Die russischen Zaren 1547 - 1917

Die russischen Zaren 1547 - 1917
von Hans-Joachim Torke
Sprache: Deutsch
Broschiert - 406 Seiten - C.H.Beck
Erscheinungsdatum: Oktober 2005
Von Iwan dem Schrecklichen bis Nikolaus II.
Mit der Geschichte der Zaren schreibt der Berliner Historiker
und Osteuropaspezialist auch gleichzeitig eine Geschichte Rußlands.

Chronologie der europäischen Seekriege 1793 bis 1815, Band 1, bis 1802
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815
Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010
Bei AMAZON bestellen Mehr Infos

Beispiel-Seiten
Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3

Zar Paul I. von Rußland

Zar Paul I von Rußland

* 20. September 1754 in St. Petersburg            † 12. März 1801 in St. Petersburg

Paul Romanow wurde am 20. September 1754 in St. Petersburg als erster und legitimer Sohn von Großfürst Peter und der Großfürstin und späteren Zarin Katharina (die Große) geboren. Paul wurde aber Zeit seines Lebens von dem Gerücht verfolgt, das Graf Saltykow, ein Liebhaber seiner Mutter, sein wahrer Vater sei.
Zarin Elisabeth, Pauls Großtante, sorgte für die Erziehung des Jungen und isolierte ihn von seinen Eltern. Über die Behandlung des Jungen durch Mutter und Großtante gibt es widersprüchliche Angaben, von verzärtelt über gleichgültig bis streng und überhart.
Als Zarin Elisabeth am 24. Dezember 1761 starb, bestieg ihr Neffe als Peter der Dritte den Zarenthron. Gegen den offensichtlich unfähigen Herrscher regte sich schnell Opposition.
Schließlich organisierte Großfürstin Katharina am 9. Juli 1762 einen Staatsstreich und setzte, unterstützt vom Militär, ihren Ehemann ab. Sie ließ sich selbst zur Zarin ausrufen und regierte von nun an als Katharina II. Nur wenige Tage später, am 17. Juli 1762, wurde ihr Gatte und Pauls legitimer Vater ermordet. Wahrscheinlich machte Paul seine Mutter später für diesen Mord verantwortlich.
1771 erkrankte Paul schwer an einem Typhus, der sein Gesicht für den Rest seines Lebens zeichnete. Dies trug nicht dazu bei, ihn am Zarenhof sympathischer zu machen.

Meine Texte auf XinXii

1773 arrangierte Katharina Pauls erste Ehe mit der Prinzessin Wilhelmina von Hessen-Darmstadt. Nachdem diese im Kindbett gestorben war, vermittelte die Zarin ihrem Sohn auch die zweite Ehe mit der bildhübschen Prinzessin Sophia von Württemberg, die Paul am 7. Oktober 1776 ehelichte. Dieser Ehe sollten 15 (!) Kinder entspringen, von denen jedoch fünf totgeboren wurden.
Das zweifellos schlechte Verhältnis zwischen Katharina der Großen und ihrem Sohn sollte zum Zeitpunkt der zweiten Heirat eine weitere Verschlechterung erfahren. Schon in Pauls Kindheit hatte es Gerüchte am Zarenhof gegeben, seine Mutter habe ihn am liebsten töten wollen. Von beidseitigem Hass war die Rede und schon diese Unterstellung sorgte wohl bei Sohn und Mutter zuerst für Zurückhaltung, später für Entfremdung und dann sogar für Angst. Nach Pauls zweiter Heirat brach diese Furcht erneut hervor, der Thronfolger wurde in Intrigen verwickelt und wohl auch von der Zarin als Bedrohung wahrgenommen.
Von 1781 bis 1782 schickte die Katharina ihren Sohn und dessen Gattin auf eine Europareise.
Bei der Rückkehr 1783 schenkte die Zarin ihrem Sohn einen Palast und eine große Leibgarde, beließ es dann aber bei dieser einzig sichtbaren Zuwendung. Die Entfremdung war offensichtlich für beide unüberwindlich.
Paul hatte sich zu einem sprunghaften, jähzornigen und mißtrauischen Mann entwickelt, der den Hass auf seine übermächtige Mutter nie überwinden konnte. Er verabscheute die Zustände am Zarenhof und hielt sich fern. Dafür entdeckte er für sich selbst die mittelalterliche Welt der Ritter und deren Ideale. Sie sollten seine Regierungszeit auf verhängnisvolle Weise prägen.
Am 17. November 1796 starb Katharina die Große und noch am selben Tag bestieg Paul der Erste als Zar den Thron. Einer seiner ersten Befehle betraf die Umbettung seines ermordeten Vaters Peter des Dritten.

Die Zarinnen. Rußlands mächtige Frauen.

Die Zarinnen. Rußlands mächtige Frauen.
von Wladimir Fedorowski
Sprache: Deutsch
Broschiert - 300 Seiten - Piper
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Die relativ kurze Regierungszeit Pauls scheint geprägt von dem Bestreben, die Politik seiner Mutter zu revidieren. Eines seiner ersten Zarendekrete von 1797 zum Beispiel schloß weibliche Thronfolger aus. Eine Amnestie leerte die Kerker von den politischen Feinden seiner Mutter. Der neue Zar entließ Polen, um dessen Besitz Katharina so heftig gekämpft hatte, in die Unabhängigkeit. Und während Katharina die Leibeigenschaft aus ökonomischen Gründen verschärft hatte, verkürzte Paul nun die Fronzeit der Leibeigenen und erleichterte deren Los.
Den russischen Adel hielt der neue Zar für dekadent und mit zuvielen Rechten ausgestattet. Paul plante vielmehr, aus seinen Edeleuten eine neue Ritter-Kaste zu erschaffen, die sich den ritterlichen Werten des Mittelalters verpflichtet fühlte.
Während sich der neue Zar auf diese Weise bereits eine Menge Gegner schaffte, machte Paul außenpolitisch offensichtlich seine größten Fehler.
1798 trat er in den Krieg der Zweiten Koalition gegen Frankreich ein. Seine Armee unter Suvorov griff die Franzosen in der Schweiz an, seine Marine unter Ushakow attackierte die von Frankreich besetzten Ionischen Inseln und kooperierte mit der englischen Marine im Mittelmeer. Doch ein relativ geringer Anlass ließ Paul aussenpolitisch plötzlich die Richtung wechseln:

Seeschlacht in der Bucht von Abukir

1798 hatte General Napoleon Bonaparte auf dem Weg zur Invasion Ägyptens mit seiner Invasionsflotte auch die vom Malteserorden beherrschte Insel Malta besetzt. England und Rußland hatten dadurch den Wert der Mittelmeerinsel als Stützpunkt erkannt.
Während der Zar 1799 erfolgreich den Titel des Großmeisters des Ordens für sich gewinnen konnte, blockierten, eroberten und besetzten die Briten am 5. September 1800 Malta.
"Bestechungsversuche" wie die Rückerstattung des von den Franzosen 1798 eroberten britischen Linienschiffs LEANDER, das die Russen bei der Eroberung des französisch besetzten Korfu in die Hände gefallen war, beeindruckten die Engländer nicht.
Pauls großer Traum, als Großmeister des Malteserordens die Tradition der Malteser Ritter wieder zu beleben und - natürlich - die jahrhundertelang begehrte Mittelmeerbasis für Rußland zu schaffen, wurde durch englische Marinepolitik durchkreuzt.
Deswegen stieg der erzürnte Zar im Oktober 1800 aus der Allianz gegen Frankreich aus, trat Anfang 1801 der gegen England gerichteten Nordischen Koalition zum Schutz des neutralen Handels (Preußen, Dänemark, Schweden, Rußland) bei und näherte sich - gegen heftige Widerstände des russischen Adels - der französischen Republik an.
Diese sprunghafte Politik hatte schließlich verhängnisvolle Folgen: Am 12. März 1801 fiel Zar Paul der Erste in St. Petersburg einem Attentat zum Opfer. Nachfolger auf dem Zarenthron wurde sein Sohn Alexander.


Schlachten und Duelle
Personen und Biografien
Zeittafeln
Schiffe
Der ganze andere Plunder


Napoleons gefallenen Göttinnen
SEESCHLACHT.TK - Das Buch

Napoleons gefallene Göttinnen
Die Geschichte der französischen MINERVE-Fregatten

von Thomas Siebe
Sprache: Deutsch Paperback - 349 Seiten - BoD
ISBN 978-3-8391-0218-3 Erscheinungsdatum: Mai 2009
Bei AMAZON bestellen Mehr Infos

Copyright © 2007 by T. Coladores & Pellewserbe

E-Mail