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Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
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 Der Schatten des Kaisers Der Schatten des Kaisers
von Johannes K. Soyener
Sprache: Deutsch
Gebunden - 830 Seiten - Erschienen bei LÜBBE
Erscheinungsdatum: September 2004
Jean-Dominique Larrey war der Chirurg Napoleons
und begleitete den Korsen von Abukir bis Moskau.
Hier wird seine abenteuerliche Geschichte erzählt.

Kapitän Armand Leduc

Kein Bild von Kapitän Armand Leduc verfügbar

* 11. August 1764 in Dünkirchen            † 18. März 1832 in Dünkirchen, Belgien

Armand Leduc wurde am 11. August 1764 in der Hafenstadt Dünkirchen geboren. Mit zehn, beginnend am 14. April 1774, machte er seine erste Reise auf einem Handelsschiff. Im Alter von 13 Jahren, von 1777 bis 1779, diente er auf Kaperschiffen und erlebte zwei Gefechte auf See mit. Dabei wurde der Junge zum ersten Mal verwundet.
Mit 15 Jahren wechselte Leduc in die Handelsschifffahrt. 1780 wurde er Maître d’équipage und machte sechs Reisen zu den Antillen (Vermutlich sind Martinique, Guadeloupe etc. gemeint).
Nach drei Jahren, also 1782 / 83, stieg er zum zweiten Kapitän auf. Von 1786 bis 1788 war Leduc an drei Reisen in die Arktis und nach Spitzbergen beteiligt, die im Auftrag des französischen Königs Pelzhandel treiben sollten.
Von 1788 bis 1792 blieb er in Dünkirchen, wo er 1790 das Patent des Kapitäns erwarb.
Am 8. Juni 1793 trat er im Range eines Fähnrichs (enseigne de vaisseau) in die französische Revolutionsmarine ein und wurde Kommandant eines Kanonenbootes. Er bewährte sich bei den Belagerungen von Collioure und Port Vendres und wurde am 16. November 1793 zum Leutnant zweiter Klasse (2d. lieutenant de vaisseau) befördert. Leduc wurde gleichzeitig Kommandant der Korvette HASARD.
Am 2. August 1794 kam die Beförderung zum Leutnant erster Klasse (lieutenant de vaisseau) und Kommandanten der Fregatte JUNON (40). Leduc nahm mit seinem Schiff an den Gefechten im Golf von Genua (13. März 1795) und vor den Hyeres-Inseln (13. Juli 1795) teil - Eine Schilderung beider Seeschlachten siehe hier.)
Am 22. September 1796 wurde er zum Fregattenkapitän befördert und bekam die Fregatte INCORRUPTIBLE (40) als nächstes Kommando.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3

Am 7. Juli 1800 bestand er in Sichtweite seiner Heimatstadt ein Gefecht. Die Chronologie der europäischen Seekriege (s.o., S. 123) verzeichnet an diesem Tag folgendes Ereignis:

Britische Brander-Attacke unter Führung von Kapitän Henry Inman [ANDROMEDA (32)] auf ein in Dünkirchen liegendes französisches Fregattengeschwader, bestehend aus POURSUIVANTE (44), CARMAGNOLE (40), INCORRUPTIBLE (40) und DESIREE (40). Die Fregatten entkommen zwar der Vernichtung durch die in Flammen stehenden WASP (John Edwards), FALCON (Henry Samuel Butt), COMET (Thomas Leef) und ROSARIO (James Carthew), die britische Sloop DART (28 - Patrick Campbell) erobert jedoch die DESIREE (40), während ihr die KENT (14 - Robert Baron Cooban), ANN (12 - Robert Young) und BITER (16 - Samuel Norman) französische Kanonenboote vom Leibe halten.

In den Jahren 1802 und 1803 machte er mit derselben Fregatte wichtige hydrographische Messungen in der Karibik, u.a. bei Tobago, und kehrte wohlbehalten nach Frankeich zurück.
1804 wurde Leduc in Boulogne Kommandant einer Sektion für den Bau der für die Invasion Englands gedachte Boots-Flottille. Ebenfalls von Boulogne aus startete er im Februar 1806 mit den drei Fregatten SIRENE, GUERRIERE und REVANCHE eine geheimnisvolle (Wir sind dran und klären das auf ! Der Setzer) Mission ins Nordmeer (Spitzbergen), die offenbar wenig erfolgreich war.
Im Oktober 1807 wurde Leduc zum Kapitän (capitaine de vaisseau) befördert und Kommandant des gerade in L'Orient fertiggestellten Linienschiffs HAUTPOULT (auch D'HAUTPOULT oder HAUPOULT) mit 74 Kanonen. Die HAUTPOULT startete im Februar 1809 im Geschwader unter Kommodore Amable-Gilles Troude zu einer Mission in die Karibik (Siehe dazu den Beitrag "Drei Monate auf der Flucht" im Verlaufe dieses Monats) .
Dort angekommen, wurden die französischen Schiffe schnell von britischen Schiffen unter Konteradmiral Sir Alexander Cochrane entdeckt und gejagt. Die HAUTPOULT, von ihrem Geschwader getrennt, wurde am 17. April 1809 von den britischen Schiffen POMPEE (74 - William Charles Fahie) und CASTOR (32 - William Roberts) vor Puerto Rico gestellt und in einem harten Gefecht erobert.
Leduc ging in Gefangenschaft, kam aber bald auf Ehrenwort wieder frei. Er wurde Chef des Marine-Transport-Dienstes, von 1810 bis 1811 war er Kommandant in Tilsit.
Danach wurde er Kommandant der GOLYMIN (74). Am 23. März 1814 lief er jedoch vor Brest mit seinem Schiff auf eine Klippe und musste es verloren geben. Der anschließende Freispruch vor dem Kriegsgericht verhinderte nicht, dass sich Leduc 1816 aus dem aktiven Dienst in seine Heimatstadt zurückzog. Dort starb er am 18. April 1832.

Das verschollene Schiff

Das verschollene Schiff
von Wilder Perkins
Sprache: Deutsch
Broschiert - 283 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum:2002

Leutnant Bartholomew Hoare ist der Sherlock Holmes der napoleonischen Ära. Mit dem Handicap einer versagenden Stimme, dafür aber mit einem messerscharfen Verstand ausgerüstet löst Hoare den Fall des verschwundenen Schiffes, während der Autor dem Leser einen wunderbaren Einblick in diese Ära gibt.

 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

British Napoleonic Ship-Of-The-Line (New Vanguard)
von Angus Konstam, Tony Bryan
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 48 Seiten - Osprey Publishing (UK)
Erscheinungsdatum: 1. November 2001


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Quellen:
Aime Leroy (Hrg.) , Archives historiques et littéraires du nord de la France, et du midi de la Belgique, Bd. 5 Les Hommes et les Choses, S. 464, Valenciennes 1829.
Thomas Siebe,
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 -1815 Bd.1, BoD 2010
Webseite Histoires du Nord vom 9. Juni 2010 zu Armad Leduc

Copyright © 2011 by Thomas Siebe, Tomas Coladores

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