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Nelsons Trafalgar Captains and Their Battles: A Biographical and Historical Dictionary

Nelsons Trafalgar Captains and Their Battles:
A Biographical and Historical Dictionary

von T. Heathcote
Sprache: Englisch
Gebunden - 216 Seiten - Leo Cooper Ltd.
Erscheinungsdatum:19. August 2005

Nachschlagewerk der Biografien für die Trafalgar-Kommandanten,
auch für die Bios der Fregatten- und Sloop-Kommandanten.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Vizeadmiral Armand-Simon-Marie

Chevalier de Blanquet du Chayla

* 9. Mai 1756 in Marvejols         † 29. April 1826 in Versailles

Kurzbiographie

Geboren am * 9. Mai 1756 in Marvejols ( Lozere ) trat Blanquet du Chayla im Juni 1775 als Offiziersschüler in die Marinegarde ein. 1777 schloß er seine Ausbildung ab und diente ab April 1778 als Fähnrich unter d´Estaing im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Im November 1778 geriet er in englische Gefangenschaft und wurde erst im April 1780 freigelassen.
Danach fuhr er auf der LANGUEDOC unter Admiral Degrasse und nahm an der Schlacht von Fort Royal ( Martinique - 29. April 1781) teil.
Auf der PALMIER wurde Blanquet du Chayla dann Zeuge der den amerikanischen Freiheitskampf vorentscheidenden Schlacht von Chesapeake am 5. September 1781. Admiral Degrasse konnte vor Virgina eine englische Flotte zurückschlagen und damit die eingeschlossene englische Armee unter Cornwallis von Versorgung bzw. Evakuierung von See her abschneiden.
Wieder auf der LANGUEDOC kämpfte Blanquet du Chayla bei der Eroberung der Karibikinsel Saint-Christoph im Januar 1782. In der berühmten Schlacht bei den Saints vom 9. April bis zum 12. April 1782 wurde er verwundet.
Im Mai 1786 wurde Blanquet du Chayla zum Leutnant befördert, diente im Mittelmeer auf der SENSIBLE und auf der BELETTE und bewährte sich im Kampf gegen albanische Piraten.
Im November 1791 wurde er Kommandant der Fregatte FLECHE. Im Juli 1792 wurde Blanquet du Chayla dann zum Kapitän befördert und erhielt das Kommando über das berühmte Linienschiff TONNANT. Mit der TONNANT nahm er an den Expeditionen Truguets nach Sardinien teil, wobei er erneut verwundet wurde.
Während der Terrorherrschaft 1793 wurde der Offizier adeliger Abstammung aus der Marine ausgeschlossen. Nach dem 27. Juli 1794, dem Sturz Robespierres, wurde Blanquet du Chayla jedoch wieder in die Marine aufgenommen und avancierte im Mai 1795 zum Adjutant des Marineministers. Am 22. September 1796 wurde er zum Konteradmiral befördert. Im April 1797 wurde der Konteradmiral dann als Kommandant einer Division nach Brest versetzt.
Im März 1798 wurde Blanquet du Chayla zum Generalinspekteur der Mittelmeerküste ernannt - wahrscheinlich als Ausgleich für die Vergabe des Flottenkommandos über Bonapartes Ägyptenexpedition an einen jüngeren und unerfahreneren Mann, den Vizeadmiral Brueys.
Anläßlich der geplanten Invasionen Maltas und Ägyptens erhielt Blanquet du Chayla als Zweitkommandierender der Invasionsflotte das Kommando der Vorhut und schiffte sich am 19. Mai 1798 in Toulon auf der FRANKLIN (80) ein. Die Flotte brachte die Truppen General Napoleon Bonaparte zuerst nach Malta, das am 12. Juni 1798 kapitulierte und setzte die französische Armee anschließend am 1. Juli 1798 vor Alexandria an Land.
Als einziger ranghoher Offizier neben Kapitän Dupetit-Thouars soll Blanquet du Chayla sich gegen Admiral Brueys Entscheidung gewandt haben, einen eventuellen englischen Angriff in der Bucht von Abukir (Aboukir) ankernd zu erwarten.
Der Angriff kam am 1. August 1798 durch ein Geschwader des damals noch unbekannten Konteradmirals Horatio Nelson und war vernichtend. Blanquet verteidigte sich mit der FRANKLIN lange Zeit erfolgreich, wurde jedoch schwer verwundet und geriet in Gefangenschaft. Die französische Flotte wurde fast völlig vernichtet, Admiral Brueys fiel auf seinem Flaggschiff L´ORIENT. Der Sieg bei Abukir begründete den Ruhm des späteren Lord Nelson.
Nach seiner Genesung wurde Blanquet du Chayla aus der Gefangenschaft entlassen und kritisierte - in Frankreich angekommen - heftig die Untätigkeit des geflüchteten Konteradmiral Villeneuve, der als Kommandant der französischen Nachhut vor Abukir kaum in die Schlacht eingegriffen hatte. Blanquet du Chayla schloß in die Kritik auch dessen Freund Konteradmiral Decres ( Kommandant der Fregatten = Aufklärung ) und den Chef des Stabes, Ganteaume ein.
Seine Kritik war jedoch gegen die Interessen des neuen starken Mannes, Napoleon Bonaparte, und blieb ohne Folgen für die Genannten, während andererseits Blanquet du Chayla 1803 - ohne Perspektiven in der Marine - den Dienst quittierte.
Nach der zweiten Abdankung und Verbannung Kaiser Napoleons wurde Blanquet du Chayla am 1. Mai 1816 zum Vizeadmiral ehrenhalber ernannt.
Er starb schließlich am 29. April 1826 in Versailles.


(Quelle: Dictionnaire des marins français - Etienne Taillemite, Ed. maritimes et d'outre-mer)

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