Katharina die Grosse. Das Leben der russischen Kaiserin

Katharina die Grosse. Das Leben der russischen Kaiserin
von Isabel de Madariaga
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 395 Seiten - Marixverlag
Erscheinungsdatum: August 2004

 Die Seekriege, Seeschlachten und Zweikämpfe auf See zwischen 1775 und 1815
Die Seekriege, Seeschlachten und Zweikämpfe
auf See zwischen 1775 und 1815
 Russische Geschichte

Russische Geschichte
von Andreas Kappeler
Sprache: Deutsch
Broschiert - 111 Seiten - C. H. BECK
Erscheinungsdatum: Juli 2005

Zarin Katharina II. von Rußland

auch: Katharina die Große

Katharina die Große

* 2. Mai 1729 in Stettin            † 17. November 1796 in Zarskoje Selo

Die spätere Zarin Katharina wurde am 2. Mai 1729 als preußische Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst in Stettin geboren. Ihre von König Friedrich II 1744 vermittelte Heirat mit dem russischen Großfürsten und möglichen Thronfolger Peter sollte eine preußisch-russische Allianz vorbereiten und war als (letztlich mißlungener) politischer Schlag gegen Österreich gedacht.
Sophie konvertierte zum orthodoxen Glauben und nahm den neuen Namen Katharina ( Jekatarina ) an. Die Heirat mit Peter fand am 21. August 1745 statt.
Katharina erwies sich als ebenso ehrgeizige wie charismatische Bereicherung des politischen Lebens am Zarenhof. Die Ehe mit ihrem geistig unreifen Gatten dagegen war eine der üblichen "Vermittlungskatastrophen". Peter war offensichtlich auch nicht in der Lage, die Ehe zu vollziehen. Als Konsequenz begann Katharina Liasons mit Graf Saltykow, später mit Stanislaus Poniatowski.
Wahrscheinlich aus der Beziehung mit dem Grafen entsprang ihr Sohn Paul, den die Großfürstin am 1. Oktober 1754 zur Welt brachte und der von Zarin Elisabeth wider besseren Wissens als legitim anerkannt wurde.
Am 25. Dezember 1761 starb die Zarin und Katharinas Gatte folgte als Peter III. auf den Zarenthron. Durch die Ankündigung eines umfassenden Reformprogrammes und durch den Abbruch der Kampfhandlungen (Siebenjährigen Krieg 1756 - 1763) gegen das bereits fast geschlagene Preußen Friedrich des Zweiten entfremdete sich der neue Zar, dessen exzentrische Art ohnehin schon Zweifel an seiner Regierungsfähigkeit hatten aufkommen lassen, umgehend große Teile des Militärs bzw. des Adels.

Die Zarinnen. Rußlands mächtige Frauen.

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von Wladimir Fedorowski
Sprache: Deutsch
Broschiert - 300 Seiten - Piper
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Schließlich organisierte Katharina selbst am 9. Juli 1762 einen Staatsstreich und setzte, unterstützt vom Militär, ihren Ehemann ab. Sie ließ sich zur Zarin ausrufen und regierte von nun an als Katharina II, obwohl sie rechtlich eigentlich lediglich als Regentin für ihren noch unmündigen Sohn hätte agieren können. Nur wenige Tage später, am 17. Juli 1762, wurde ihr Gatte Peter von einem Anhänger Katharinas, Alexei Orlow, ermordet.
Die neue Zarin und Voltaire-Verehrerin betrachtete sich selbst als Anhängerin der Aufklärung und installierte sogar eine beratende Kommission, gedacht als Vorstufe eines Parlamentes. Diese Kommission kam freilich über theoretische Diskussionen nie hinaus und verschwand schließlich einfach. Die konservative und adelsfreundliche Innenpolitik der Zarin stand im Kontrast zu der liberalen und sinnenfrohen Athmosphäre, die am Hof zu herrschen schien. Das Los der Bevölkerung , insbesondere der Leibeigenen, verschlechterte sich unter der Ägide Katharinas der Großen, wie sie einst von ihrer Kommission betitelt wurde. Die Quittung waren soziale Unruhen und Bauernaufstände, namentlich der Kosakenaufstand von 1773 bis 1774 unter Pugatschow brachte die Zarin in ihrem Ansehen im Ausland in Verlegenheit.

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Außenpolitisch dehnte Katharina das russische Reich durch Kriege und geschickte Diplomatie aus.
1764 setzte sie z.B. im Bündnis mit Preußen ihren Günstling Stanislaus Poniatowski auf den polnischen Thron.
In Kriegen gegen das Osmanische Reich von 1768 bis 1774 und 1787 bis 1792 machte sie Russland zur beherrschenden Macht in Südosteuropa und verschaffte dem Reich einen Zugang zum Schwarzen Meer.
Die Rolle der Vermittlerin konnte sie im bayerischen Erbfolgekrieg von 1768- 1769 spielen, im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1776 bis 1783 blieb sie dagegen neutral.
Im vom schwedischen König Gustav vom Zaun gebrochenen Ostseekrieg von 1788 bis 1790 konnte Russland sich ohne Gebietsverluste behaupten, obwohl es einen Zweifrontenkrieg (Osmanen) führen mußte.

Der schwedisch-russische Krieg 1788 bis 1790

Mit Besorgnis registrierte die Zarin 1789 die französische Revolution. Aus der Furcht, deren Prinzipien könnten auf Polen übergreifen, spielte sie eine führende Rolle in der Teilung des Landes und unterstützte die polnischen Anti-Reformer gegen die Vertreter einer freiheitlichen Verfassung (1791). Nach dem russisch-polnischen Krieg 1793 und dem polnischen Aufstand 1794 kam es 1795 zwischen Russland, Preußen und Österreich zur endgültigen Aufteilung des Landes.
Und 1796 plante Katharina bereits den nächsten Krieg gegen Persien. Nur ihr plötzlicher Tod verhinderte möglicherweise eine weitere Ausdehung des russischen Reiches.
In aller Munde war Katharinas sinnenfrohes Privatleben: Neben ungezählten sexuellen Abenteuern machten sich Männer wie Graf Grigori Orlow oder Fürst Potemkin als ihr Geliebter einen Namen.
Von ihrem Sohn Paul wurde Katharina dagegen gehasst: Durch die Erziehung der Zarin Elisabeth, die Ermordung seines Vaters Peter III. und die Okkupation des Zarentitels durch die Regentin war das Verhältnis zwischen Sohn und Mutter bis zum Katharinas Tod 1796 vergiftet.
Zarin Katharina II. starb am 17. November 1796 in ihrem Palast in Zarskoje Selo an den Folgen eines Schlaganfalls. Sie hatte die Geschicke Russlands 34 Jahre lang bestimmt und dem russischen Reich ihren Stempel aufgedrückt. In vielerlei Hinsicht, ob als Herrscherin, als Mensch oder als Mutter, bleibt sie bis heute umstritten.


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