahm Troubridge zunächst an dem Nachhutgefecht vor Hyeres am 13. Juli 1795, später auch an der berühmten Schlacht vor Kap St. Vincent 1797 teil und hatte dort die Ehre, die ersten Salven auf die spanische Flotte abzufeuern.
Ein Zufall war das sicherlich nicht, denn Troubridge war offensichtlich ein kompromissloser Segler. Heute würde man ihn vielleicht sogar als Rowdy bezeichen. Kurz vor der Schlacht rammte er z.B. mit der CULLODEN (74) die COLOSSUS (74 - Murray) und drückte sich den Bug ein.
Trotzdem setzte er alles daran, an der Schlacht teilzunehmen, bekam sein schwer beschädigtes Schiff zum Erstaunen der gesamten Flotte rechtzeitig klar und wurde von Admiral Sir John Jervis dazu bestimmt, an der Spitze der englischen Schlachtlinie zu stehen.
In der Schlacht selbst war die CULLODEN deswegen das erste Schiff, das Nelson nach seinem schlachtentscheidenden Manöver Entlastung brachte. Troubridge war die ganze Zeit im Zentrum des Kampfes und duellierte sich sogar mit Admiral Cordobas Flaggschiff, dem 130-Kanonen-Vierdecker SANTISIMA TRINIDAD (130).

Die Seeschlacht vor Kap St. Vincent
Seeschlacht in der Bucht von Abukir

Im Juli 1797 war er mit der CULLODEN an Nelsons erfolglosen Angriffen auf Santa Cruz (Teneriffa) beteiligt.
Im Sommer 1798 jagte er in Konteradmiral Nelsons Geschwader Napoleons Flotte, die den französischen General und sein Heer nach Ägypten brachte.
Wie immer war Troubridge mit der CULLODEN eines der ersten Schiffe, die Land sichteten, er hatte indessen Pech. Die feindliche Flotte ankerte nicht - wie erwartet - in oder in der Nähe von Alexandria. Vielmehr hatte sich der französische Admiral Brueys in der Bucht von Abukir mit seinen Schiffen zu einer ankernden Schlachtlinie formiert, geschützt durch Landbatterien und Untiefen. Troubridge stand mit seiner CULLODEN weit ab vom Feind, setzte aber einmal mehr alles daran, so schnell wie möglich zum Schuß zu kommen ... und setzte die CULLODEN auf Grund. Während Nelson und seine anderen Kapitäne während der hereinbrechenden Nacht die französische Flotte in der berühmten Schlacht vor der Nilmündung vernichteten, mühte sich Troubridge die ganze Nacht - beschoßen von französischen Landbatterien - sein Schiff flott zu bekommen. Es gelang ihm auch am Morgen, kostete ihn jedoch das Ruder, einen Anker und schwere Unterwasserschäden. Troubridge bekam jedoch später - auf Drängen Nelsons - ebenfalls die berühmte Ehrenmedaille für die Schlacht am Nil.

Die CULLODEN beteiligte sich anschließend von 1798 bis 1800 an der Blockade Maltas, wo auch bei Abukir überlebende französische Schiffe Schutz gesucht hatten bzw. zur Unterstützung der französischen Garnison operierten. Kurz bevor seinem Kollegen vom Nil, Kapitän Berry , 1799 einer dieser Schiffe in´s Netz ging, setzte Troubridge die CULLODEN einmal mehr auf Grund und verpasste so erneut ein berühmtes Gefecht. Wie oft Troubridge sein Schiff tatsächlich "in den Graben gefahren" hat, weiß man nicht. Aber: Als im Juni 1800 John Richards die CULLODEN übernahm, war sie in einem so schlechten Zustand, daß sie bis 1801 im Dock bleiben mußte ;-).

Napoleons gefallenen Göttinnen
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Napoleons gefallene Göttinnen
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von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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1799 erhob ihn der König zum erblichen Baronet, fortan durfte er sich Sir Thomas Troubridge nennen.
Von Februar 1801 bis Mai 1804 war Troubridge einer der Lords der Admiralität (Marineministerium).
Von 1802 bis 1806 hatte der politisch jedoch eher unbedarfte Troubridge einen Sitz im Parlament.
Am 23. April 1804 wurde Troubridge zum Konteradmiral befördert.
1805 bekam er - als eine Art politische Rache des Premiers Pitt an Konteradmiral Edward Pellew - einen Teil des Kommandos im Indischen Ozeans, das Troubridge sich mit Pellew teilen sollte, der bereits 1804 nach Indien abgesegelt war. Troubridge wurde so zur unglücklichen Schachfigur in einem politischen Ränkespiel.
In Indien angekommen bestand Troubridge gegenüber dem dienstälteren und deswegen höherrangigen Pellew vergeblich auf Befehlsgewalt über seinen territorialen Abschnitt des Kommandos - der in Ränken hartgesottene ehemalige Fregattenkapitän widersetzte sich schlicht und am Ende erfolgreich Pitts grob gesponnener Intrige (Siehe hier). Troubridge blieb dabei im Streit der Admiräle auf der Strecke.
Die Heimreise des in seiner Ehre tief verletzten Abukir-Veterans 1807 wirkte wie eine Flucht - er segelte überstürzt mit der nicht intakten weil 1806 aufgelaufenen BLENHEIM (74) von Madras aus Richtung Afrika. Der Kapitän des Linienschiffs, Bissel, warnte seinen Admiral zuvor noch, daß die BLENHEIM besonders bei Sturm zu viel Wasser nehme, doch Troubridge brach am 12. Januar 1807 zusammen mit der JAVA und der HARRIER auf. Am 5. Februar verlor die HARRIER südlich von Madagaskar Kontakt zu JAVA und BLENHEIM, die danach verschollen blieben. Zuletzt hatte die BLENHEIM Notsignale gegeben. Die JAVA wurde vielleicht bei dem Versuch, ihr zu helfen, gerammt.
Troubridge starb also höchstwahrscheinlich - stilgerecht - auf dem Linienschiff BLENHEIM während eines Sturmes im Indischen Ozean. Er hinterließ seine Frau Frances, geborene Richardson, und einen gemeinsamen Sohn, Edward Troubridge, den er selbst während seines Kommandos im Indischen Ozean zum Commander und schließlich zum Kapitän zur See befördert hatte.


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Marinehistorische Romane

Harbors and High Seas - Ein englischsprachiger Atlas bzw. Guide durch die Aubrey-Serie


Wo kämpfte die SOPHIE gegen die CACAFUEGO ?
Wo liegt das Ashgrove Cottage ?
Dieser englischsprachige Atlas verfolgt die Routen,
zeigt die Schauplätze und faßt die Handlungen
von 17 Aubrey-Romanen O´Brians zusammen.
Patrick O'Brian´s Jack Aubrey

Englischer Titel - Deutscher Titel
Master and Commander 1970 - Kurs auf Spaniens Küste Juni 2001
Post Captain 1972 - Feindliche Segel Juni 2001
H M S Surprise 1973 - Duell vor Sumatra August 2001
The Mauritius Command 1977 - Geheimauftrag Mauritius September 2001
Desolation Island 1978 - Sturm in der Antarktis
Fortune of War 1978 - Kanonen auf hoher See Oktober 2001
The Surgeon's Mate 1980 - Verfolgung im Nebel November 2001
The Ionian Mission 1981 - Die Inseln der Paschas Februar 2002
Treason's Harbour 1983 - Gefahr im Roten Meer Mai 2002
Far Side of the World 1984 - Manöver um Feuerland Juni 2002
The Reverse of the Medal 1986 - Hafen des Unglücks Oktober 2002
The Letter of Marquee 1988 - Sieg der Freibeuter März 2003
The Thirteen-Gun Salute 1989 - Tödliches Riff Mai 2003
The Nutmeg of Consolation 1991 - Anker vor Australien September 2003
Clarissa Oakes / USA: The Truelove 1992 - Inseln der Vulkane Dezember 2003
The Wine-Dark Sea 1993 - Gefährliche See vor Kap Hoorn Februar 2004
The Commodore 1995 - Der Triumph des Kommodore Mai 2004
The Yellow Admiral 1996 - Der gelbe Admiral September 2004     NEU
The Hundred Days 1998 - Mission im Mittelmeer Angekündigt für November 2004
Blue At The Mizzen 1999 - Der Lohn der Navy Angekündigt für Februar 2005

ACHTUNG !!! Grundlage für den Film MASTER AND COMMANDER war Manöver um Feuerland


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