Waterloo 1815 Meilenstein europäischer Geschichte

Waterloo 1815 Meilenstein europäischer Geschichte
von Helmut K. von Keusgen
Sprache: Deutsch
Broschiert - 217 Seiten - Hek Creativ Verlag
Erschienen 1999
Ein u.a. auf Augenzeugenberichten basierender Bericht über die Schlacht bei Waterloo. Kurzbiografien der Protagonisten, die historische Vorgeschichte der Schlacht , Aufmarschpläne, Bilder und graphische Darstellungen des Schlachtverlaufs veranschaulichen den Verlauf der Schlacht, die Europa veränderte.

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Brian Lavery - The Ship of the Line. Vol. I: The development of the battlefleet 1650 - 1850.


Feldmarschall Arthur Wellesley, Herzog von Wellington

Arthur Wellesley, Herzog von Wellington

* 1. Mai 1769 in (?) Mornington House , Dublin            † 14. September 1852 im Walmer Castle, Dover

Weder der Geburtsort noch das genaue Geburtsdatum des späteren Herzogs von Wellington sind sicher. Arthur Wellesley wurde höchstwahrscheinlich am 1. Mai 1769 als dritter Sohn von Garret Wesley 1 , des Earls von Mornington, geboren. Es ist ebenfalls nicht geklärt, ob er auf dem Familiensitz Dangan Castle in der Nähe von Trim oder im Mornington House bei Dublin zur Welt kam.
Der Junge entstammte einer englisch-irischen Adelsfamilie, die erst später großes Ansehen gewinnen sollte. Zu Zeiten der Jugend Wellesleys blickte der englische Adel auf die englischstämmige Führungschicht Irlands als zweitklassigen Adel herab. Die irischen Wurzeln ärgerten Wellesley Zeit seines Lebens.
1781 starb Arthurs Vater.
Von 1781 bis 1785 ging er in Eton zur Schule, zeigte jedoch wenig Talent und wurde von der Familie zur weiteren Ausbildung nach Belgien geschickt. Der junge Arthur Wellesley war ein Nichtsnutz, der viel trank, dem Glücksspiel frönte und Frauenaffären hatte. Die Familie kaufte ihm eine Fähnrichsstelle (7. März 1787) in der Armee, doch erst die Liebe sollte eine Besserung bringen.
Arthur verliebte sich in Kitty Pakenham, Tochter des Lord Longford, ebenfalls aus einer anglo-irischen Adelsfamilie. Der Heiratsantrag des als Playboy berüchtigten jungen Mannes wurde jedoch von der Familie Kittys zurückgewiesen. Dieses gesellschaftliche shaming wandelte vermutlich die Unarten Arthurs in das totale Gegenteil.
Arthur Wellesley, mittlerweile auf der Militärakademie in Angers (Frankreich), begann nun nicht nur seine militärische Ausbildung ernst zu nehmen, sondern auch seine ganze Lebensführung radikal umzuorganisieren. Aus dem Zecher wurde ein Spartaner.
Am 25. Dezember 1787 wurde Wellesley zum Leutnant befördert. 1790 ließ er sich zum Abgeordneten des Irischen Parlaments wählen. In der militärischen Hierachie stieg Wellesley schnell 2 auf, avancierte am 30. Juni 1791 zum Captain, am 30. April 1793 zum Major und am 30. September 1793 zum Lieutenant Colonel.
Von 1794 bis 1795 kämpfte er mit seinem Regiment in Holland.
Am 3. Mai 1796 stieg Arthur Wellesley zum Colonel auf und begleitete seinen ältesten Bruder Richard Wellesley, der als Generalgouverneur Britisch-Indiens nach Kalkutta ging. Arthur nahm 1798 mit seiner Division am erfolgreichen Krieg gegen den König von Mysore, Tipu Sultan, teil. Nach dem Sieg über Tipu wurde Arthur Wellesley Gouverneur des besetzen Königreiches von Mysore in der Hauptstadt Seringapantam.

Der Tiger von Mysore

Der Tiger von Mysore
von Claudia Urbanovsky
Sprache: Deutsch
Gebunden - Erschienen bei Ehrenwirth
Erscheinungsdatum: 2000
Über den jungen Arthur Wellesley,
der sich als Kommandant in den Marathenkriegen (Schlacht von Assaye)
seine Sporen als späterer Sieger von Waterloo verdient

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1803 schlug Wellesley, der am 29. April 1802 zum Major-General befördert worden war, in den Marathen-Kriegen seine erste größere Schlacht als Oberkommandierender: In der Schlacht von Assaye am 23. September 1803 besiegte er mit seinen zahlenmäßig weit unterlegenen Truppen die Armeen der Fürsten Doulut Rao Sindia und Ragogee Bhonsle. Dasselbe Kunststück brachte er noch einmal in der Schlacht von Argaum am 29. November 1803 fertig. Schließlich mußten die Marathen-Fürsten die Briten um Frieden bitten.
Mit diesen Siegen stieg Arthur Wellesley nicht nur zum Oberkommandierenden der Truppen in Indien auf, er machte sich auch einen Namen als Soldat und verdiente sich eine große Ehre: 1804 wurde er in den exklusiven Bath-Orden aufgenommen.
1805 wurde Richard Wellesley als Generalgouverneur von Indien abgelöst und Sir Arthur Wellesley kehrte ebenfalls zurück nach England. Dort schloß er sich im Rahmen des Dritten Koalitionskrieges gegen Frankreich noch im selben Jahr einer englisch-russischen Expedition nach Norddeutschland an, hatte aber das Pech, das diese ergebnislos abgebrochen wurde.
Daheim in England ließ Wellesley sich 1806 für die Torys ins Parlament wählen, hielt diesen Sitz aber nur für 6 Monate. Inzwischen war er als Sieger von Assaye auch den Longfords würdig genug und konnte endlich Kitty Pakenham ehelichen. Wellesley bereute seine erneute Werbung jedoch schon bald. Die Verbindung zwischen den beiden früheren Liebenden wurde nie glücklich, obwohl ihr zwei Söhne entsprangen.

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1807 wurde Wellesley Staatssekretär für Irland. Er nützte jedoch wenig später die Gelegenheit des englischen Präventivschlages gegen das neutrale Dänemark im August 1807, um wieder als Soldat aktiv zu werden. Im Range eines Lieutenant General (25. April 1808) wurde er Zweitkommandierender dieser Operation. Ziel der Blockade der Insel Seeland unter Admiral Lord Gambier und der englischen Belagerung von Kopenhagen unter General Lord Cathcart war wie schon 1801 die dänische Flotte. Mit dem britischen Bombardment der dänischen Hauptstadt vom 2. September bis 7. September 1807 war die Operation erfolgreich und Wellesley war für die Kapitulationsverhandlungen zuständig.
1808 plante man mit ihm als Oberkommandierenden ursprünglich einen Schlag gegen die Spanier in Südamerika. Da aber erhoben sich die Spanier im Mutterland gegen Napoleon bzw. den aufoktroierten König Josef Bonaparte und die Briten kamen den Rebellen mit der in Portugal gelandeten Armee Wellesleys zur Hilfe. Wellesley schlug die Franzosen unter Junot am 17. August 1808 bei Roleja und am 21. August 1808 bei Vimeiro.
Dann aber mußte er das Oberkommando an General Dalrymple abgeben. Dieser zeichnete dann kurz darauf für die heftig von der englischen Öffentlichkeit kritisierten Konvention von Cintra verantwortlich, die es den angeschlagenen Franzosen erlaubte, ihre Truppen ohne Blutvergiessen aus Portugal zurückzuziehen. Wellesley als Dalrymples Stellvertreter mußte deswegen nach England zurückkehren und sich einer Untersuchungskomission stellen.
Im April 1809 kam er dann aber als Oberkommandierender zurück nach Portugal und führte die englisch-portugiesische Armee gegen die Franzosen.

 Die Schlachten bei Oporto und Talavera

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von Dieter Wenzlik
Sprache: Deutsch
gebunden - 128 Seiten - VRZ Verlag
Erscheinungsdatum: 30. September 2004 - 3 . überarbeitete, ergänzte Auflage

Am 12. Mai 1809 schlug er den französischen General Soult in der Schlacht von Oporto und eroberte die Stadt. Dann überschritt er den Fluss Tajo und besiegte am 28. Juli 1809 in der berühmten Schlacht von Talavera die nunmehr vereinigten französischen Armee unter Joseph Bonaparte.
Dieser Sieg brachte ihm zahlreiche Ehrungen von spanischer und portugiesischer Seite ein, England belohnte den Sieger von Talavera mit dem Adelstitel. Aus Arthur Wellesley wurde am 4. September 1809 Lord Wellington, genauer gesagt Viscount Wellington of Talavera and of Wellington .
Der große militärische Erfolg in der Schlacht konnte jedoch die Schwäche der spanischen Armee nicht kompensieren. Wellington drohte mit seiner Armee sogar abgeschnitten zu werden und mußte sich in Rückzugsgefechten nach Portugal und schließlich Richtung Lissabon zurückziehen. Mit Unterstützung der Royal Navy, mit der er während des gesamten Spanienfeldzuges mehrfach erfolgreich zusammenarbeitete, stoppte er indessen den französischen Vormarsch an den befestigten Linien von Torres Vedras.
Diese Grabenverteidigung war ein Novum in der damaligen Kriegsführung. 6 Monate lang versuchten die Franzosen unter Massena, Wellingtons Linie zu überschreiten, dann mußten sie aus Versorgungsmangel den Rückzug antreten, wiederum verfolgt von Wellingtons Truppen. Die Schlachten von Fuentes de Onoro vom 3. Mai bis 5. Mai 1811 brachten jedoch noch keine Entscheidung zwischen Wellington und Massena, die Schlacht von Albuera (16. Mai 1811), in der Colonel Beresford den französischen General Soult besiegte, machte dann den Weg frei:
Im September 1811 überschritt Wellington erneut den Tajo und nahm die Festungen von Ciudad Rodrigo (12. Februar 1812) sowie Badajoz (7. April 1812). Dafür wurde er am 28. Februar 1812 zum Earl of Mornington gemacht.
Anschließend gewann der frisch gebackene Earl die Schlacht von Salamanca (22. Juli 1812) und marschierte schließlich am 13. August 1812 in Madrid ein.

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Obwohl Wellington dann vor Burgos ( Belagerung 9. September bis 18. Oktober 1812 ) gestoppt wurde, erhob man ihn am 3. Oktober 1812 wegen seiner Erfolge zum Marquis.
Inzwischen marschierten französische Armeen, die die Kontrolle über Andalusien aufgegeben hatten, aus dem Süden heran und zwangen Wellington zum abermaligen Rückzug nach Portugal.
Im Juni 1813 begann Wellington eine erneute Offensive, organisierte mit Hilfe von Truppentransporten durch die englischen Marine seinen Angriff als Überraschung und schlug die Franzosen am 21. Juni 1813 in der berühmten Schlacht von Vitoria. Nach diesem großen Sieg wurde er (21. Juni 1813) rückwirkend zum Feldmarschall befördert.
Am 8. September 1813 nahm Wellington San Sebastian, am 31. Oktober 1813 eroberte er Pamplona und am 10. November 1813 besetzte er Nivelle und zwang Soult zum Rückzug nach Bayonne.
Anfang 1814 drang der Feldmarschall dann mit seinen Armeen in Frankreich ein und bezwang Soult schließlich am 27. Februar 1814 in der Schlacht von Bayonne und am 10. April 1814 in der Schlacht von Toulouse - vier Tage, nachdem Napoleon in Paris abgedankt hatte.
Als Lohn für seine Erfolge wurde am 11. Mai 1814 aus dem Marquis Wellington der Herzog Wellington. Anfang 1815 wurde ihm dann auch das Großkreuz des Bath-Ordens verliehen.
Herzog Wellington wurde anschließend englischer Botschafter in Frankreich und verhandelte ab dem 1. Februar 1815 für England auf dem Wiener Kongreß.
Im Mai 1815 riss der aus Elba entkommene französische Kaiser Napoleon wieder die Macht über Frankreich an sich und der Krieg flammte für die berühmten 100 Tage erneut auf. Wellington übernahm in Belgien den Oberbefehl über die Koalitionsarmee, die am 18. Juni 1815 dem französischen Kaiser bei Waterloo eine vernichtende Niederlage beibrachte und ihn damit endgültig ins Exil schickte.

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Wellington wurde am 20. November 1815 zum Oberkommandierenden der Besatzungsarmee in Frankreich ernannt und blieb es bis 1818.
1819 wurde er unter der Tory-Regierung von Lord Liverpool der Generalinspekteur der Armee, 1827 Oberkommandierender der Armee.
1828 wurde der erzkonservative Herzog, seit 1819 regelmäßig auch auf seinem Sitz im Oberhaus des Parlamentes zu finden, zum ersten Mal Premierminister. Sein Anti-Reform-Kurs führte aber schon bald zu einem Mitrauensvotum am 15. November 1830und Earl Grey löste Wellington im Amt ab.
1834 kamen die Torys erneut an die Macht, doch Wellington lehnte diesmal das Amt des Premiers ab. Er mußte aber einen Monat lang , vom November 1834 bis Dezember 1834, kommissarisch die Regierung als Premierminister führen, weil Peel zur Amtsübernahme noch aus Italien anreisen mußte.
Im Kabinett von Premierminister Robert Peel wurde Wellington von 1834 bis 1835 Aussenminister, in der zweiten Amtsszeit Peels von 1841 bis 1846 wurde der Herzog Minister ohne Geschäftsbereich und Vorsitzender des Oberhauses.
1846 zog Wellington sich aus der Politik zurück, blieb aber Oberkommandierender der Streitkräfte.
Am 14. September 1852 verstarb Arthur Wellesley, Herzog von Wellington, auf seinem Schloß Walmer Castle bei Dover.


Fußnoten

1 =    Erst 1798 wurde der Familienname von Wesley in Wellesley geändert.
2 =    Damals war es freilich üblich, Offizierstellen zu kaufen. Die Beförderungen sind also keine Indizien großer Verdienste, sondern Zeugnis eines dicken Geldbeutels.

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