Nelsons Trafalgar Captains and Their Battles: A Biographical and Historical Dictionary

Nelsons Trafalgar Captains and Their Battles: A Biographical and Historical Dictionary
von T. Heathcote
Sprache: Englisch
Gebunden - 216 Seiten - Leo Cooper Ltd.
Erscheinungsdatum:19. August 2005

Nachschlagewerk der Biografien für die Trafalgar-Kommandanten, auch für die Bios der Fregatten- und Sloop-Kommandanten.

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von Rif Winfield
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 128 Seiten - Mercury Books London
Erscheinungsdatum: April 2006



Kapitän Charles Eusebe L'Hospitalier-Villemadrin

 Charles Eusebe L'Hospitalier-Villemadrin

* 27. Februar 1756 in Saint Brieuc, Frankreich           † 31. Oktober 1812 in Saint Brieuc, Frankreich

Charles Eusebe L'Hospitalier-Villemadrin wurde am 27. Februar 1756 in Saint Brieuc, Frankreich geboren.
Im Alter von 12 ging er 1768 als einfacher Schiffsjunge zur Handelsmarine, erwies sich als für die Seefahrt außergewöhnlich begabt und erreichte bis 1775 den Rang eines Steuermanns (~ Segelmeisters) und Schiffsoffiziers (~ Leutnant) der Handelsmarine.
Mit dem Eintritt Frankreichs in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wechselte L'Hospitalier-Villemadrin im März 1778 in die Kriegsmarine und wurde Fregattenleutnant auf dem französischen Linienschiff ALESSANDRE (64).
Nach dem Krieg setzte er 1783 seine Karriere in der Handelsmarine fort und wurde am 26. Februar 1785 zum Kapitän zweiter Klasse befördert.
Bis 1787 fuhr er unter der Flagge der französischen Ostindischen Kompanie. Dann wechselte L'Hospitalier-Villemadrin im Oktober 1787 erneut in die Kriegmarine und diente als Unterleutnant , also einen Rang höher als zuvor.
Am 17. November 1792 wurde er in den vollen Rang eines Leutnants befördert und im Seekrieg gegen England auf verschiedenen Schiffen eingesetzt. U.a. befehligte er 1794 das "rasierte" Ex-Linienschiff FLIBUSTIER (40) in Brest.
Am 7. Februar 1795 stieg L'Hospitalier-Villemadrin dann zum Fregattenkapitän auf, am 21. März 1796 zum Kapitän zur See.
Nach einem fünfmonatigen Kommando als Erster Offizier der INDOMPTABLE (80) von März 1797 bis Juni 1797 übernahm L'Hospitalier-Villemadrin am 1. Juni 1798 das Kommando über die Fregatte CORNELIE (40).
In der Seeschlacht vor der Belle Isle am 9. April 1799 erlitt er eine schwere Wunde im Unterbauch, so das er sein Kommando ruhen lassen mußte.
Vom 5. April 1800 bis zum 25. Juli 1802 kehrte L'Hospitalier-Villemadrin in das Kommando der Fregatte CORNELIE zurück. Während des Friedens von Amiens übernahm er in Brest diverse Funktionen. U.a. war er dort General der Marineinfanterie.
Am 13. Juni 1803 wurde L'Hospitalier-Villemadrin Kommandant des Linienschiffs SWIFTSURE (74). Mit seinem Schlachtschiff gehörte er zur Flotte Vizeadmiral Villeneuves, die - verfolgt von Lord Nelsons Schiffen - in einem weit angelegten Ablenkungsmanöver zum Zwecke der Invasion Englands in die Karibik (Martinique) segelte, um beim Eintreffen Nelsons den Weg zurück über den Atlantik anzutreten. Vizeadmiral Calder verlegte der französischen Flotte am 22. Juli 1805 vor Kap Finisterre (Siehe auch hier) den Weg, doch die Schlacht blieb unentschieden. Aus Gründen, die bis heute nicht erschöpfend geklärt sind, zog sich dann Villeneuve mit seiner Flotte und mit ihr die SWIFTSURE nach Cadiz zurück, statt Napoleons Truppen beim Übersetzen nach England zu decken.

 Trafalgar

Am 21. Oktober 1805 trafen schließlich in der berühmten Schlacht vor Kap Trafalgar die Flotten Villeneuves und Nelsons aufeinander. L'Hospitalier-Villemadrins Schiff gehörte zur Nachhut, die vom Angriffskeil Vizeadmiral Collingwoods angegriffen wurde. Dabei hatte die SWIFTSURE das Pech, das die englische COLOSSUS (74 - James Nicholl Morris) hinter ihrem Heck in die Linie einbrach und das französische Linienschiff der Länge nach bestreichen konnte. L'Hospitalier-Villemadrin mußte sich schließlich angesichts von über 60% Ausfällen bei der Crew und einigen Fuß Wasser im Schiff ergeben.
Als Kriegsgefangener in Gibraltar erkrankte der Kapitän dann schwer und wurde Anfang 1806 auf Ehrenwort nach Cadiz entlassen. Bei einem Empfang des französischen Kaisers wurde L'Hospitalier-Villemadrin von Napoleon für seine Verteidigung der SWIFTSURE ausdrücklich gelobt.
Am 1. Januar 1808 wurde der Belobigte zum Kommodore befördert. Von seiner Krankheit jedoch nie ganz erholt übernahm L'Hospitalier-Villemadrin 1808 in Brest wieder das Kommando der Marineninfanterie.
Im September 1810 quitierte er dann den Dienst und starb am 31. Oktober 1812 in seinem Geburtsort Saint-Brieuc.

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