Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 Herrscherin der Meere

Herrscherin der Meere
von Frank Adam
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 336 Seiten - Koehlers Verlagsges.
Erscheinungsdatum: August 1998

 The Marine Art of Geoff Hunt

Konteradmiral Caesar Joseph Bourayne

  Kapitän Caesar Joseph Bourayne

* 21. Februar 1768 in Brest            † 5. November 1817 in Brest


Caesar Joseph Bourayne wurde am 21. Februar 1768 in Brest geboren.
1781 trat er in die französische Marine ein und erlebte an Bord des Linienschiffes AUGUSTE (80) einige berühmte Gefechte und Seeschlachten des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1776 - 1783) mit, insbesondere die vorentscheidende Seeschlacht von Chesapeake zwischen einer französischen und englischen Flotte am 5. September 1781.
Nach dem Krieg machte Bourayne weitere Fahrten, die ihn vor allen in den Indischen Ozean führten - ein Seegebiet, zu dessen ausgezeichnetem Kenner der Seemann im Laufe der Jahre wurde. Dort ging er auch 1786 an Bord der Fregatte VENUS (32 - Rosilly), die er erst im August 1791 wieder verließ, um auf der MEDUSE als Fähnrich die Offizierslaufbahn einzuschlagen.
1793 wurde Bourayne zum Leutnant befördert und diente unter Kapitän Charles Linois auf der ATALANTE (36). Am 7. Mai 1794 wurde die Fregatte jedoch von dem britischen Linienschiff SWIFTSURE (74 - Charles Boyles) 48 Stunden lang gejagt und schließlich erobert. Bourayne wurde verwundet und geriet in Gefangenschaft.
Erst im Oktober 1795 wurde er ausgetauscht und kehrte aus der Gefangenschaft nach Frankreich zurück.
An Bord des Linienschiffs REDOUTABLE und unter der Flagge von Admiral Villaret-Joyeuse kämpfe Bourayne u.a. vor Irland und wurde später vor und auf Saint Domingue (Haiti) eingesetzt.
1800 kam dann die Beförderung zum Fregattenkapitän (Capitaine de Fregate) und im Juni des selben Jahres das Kommando über die Fregatte FIDELE.
Am 18. Juli 1803 wurde Bourayne in Cherbourg Kommandant der eroberten englischen Fregatte MINERVE (38) , bald darauf umbenannt in CANONNIERE (40). Gleichzeitig wurde der frischgebackene Kommandant zum Kapitän zur See befördert (Capitaine de Vaisseau).
Am 14. November 1805 verließ die CANONNIERE Cherbourg mit Ziel Ile de France (Mauritius), um dort das Geschwader von Konteradmiral Linois in dessen Kreuzerkrieg gegen den englischen Handel im Indischen Ozean zu verstärken.
Am 24. Februar 1806 erreichte die CANONNIERE die Ile de France, doch weil Linois Schiffe gerade auf Feindfahrt waren, machte sich Kapitän Bourayne mit seinem Schiff auf die Suche nach seinem Chef.

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Napoleons gefallene Göttinnen
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ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Dabei traf er am 21. April 1806 an der afrikanischen Küste Natals auf einen englischen Konvoi von Ostindienfahrern, gedeckt durch das Linienschiff TREMENDOUS (74 - John Osborn) und das 50-Kanonen-Schiff HINDOSTAN (50 - Alexander Fraser). Die TREMENDOUS machte sich sogleich auf die Jagd nach dem kleineren französischen Schiff. Die CANONNIERE wurde in ungünstiger Position an einer Leeküste überrascht und schien bereits dem übermächtigen Schlachtschiff ausgeliefert. In einem ungleichen Gefecht gelang es Bourayne jedoch, mit einem überraschenden Manöver und durch eine wirkungsvolle Breitseite das Linienschiff so zu beschädigen, daß die TREMENDOUS lange genug gelähmt wurde, um der CANONNIERE die Flucht zu ermöglichen. Für seinen Achtungserfolg gegen das englische Schlachtschiff wurde Bourayne 1807 als Kommandeur der Ehrenlegion geehrt.
Bourayne, selbst in dem o.g. Gefecht verwundet, brachte die CANONNIERE in die Simons Bay am Kap der Guten Hoffnung, ohne zu ahnen, dass das zuvor holländische Kap inzwischen von den Engländern besetzt wurde. Die CANONNIERE verlor ein Boot, konnte aber nach Reunion entkommen.
In den nächten Jahren, also von Sommer 1806 bis Sommer 1808, operierte die Fregatte dann im Pazifik zwischen den Philippinen und Mexiko.
Im Juli 1808 erreichte Bourayne wieder die Ile de France. Dort eroberte er bei einem plötzlichen Ausfall am 12. September 1808 die vor Port Louis kreuzende englische LAUREL (24 - John Charles Woollcombe).
Danach ging er mit der CANONNIERE (40) und der eroberten LAUREL (20) auf freilich weniger erfolgreiche Prisenjagd im Indischen Ozean.
Im Juni 1809 wurde die über Maßen beanspruchte CANONNIERE auf der Ile de France außer Dienst gestellt, umbenannt und segelte wenige Wochen später als Handelsschiff CONFIANCE (14 - Perroud) nach Europa. Bourayne, für den im Indischen Ozean kein Kommando verfügbar war, schiffte sich auf seinem alten Schiff ein, um nach Frankreich zurückzureisen. Doch am 3. Februar 1810 - kurz vor ihrem Ziel - wurde die ehemalige französische Fregatte dann doch noch von einem englischen Linienschiff aufgebracht und Bourayne geriet in längere Gefangenschaft.
Der französische Kaiser ernannte den Seemann in Abwesenheit zum Baron des Kaiserreiches. Der Titel wurde auch nach der Herrschaft Napoleons vom französischen König bestätigt .
Erst im Mai 1814 wurde der Kapitän aus der Gefangenschaft entlassen. 1815 wurde Bourayne zum Konteradmiral befördert und avancierte während der Hundert-Tage-Herrschaft Napoleons zum Präfekt von Brest.
Konteradmiral Caesar Joseph Bourayne, Baron de Bourayne, starb am 5. November 1817 in Brest

 The Naval Chronicle

The Naval Chronicle: The Contemporary Record of the Royal Navy at War, 1793-1798 (The Naval Chronicle , No 1)
von Nicholas Tracy
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe Erscheinungsdatum: Januar 1999


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