Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Das verschollene Schiff

Das verschollene Schiff
von Wilder Perkins
Sprache: Deutsch
Broschiert - 283 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum:2002

Leutnant Bartholomew Hoare ist der Sherlock Holmes der napoleonischen Ära.
Mit dem Handicap einer versagenden Stimme, dafür aber mit einem messerscharfen Verstand ausgerüstet löst Hoare den Fall des verschwundenen Schiffes,
während der Autor dem Leser einen wunderbaren Einblick in diese Ära gibt.

 British Warship Losses in the Age of Sail, 1650-1859 British Warship Losses in the Age of Sail 1650-1859
von David Hepper
Sprache: Englisch
Gebunden - 224 Seiten
Erschienen bei Jean Boudriot Publications -
Erscheinungsdatum: 1. März 1994



Vizeadmiral Sir James Nicoll Morris

 James Nicoll Morris

* 1763 in ?           † 15. April 1830 in Marlow

James Nicoll Morris wurde 1763 als Sohn von Kapitän John Morris geboren.
Der junge Morris trat 1775 in die Royal Navy ein und war 1776 an Bord der BRISTOL (50), Flaggschiff von Kommodore Sir Peter Parker und kommandiert von James Vater. Kapitän John Morris fiel am 28. Juni 1776 beim gescheiterter Angriff von Parkers Geschwader auf Fort Sullivan (Charleston).
Als Fähnrich auf der PRINCE OF WALES (74), dem Flaggschiff von Konteradmiral Samuel Barrington, nahm er im Dezember 1778 an den Gefechten mit der französischen Flotte D'Estaings teil und kämpfte am 6. Juli 1779 in der Seeschlacht vor Grenada ( Vizeadmiral Byron gegen Admiral D'Estaing).
Am 14. September 1780 wurde Morris zum Leutnant befördert.
Über den Verlauf der nächsten Jahre weiß ich nichts zu berichten außer das er irgendwann in diesem Zeitraum die Ehe mit Margaretta Sarah Somers Cocks schloß. Am 21. September 1790 wurde er - vermutlich im Rahmen der Aufrüstung durch die Nootka-Krise - zum Commander befördert und bekam das Kommando über die vor Nordamerika stationierte Sloop PLUTO (14)
Der Zweikampf der BOSTON (32 - George Courtenay) mit der französischen EMBUSCADE (36 - Jean-Baptiste Francois Bompart) und der Tod des englischen Kapitäns vor New York am 31. Juli 1793 brachte Morris am 7. Oktober 1793 die Beförderung zum Kapitän und das Kommando über die BOSTON (32) .
1795 kehrte er mit der BOSTON (32) nach England zurück, blieb aber bis 1797 Kommandant der Fregatte auf der irischen Station.
Noch 1797 wechselte Morris auf die LIVELY (32), doch mit diesem Kommando hatte er Pech: Er verlor die Fregatte, immerhin ohne Verluste, am 12. April 1798 an die Klippen vor Rota Point nahe Cadiz.
Trotzdem wurde er im selben Jahr Kapitän der PHAETON (38), mit der er im Mittelmeer stationiert war. 1800 nahm er an der Blockade des belagerten Genua teil, kooperierte mit den österreichischen Truppen an Land und wurde von ihnen lobend erwähnt.
Am 27. Oktober 1800 erregte ein besonderer Coup unter seine Kommando Aufsehen: Boote von der PHAETON unter dem Kommando von Leutnant Beaufort nahmen unter den Kanonen des Forts Fuengirola bei Malaga die spanische SAN JOSEF (14) weg, die später als Sloop CALPE in die Navy übernomen wurde.
Morris führte die PHAETON bis 1803 und wechselte 1804 in das Kommando eines Linienschiffes. Er wurde Kapitän der COLOSSUS (74).
Am 21. Oktober 1805 führte er sein Schiff in die Schlacht von Trafalgar gegen die Franzosen und Spanier.

 Trafalgar

Morris COLOSSUS war das sechste Schiff im Angriffskeil unter Vizeadmiral Collingwood und durchstieß die französisch-spanische Linie zwischen der französischen SWIFTSURE (74 - Charles L'Hospitalier-Villemadrin) und der spanischen ARGONAUTA (80 - Antonio Pareja). Die COLOSSUS setzte sich hinter das Heck der SWIFTSURE, übersah jedoch zunächst im dicken Pulverqualm die ARGONAUTA auf ihrer anderen Seite. Dann aber brachte sie mit ihren Karronaden eine Seite des spanischen Schiffes innerhalb von nur wenigen Minuten fast zum Schweigen. Kapitän Morris wurde durch das Feuer der ARGONAUTA schwer am Oberschenkel verwundet und blutete stark, blieb jedoch mit einem Druckverband versehen bis zum Ende des Kampfes an Deck. Sein Schiff rang inzwischen die SWIFTSURE nieder und schoß die BAHAMA (74 - Dionisio Galiano) zum Wrack, während die COLOSSUS und ihre Crew die schwersten Verluste aller englischen Schiffe erlitten: 46 Tote und 160 Verwundete, nur die beiden Flaggschiffe und die TEMERAIRE (74 - Eliab Harvey) hatten mehr Tote zu beklagen. Erst als die AGAMEMNON (64 - Sir Edward Berry) nach der Schlacht die COLOSSUS in Schlepp nahm, schwand Morris das Bewußtsein und man konnte den Kapitän unter Deck tragen.
Wie alle Trafalgar-Kommandanten erhielt Morris später für seine Verdienste in der berühmten Schlacht eine Goldmedaille, den Ehrensäbel der Patriotischen Vereinigung und den Dank des Parlaments. Für seine Verwundung bekam er obendrein eine jährlich auszuzahlende Pension zugesprochen.
Morris erholte sich völlig von seiner Verletzung und führte 1807 die COLOSSUS in der Kanalflotte.
1808, als die Flotte unter Admiral Ganteaume ins Mittelmeer durchbrach, gehörte die COLOSSUS zum Geschwader von Sir Richard Strachan im Mittelmeer, dessen Jagd auf die französischen Schiffe jedoch vergeblich blieb.

Thomas Sturges Jackson - Logs of the great seafights


Am 31. Juli 1810 wurde Morris zum Colonel der Marineinfanterie befördert und übernahm in Lissabon das Kommando über die FORMIDABLE (90), bis sie 1811 außer Dienst gestellt wurde.
Am 1. August 1811 wurde James Nicoll Morris zum Konteradmiral befördert. 1812 hatte er ein Kommando in der Ostsee und war während Napoleons Rußlandfeldzug dort der dritte im Kommando.
1815 wurde Morris zum Ritter des exklusiven Bath-Ordens ernannt (KCB).
Am 12. August 1819 erreichte Sir James Nicoll Morris dann den Rang eines Vizeadmirals. Er starb am 15. April 1830 in Marlow, England.

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