Captain Watson's Travels in America

Captain Watson's Travels in America :
The Sketchbooks and Diary of Joshua Rowley Watson

von Kathleen A. Foster
Sprache: Englisch
Gebunden - 408 Seiten - Univ of Pennsylvania Press
Erscheinungsdatum:Oktober 1997
Format : 29 x 22,4 x 3,4 cm

Das Buch basiert auf dem Tagebuch und den Bildern von Kapitän Joshua Rowley Watson,
dessen Leben von der Autorin minutiös dokumentiert wird.
Im Mittelpunkt stehen die Reise Watson durch die damalige USA und die dabei entstandenen Bilder.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
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Kapitän Joshua Rowley Watson

 Kapitän Joshua Rowley Watson

* 17. April 1772 in Topsham, (Devon) England            † 26. Mai 1818 in Exeter, England

Joshua Rowley Watson wurde am 26. Mai 1818 als Sohn des Royal Navy-Kapitäns Thomas Watson und dessen Frau Mary, geborene Burgess, in Topsham, Devon, geboren.
Der Junge verlor seine Mutter bereits 1774 und wurde in den folgenden Jahren von seiner Großmutter mütterlicherseits, Mary Rundle Burgess, aufgezogen. Joshuas Vater fiel 1780 beim britischen Angriff auf St. Lucia am 10. Mai 1780, doch hatten seine gute Beziehungen zu der einflußreichen Navy-Familie Rowley die Laufbahn des kleinen Joshua bereits bestens vorbereitet. Als Joshuas Pate, Bartholomew Samuel Rowley (1764-1811), ein späterer Admiral, im Juni 1781 zum Kapitän befördert wurde, tauchte Joshua Rowley Watson in den Büchern des Schiffes von Rowley, RESOURCE, als Mitglied der Besatzung auf, obwohl er höchstwahrscheinlich in England noch die Schulbank drückte.
Hintergrund: Um sich für eine Offizierslaufbahn zu qualifizieren, mussten Anwärter mindestens sechs Jahre auf See nachweisen. Der Junge erhielt mit dieser Manipulation den erforderlichen Nachweis, wurde aber gleichzeitig auf einer Schule ausgebildet und lernte nebenbei sowohl Malen als auch Französisch. Die mächtige Hand der Rowleys führte wohl auch die Hand, die sein Geburtsdatum eintrug: Bei der Admiralität wurde Joshua Rowley Watson als Jahrgang 1770 geführt. Hintergrund: Leutnant konnte man in der Royal Navy erst mit 20 Lebensjahren werden.
Nach zwei Jahren auf der Marine-Akademie in Chelsea 1783 - 1785 und nach einer Frankreich-Reise 1786 ging Watson im Juni 1786 an Bord der SAVAGE (16), unter dem Kommando seines Onkels Richard Rundle Burgess. Zunächst noch captains servant (Kapitän-Steward), avancierte Joshua Rowley Watson schnell zum able seaman (Vollmatrose) und schließlich zum midshipman (Fähnrich).

Am 5. Januar 1791 erwarb Joshua Rowley Watson dann das Leutnants-Patent. Zwar bekam er erst mit Beginn des Krieges gegen Frankreich 1793 seine erste Stelle als Leutnant auf einem Schiff, doch sein "Dienstalter" von schon zwei Jahren hatte ihn in der Hierarchie bereits deutlich vorrücken lassen. Im Januar 1793 ging Joshua Rowley Watson also an Bord der QUEEN (98), dem Flaggschiff von Konteradmiral Alan Gardner. Zunächst war er noch ein Freiwilliger mit Offizierspatent, doch nach sechs Monaten auf der Westindischen Station bekam er die begehrte Leutnants-Stelle.
Im März / April 1794 bewährte sich Watson beim britischen Angriff auf das französische Martinique.
Im September des Jahres kehrte er nach England zurück und wurde Erster Offizier auf der Fregatte LIVELY (32 - Lord Garlies). Bald darauf wurde George Burlton neuer Kapitän und unter seiner Führung machte die LIVELY am 2. März 1795 einen bedeutenden Fang: Die französische Korvette L'ESPION (18) ergab sich der LIVELY (32) ohne Kampf.
Am 13. März begegnete Watsons Schiff einer zweiten, größeren Korvette, der TOURTERELLE (24 - Guillaume Montalan) und diesmal wehrten sich die Franzosen (Siehe hier), u.a. mit sogar glühenden Kugeln. Nach 90minütigem Gefecht musste Kapitän Montalan jedoch die Flagge streichen.
Am 15. März 1795 wurde Watson für seinen Einsatz belohnt und zum Commander befördert. Die L'ESPION, die als SPY (16) in die Royal Navy übernommen worden war, wurde sein erster Kommando.

Fiddlers and Whores: The Candid Memoirs of a Surgeon in Nelson's Fleet

Fiddlers and Whores: The Candid Memoirs of a Surgeon in Nelson's Fleet
von James Lowry (Autor), John Millyard (Herausgeber)
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 192 Seiten - Chatham Publishing
Erscheinungsdatum:15. Mai 2006

Das nie zur Publikation gedachte Werk von Nelsons abenteuerlustigem Schiffs-Chirurgen bietet zeitgenössische Einblicke in die Marine und das Leben an Bord, die gewöhnlich verborgen blieben. In der Zeit zwischen 1797 und 1804 diente Lowry in der Mittelmeerflotte unter Nelsons Kommando und schrieb von "...von Fiedlern und Dichtern, Huren und Schakalen".

Im Oktober 1795 wechselte der Commander auf die TROMPEUSE (16), deren Kapitän plötzlich gestorben war. Der Wechsel sollte sich als unglücklich erweisen, denn die Sloop war in schlechtem Zustand. Sie machte viel Wasser, außerdem stieß Watson auf eine Crew in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Trotzdem erfüllte Watson seine Konvoi-Aufgaben vor der Irischen Küste.
In der Nacht des 8. Juni 1796 wurde die TROMPEUSE Zeuge des Zweikampfes zwischen der britischen Fregatte UNICORN (32 - Thomas Williams ) und der französischen Fregatte TRIBUNE (36 - Jean Moulston). Watson, der nicht eingreifen konnte, skizzierte wenigstens das Geschehen und später die eroberte TRIBUNE (siehe Abb. 33 im Buch oben).
Wenig später, am 15. Juli 1796, strandete die TROMPEUSE im Ebbstrom vor Kinsale (Irland) und mußte verloren gegeben werden. Der Lotse nahm die Verantwortung für die Strandung auf sich und Watson wurde von jeder Verantwortung für den Verlust des Schiffes freigesprochen. Trotzdem scheint ihm der Verlust des Schiffes nachgehangen zu haben.
Denn nach der Havarie saß der junge Commander viele Monate auf dem Trocknen und blieb ausgerechnet in den wichtigsten Jahren des Seekrieges ohne Kommando. Dann fiel in der Schlacht von Camperdown am 11. Oktober 1797 auch noch sein Onkel und wichtigster Förderer Richard Rundell Burgess.
Der Verlust auf der einen Seite brachte auf der anderen Seite wiederum Gewinn: Die Familie ließ ihre Beziehungen zu Lord Spencer, dem Ersten Seelord, spielen und erreichte im November 1797 die Vergabe des Kommandos der französischen Prise LEGERE (24) an Watson, freilich nicht das Traum-Kommando. Watsons Aufgabe war nämlich lediglich die Ausrüstung des Schiffes für den Dienst in der Royal Navy. Dazu aber bekam der Neffe des "Helden von Camperdown" immerhin noch das Kommando über eine Flottille von Kanonenbooten in Plymouth (Januar 1798). Und schließlich, am 23. März 1798 wurde Joshua Rowley Watson zum Kapitän befördert. Damit aber war der Einfluß der Familie ausgeschöpft. Watson gab in Cork (Irland) das Kommando über die nicht mehr ranggemäße Sloop LEGERE ab, kehrte nach England zurück und war erneut auf Halbsold.

 British Napoleonic Ship-Of-The-Line

Watson hatte nun Zeit für mehr private Dinge und heiratete am 20. November 1798 in Topsham Mary Manley, mit der er drei Töchter und drei Söhne haben sollte. Das Ehepaar war offensichtlich recht glücklich verheiratet und hatte auch die ersten Ehejahre für sich, denn bis zum Frieden von Amiens 1802 trat Watson kein neues Kommando mehr an.
Erst nach erneutem Ausbruch der Feindseligkeiten 1803 wurde Joshua Rowley Watson im April 1804 Kommandant eines Abschnitts der sea fencibles, der britischen Küstenverteidigung.
Von Castle Townsend aus kommandierte er 27 Kanonenboote und kleinere Schiffe mit rund 700 Mann Besatzung. Die Aufgabe seiner Flottille war die Patrouille der irischen Küste zwischen Bantry Bay und Kinshale, für den Kapitän zur See blieb da weitgehend bürokratische Arbeit und kaum Zeit auf See.
Erst 1807 kehrte Watson wirklich auf See zurück und bekam diesmal das Kommando über ein altes Linienschiff, die INFLEXIBLE (64), welche als Truppentransporter genutzt wurde. Mit diesem Schiff nahm Watson im August / September 1807 an der britischen Belagerung / Blockade Kopenhagens teil und erlebte schließlich auch das Bombardement der dänischen Hauptstadt und die dänische Kapitulation. Ende September kehrte Watson mit der INFLEXIBLE nach England zurück und blieb noch bis zum Oktober 1808 im Kommando.
1809 wurde Watson Kommandant der ALFRED (74), dem "schlechtesten Segler in der Flotte", wie er meinte. Die ALFRED nahm Anfang August 1809 an der Landung der Briten in den Niederlanden (Walcheren-Expedition) teil. Wieder ging es für Watson nur darum, Truppen abzusetzen und von seinem Schiff aus zu versorgen.

Linienschiffschlachten 

1794 - 1806 Download

Schon am 23. August 1809 verließ Watson die holländische Küste und segelte die ALFRED in die Karibik. Hier assistierte er am 30. Januar 1810 bei den Truppenlandungen auf der französischen Karibikinsel Martinique. Im Juli 1810 kehrte die ALFRED nach England zurück und unterstützte nach einem kurzen Zwischenstopp die britischen Streitkräfte auf der spanischen Peninsula, wie zuvor durch Truppentransport und / oder Truppenversorgung.
1811 übernahm Watson dann die IMPLACABLE (74), mit der er im Mittelmeer stationiert war. 1812 brachte er das Schiff nach England zurück und gab am 12. November 1812 das Kommando ab, ohne zu ahnen, dass das Schiff sein letztes Kommando sein sollte. In seiner Zeit als Linienschiff- oder besser: Truppenschiff-Kommandant hatte er wohl nie eine Breitseite auf einen Gegner abfeuern lassen.
Joshua Rowley Watson zog sich praktisch aus dem Dienst zurück, als 1814 die Niederlage Frankreichs besiegelt war. Von sich reden machte der Kapitän aber doch noch, denn gemeinsam mit seiner Frau trat er 1816 eine Nordamerika-Reise an, die er zeichnerisch und malerisch dokumentierte. Die Ergebnisse des Malers Joshua Rowley Watson sind in dem oben genannten Buch dokumentiert. 1817 kehrte das Ehepaar Watson nach England zurück, wo Kapitän Watson am 26. Mai 1818 einer Gehirnblutung zum Opfer fiel.


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