Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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 The Trafalgar Companion: A Guide to History's Most Famous Sea Battle and the Life of Admiral Lord Nelson The Trafalgar Companion:
A Guide to History's Most Famous Sea Battle
and the Life of Admiral Lord Nelson

von Mark Adkin, Clive Farmer (Illustrator)
Sprache: Englisch
Gebunden - 560 Seiten
Erschienen bei Aurum Press

Erscheinungsdatum: 1. August 2005

Vizeadmiral Sir Richard Grindall

 Vizeadmiral Sir Richard Grindall

* 1750 in Holborn bei London            † 23. Mai 1820 in Wickham, Hampshire

Richard Grindall wurde 1750 in Holborn bei London geboren. Sein genaues Eintrittsdatum in die Royal Navy ist nicht bekannt, er kam jedoch offensichtlich relativ spät zur See. Im Januar 1772 musterte er als Vollmatrose (able seaman) auf der RESOLUTION von James Cook an und begleitete den berühmten Entdecker auf dessen zweiter Reise (1772 - 1775).
Grindalls Leutnantspatent datiert vom 29. November 1776. Das Jahr 1781 fand ihn als Ersten Offizier auf der BARFLEUR unter der Flagge von Admiral Samuel Hood. Am 29. April 1781 war er in der unentschiedenen Seeschlacht vor Martinique dabei, als die Schiffe Hoods auf die französische Flotte unter Admiral Degrasse trafen.
Am 21. Dezember 1781 wurde Grindall zum Commander befördert und gegen Ende des Krieges, am 13. März 1783 wurde er zum Kapitän zur See gemacht.
Danach folgten einige Jahre auf Halbsold. Mit Beginn des Krieges gegen das revolutionäre Frankreich im Februar 1793 bekam Kapitän Grindall das Kommando über die Fregatte THALIA (36), die der Kanalflotte zugeteilt war. Der Dienst im Kanal war selbst für eine Fregatte eher unspektakulär, das einzige größere französische Schiff, das die THALIA fangen konnte, war 1795 vor Dünkirchen die REQUIN (12).
Ebenfalls 1795 bekam Grindall das Kommando über die IRRESISTIBLE (74), ein Linienschiff der Kanalflotte. Die IRRESISTIBLE war am 23. Juni 1795 in der Seeschlacht vor der Île de Groix dabei, als Lord Bridport siegreich gegen die Schiffe des französischen Admirals Villaret-Joyeuse blieb. Die Briten eroberten drei französische Linienschiffe, darunter die am 6. November 1794 im Mittelmeer verlorengegangene englische ALEXANDER bzw. dann französische ALEXANDRE (74), an deren Rückeroberung Grindall und sein Schiff nun besonderen Anteil hatten.

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Grindall wurde aber selbst schwer verwundet und kehrte zur Genesung nach England zurück. Dort übernahm er Anfang 1796 die CARNATIC (74), die als Wachschiff in Plymouth lag.
Von 1799 bis 1801 kommandierte Grindall das Linienschiff RAMILLIES (74) in der Kanalflotte unter Earl St. Vincent. Er wurde in der Blockade Brests und Rocheforts eingesetzt und unterstützte von See her französische Royalisten im Morbihan.
Von Mai 1801 bis zu ihrer Ausserdienststellung im September 1802 führte Grindall die FORMIDABLE (90), zunächst im Kanal und am Ende vor Irland. Nach dem Frieden von Amiens 1802 kam er dann auf Halbsold.
Mit den wieder auflebenden Feindseligkeiten gegen Frankreich 1803 bekam Grindall das Kommando über den mächtigen Dreidecker PRINCE (98), der sich angeblich segelte "wie ein Heuschober".
Diese negative Eigenschaft des Schlachtschiffes führte am 21. Oktober 1805 während des Angriffs der englischen Flotte auf die französisch-spanische Flotte vor Kap Trafalgar dazu, das Grindalls Schiff in Admiral Collingwoods Schlachtlinie von allen anderen englischen Schiffen überholt wurde und erst rund zwei Stunden nach Beginn der berühmten Schlacht eingreifen konnte. Die PRINCE konnte lediglich der später entkommenen spanischen PRINCIPE DE ASTURIAS (112) von Admiral Gravina einige harte Schläge versetzen und der brennenden französischen ACHILLE (74 - Louis  Denieport) bzw. den von Bord springenden Seeleuten zur Hilfe kommen, bevor das feindliche Schlachtschiff explodierte.

 Trafalgar

Grindalls Schiff blieb unbeschädigt und ohne Verluste, was sich in dem nach Trafalgar tagelang tobenden Sturm als glückliche Fügung erwies. Die PRINCE nahm mehr als einmal schwer beschädigte Schiffe in Schlepp, übernahm viele Verwundete und rettete beim Untergang der eroberten, spanischen SANTISIMA TRINIDAD hunderte von Seeleuten aus dem Wasser.
Wie alle Trafalgar-Kommandanten erhielt Grindall später für seine Verdienste in der berühmten Schlacht eine Goldmedaille, den Ehrensäbel der Patriotischen Vereinigung und den Dank des Parlaments.
Am 9. November 1805 wurde er zum Konteradmiral befördert, freilich nicht wegen der gewonnenen Schlacht, sondern weil er nach 23 Jahren als Kapitän an der Reihe war.
Grindall bekam jedoch nur noch ein Landkommando und sollte nicht mehr auf See zurückkehren. Am 31. Juli 1810 erreichte er den Rang eines Vizeadmirals.
1811 und 1812 trafen ihn und seine Gattin Kathrine († 1831) jedoch schwere Schicksalsschläge, als das Paar den Verlust ihrer Söhne Edmund and Festing Horatio verwinden mußte. Beide Söhne hatten ebenfalls in der Royal Navy gedient, Festing Horatio war sogar als Fähnrich bei Trafalgar dabei gewesen.
Grindall zog sich 1814 aus der RN zurück und wurde am 2. Januar 1815 zum Ritter des exklusiven Bath-Ordens (KCB) geschlagen. Die letzten fünf Jahre seines Lebens lebte Grindall zurückgezogen mit seiner Frau auf dem Land.
Vizeadmiral Sir Richard Grindall starb am 23. Mai 1820 und wurde in Wickham, Hampshire, begraben.

Grindall taucht in einem der berühtem Hornblower-Romane von C.S. Forester als Nebenfigur auf: Hornblower auf der 'Hotspur'


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